26. Juni 2009

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PULS 4 Diskussionen zum Thema …

talk of town Thema :Pädophilie...

talk of town Thema : Pädophilie...

PÄDOPHILIE

Was tun mit KINDERSCHÄNDERN?

Discussion dauber in PULS 4 “talk of town” 18:35 16.03.2009

Vorspann: Filmeinspielungen von Josef F. Prozesstag und von „Sledgehammer” der Schlag gegen 935 Kinderpornokosumenten in Österreich.

MODERATORIN: Isabella Richter

“Warum wird man pädophil?

Warum misshandelt man KINDER?”

Der Fall Josef F. ist einer der Ausnahmefälle, die jedem Erklärungsversuch trotzen. Die Krankheit, mit der alles begann, ist weit davon entfernt auf so eine Erscheinung beschränkt zu werden.

Pädophilie ist weit verbreitet, die Heilungsmöglichkeiten umstritten!

Was bringt die Täter dazu, Kinder und Sexualität miteinander zu verbinden?

Redakteur:

Auch wenn der Prozess des unfassbaren Falles des Josef F. begonnen hat und dann bis Freitag ein Urteil zu erwarten ist, wird die Frage nach dem Warum unbeantwortet bleiben.

Das Martyrium seiner Tochter Elisabeth beginnt schon im Kindesalter, als sie von ihrem Vater missbraucht wird.

Doch so einzigartig die Taten von Josef F. erscheinen, so häufig ist auch das was an ihrem” Anfang” steht:

PÄDOPHILIE und KINDESMISSBRAUCH

12 Millionen Zugriffe auf einer Kinderpornohompage in 3 Tagen.

935dophile in Österreich.

Opfer von 5 – 12 Jahren.


Das ist die Bilanz des schwersten Schlages „ gegen” die organisierte Kinderpornografie, 170 Länder arbeiten zusammen, um die Betreiber in Estland und Kroatien dingfest zumachen und User auszuforschen.

Dabei stellen die Beamten widerwärtiges Beweismaterial sicher.

Sprecher des Bundeskriminalamtes Harald Gremel:

Bei einem Verdächtigen wurden auf den PCs Videos sichergestellt, die er selbst angefertigt hat. Auf dem Video ist er selbst zu sehen, wie er sich selbst befriedigt und daneben steht ein nacktes 5 jähriges Mädchen, das ihm dabei zusehen muss.

Er hat bei seiner Einvernahme angegeben: Er ist froh, erwischt worden zu sein, denn er hat bis zu diesem Zeitpunkt dieses Mädchen noch nicht angegriffen, aber das hätte in nächster Zeit passieren können.

Redakteur:

Unter den Usern befinden sich Lehrer, Ärzte, Anwälte und sogar Politiker aus Ministeriumsmittarbeitern.

Von den 935 ausgeforschten werden nur 189 vor Gericht landen, denn das bloße Ansehen von Kinderpornografie ist in Österreich nicht strafbar.

Was geht in pädophilen Menschen vor und ist diese Krankheit heilbar?

Jetzt in “talk of town”:

Moderatorin:

Ja, was steckt hinter Pädophilie? Warum tun Erwachsene kleinen Kindern solche schreckliche Dinge an?

Was meinen Sie: 01….Telef. Sie können gerne wieder anrufen und mitdiskutieren.

Ich begrüße an dieser Stelle sehr herzlich, Herrn König Hollerwöger. Sie sind Sexual- und Sozialwissenschaftler, danke, dass Sie da sind.

Weiteres begrüße ich Frau Elisabeth Grabner Tesar. Sie sind Psychotherapeutin von der Plattform Neustart, wo Sie sich um Täter direkt nach dem Strafvollzug kümmern und diese auch über mehrere Jahre begleiten, danke dass Sie da sind.

Und Herr Harald Gremel vom Bundeskriminalamt, danke dass Sie da sind.

Frau Grabner Tesar heute startete der Fritzl – Prozess.

Fritzls Prozess beginn 16.03.2009

Die Suche nach dem Warum und Weshalb wird uns noch lange beschäftigen. Grundsätzlich weiß man, dass Josef F. von seiner Mutter misshandelt worden ist in irgendeiner Form. Welchem Täterprofil unterliegt denn dieser Mensch? Wie sehen Sie das?

Frau Grabner Tesar:

Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich mich zum Thema Fritzl heute nicht äußere machte. Neustart vertritt da die Position, dass da im Moment sehr viel vielleicht schon ein bisschen zu viel aus der Sicht der Opfer in den Medien präsentiert wird. Ich möchte dazu jetzt nichts sagen, selbstverständlich aber zu dem Thema Pädophilie insgesamt.

Moderatorin:

Und zu den Täterprofilen, da gibt es ja verschiedene Sparten, mehr oder weniger, wieder.

Frau Grabner-Tesar:

Genau. Pädophilie ist die Frage, was ist Pädophilie überhaupt? Pädophilie wird als Störung der

Sexualpräverenz bezeichnet, das heißt

Menschen, die pädophil sind, die sich von Kindern sexuell angezogen fühlen und zwar von Kindern d.h. unter 14 Jahren, also Vorpubertät der Kinder.

Nicht jeder, der ein Kind missbraucht, ist ein Pädophiler. Da muss man Unterschiede machen. Und zwar ist es deswegen wichtig, weil man, wenn man die unterschiedlichen Tätergruppen erkennt, dann auch unterschiedliche Maßnahmen setzen kann, um diese Täter von weiteren Straftaten abzuhalten.

Moderatorin:

Was ist hier der Unterschied?

Frau Grabner-Tesar:

Ah, es gibt Täter, die ausschließlich von Kindern sexuell angezogen werden und überhaupt nicht auf den erwachsenen Sexualpartner zurückgreifen können, weil sie von denen überhaupt keine Libido erleben. Die sind wirklich fixiert auf Kinder. Sie leben z. Teil diese Fixierung in Phantasien und in Wünschen aus. Sehr viele haben dann aber diesen massiven Drang, diese Wünsche auch umzusetzen und dann kommt es zu einer Tat- Handlung.

Die andere Gruppe betrifft Menschen, die eigentlich oft erwachsenen Partnern zusammen leben, also Erwachsenenbeziehungen führen können, aber in bestimmten Krisensituationen, sei es, dass es in der Beziehung eine Krise gibt, oder sei es, dass sie in der Arbeitssituation Probleme kriegen, Situationen, wo ihr Selbstwert insgesamt leidet, sich dann abwenden von der erwachsenen Partnerschaft und sich dann zu den Kindern hinwenden, weil die Kinder sie weniger bedrohen, würde ich einmal sagen.

Moderatorin:

Ist diese Gruppe daher häufiger vertreten, oder?

Frau Grabner-Tesar:

Diese Gruppe ist häufiger vertreten. Ja!

Moderatorin:

Herr König Hollerwöger, Josef F. wird ja jetzt für die Taten innerhalb seiner Familie angeklagt. Sie haben sich intensiv mit diesem Fall auseinandergesetzt und meinen, dass es da auch noch andere sexuelle Übergriffe mitunter anderen Frauen geben könnte. Warum, wie sehen Sie das?

Rainer König -Hollerwöger:

1. Einmal schließe ich überhaupt nichts aus. Nach diesen Fällen wie den “Fall Fritzl”, den” Fall Kampusch”, kann man weder kriminalistisch noch wissenschaftlich irgendwas auszuschließen.

2. Durch eine sehr intensive Szenen- und vor Ort- Erforschung der Situationen des Umfeldes des jeweils Betroffenen kommt es zu einer ganz bestimmten Einstellung in bestimmten Fällen.

Nämlich,

1. der Einstellung , dass alles möglich ist.

2. dass hier sehr wohl Pädosexuelle und pädokriminellen Akte erfolgt, die wesentlich Über den Rand des sexuellen Missbrauches noch hinausschauen und die auch selbst den Sadismus einschließen. Die (hier in Frage kommenden) Menschen(=Täter) halten auch Menschen zurück. Im Freiheitsentzug von Menschen erleben sie ebenfalls LUST und bekommen dadurch auch sexuelle Lust.

Moderatorin:

Wir wollen, dass wir nicht zu wissenschaftlich werden, Sie bringen Josef F. ja auch in Zusammenhang mit Julia Kührer. sie ist seit 2006 verschwunden.

Rainer König-Hollerwöger:

Ich schließe es nicht aus, nach den Sichtungen des Herrn Fritzl im Grenzbereich Österreich-Tschechien, den ich hier erforschen musste. Nach den vermeintlichen wiederholt ber längere Zeiträume gehenden Sichtungen von Menschen- Sexarbeiterinnen, Sichtungen im Kaufhausbereichen usw., schließe ich nicht aus, dass Herr Fritzl andere Opfer auch noch hatte.

Moderatorin:

Ich habe gerade gesagt: Julia Kührer

Julia Kührer seit 2006 verschwunden von der Schule nach Hause...

Julia Kührer seit 2006 verschwunden von der Schule nach Hause...

ist seit 2006 verschwunden und viele dieser Kinder werden Opfer von Kinderschändern, die sie auch für PRONOGRAPHISCHE Zwecke in irgendeiner Form heranziehen. Das wird auch in den Medien immer wieder vermutet.

Herr Gremel, Sie haben letzte Woche die Operation „Sledgehammer” gestartet, erzählen Sie Mal ganz kurz, was war das fÜr eine Operation, mit welchen Menschen hatten Sie da zu tun?

Herr Harald Gremel:

So wie man bereits im Bericht gesehen hat. Begonnen hat alles in Kroatien, wo eine Webseite aus Estland ausgehend gehackt wurde; 99 Bilder mit nackten Kindern in eindeutigen Posen abgeloadet wurden. Die kroatische Polizei hat dann diese Webseite überwacht, insgesamt 76 Stunden dabei konnte man 144 000 Zugriffe aus 170 Ländern von der ganzen Welt feststellen. Und das Beweismaterial wurde gesichert und an die involvierten Länder weitergegeben!

Moderatorin:

Mit welchen Leuten hatten Sie da in Österreich zu tun?  Es sind Euch ja 935 ins Netz gegangen, was sind das für Menschen?

Herr Harald Gremel:

Genau, das Material, das wir bekommen haben, haben wir ausgewertet und konnten 935 in Österreich lebende Personen ausforschen. Quer durch alle Gesellschaftsschichten, vom Arbeitslosen bis zum Akademiker, Beamten – alles war dabei.

Moderatorin:

Es war auch von der Polizei jemand dabei und auch ein Anwalt und Ärzte ebenfalls, oder?

Herr Harald Gremel:

Es waren leider auch 2 Polizisten dabei, ein Anwalt und auch Ärzte.

Moderatorin:

Frau Grabner -Tesar, wie wird man zum pädophilen Menschen, was muss da passieren in der Kindheit oder ist es genetisch bedingt, wie wird man zu einem Kinderschänder?

Frau Grabner -Tesar:

Ja es ist eine schwierige Frage. Weil es ist nur selten ein Faktor wirksam, der dann jemanden zum Pädophilen macht. Man kann immer mehr davon ausgehen. In der Fachliteratur werden im Grunde einerseits biologische Faktoren aufgezählt, das zeichnet auch hormonalle Störungen ab, auch Medikamente dann, die jetzt angewendet werden, um darauf Eingriff zu nehmen. Aber es gibt natürlich auch die große Meinung, dass vor allem im Lauf der Lebensgeschichte dieser Klienten bestimmte Ereignisse erlebt hatten, die nachhaltig gewirkt haben. Sehr oft sind das Ereignisse in Beziehungen zu den Elternfiguren, sehr oft auch Missbrauch. Diese haben als Kinder Missbrauch erlebt.

Da gibt es Untersuchungen, dass die Hälfte der pädophilen Täter selber Opfer eines pädophilen Übergriffs waren. Ich denke, dass ist wichtig, dass man das auch immer wieder sieht. Weil dann weiß man da auch, wie man präventiv wirken muss. Das – man darf nun nicht dieses Argument als Entschuldigung für die Täter sehen – ist eine wichtige Erklärung, dieses Argument zu akzeptieren um entsprechende Maßnahmen zu setzen.

Moderatorin:

Ist Pädophilie heilbar? Welche Therapieformen gibt es da? Sind diese Menschen irgendwann in die Gesellschaft einzuintegrieren?

Rainer König -Hollerwöger:

Für mich ist Pädosexualität – Pädophilie ist ein irreführender Begriff, aber er ist eben immer noch gebräuchlich, leider – Für mich ist Pädosexualität sehr schwer heilbar, überhaupt sind seelische Störungen nicht so leicht heilbar . Pädosexualität in dem Ausmaß, wie sie auch von der Kriminalpolizei jetzt auch ermittelt wurde, was die Kinderpornografie betrifft, wenn sie in diesem Matjes ist, ist für mich kaum heilbar.

Es ist auch ein sehr großes Potential, auch kriminalistisch und kriminalspychologisch an Wiederholungstätern, wobei es in diesem Buch, das ich hier herausgegeben habe vor ein paar Jahren, nämlich „KINDSEIN im WÜRGEGRIFF sexueller Gewalt – Der Weg zu den ehemaligen Opfern und Tätern. ” (Näheres unter http://buecher.ips-wien.at ) ein Kapitel gibt über Täterprofile und überhaupt wie Täter denken, wie sie fühlen und wie sie empfinden. Es gibt nicht DEN Täter! Da stimme ich mit ihnen voll überein (zu Frau Gruber-Tesar). Das ist eine multifaktorielle Geschichte mit vielen Gründen. Aber ein Teil der Täter, Täterprofile sind sicher nicht so, wie man sich das manchmal vorstellt. Das sind ganz normale” Menschen aller Gesellschaftsschichten. Es gibt keine Gesellschaftsschicht, die nicht drinnen ist. Es betrifft alle menschlichen und seelischen Lagen. Es sind Menschen, die verheiratet sind und zu Tätern werden oder es schon sind. Es sind welche, die eingeschworen nur auf Kinder gehen. Tatsache ist, dass diese ihre sexuellen Erregungsabläufe an Kinder koppeln und hier schreckliche Taten oft vollbringen.

Moderatorin:

Frau Grabner, Sie betreuen ja diese Täter nach dem Strafvollzug. Sind sie nicht zu therapieren? So quasi einmal pädophil immer pädophil?

Frau Grabner -Tesar:

Also das sehe ich nicht ganz so. Gott sei Dank, haben wir in den letzten Jahren relativ gute Erfolge in der Betreuung und Behandlung von Tätern erzielen können, wobei man natürlich auch unterscheiden muss. Mit welcher Gruppe wende ich welche Methoden an?

Aber es geht ja darum Methoden zu finden, die mit großer Wahrscheinlichkeit Rückfall verhindern.

Das heißt, wir müssen immer auch überprüfen: Wirken unsere Maßnahmen und da haben wir festgestellt: Am meisten wirkt, am besten ist, wenn man zwei grundsätzliche Dinge anbietet:

  • Einerseits die Unterstützung die Hilfe durch die Therapie,
  • Und andererseits auch die Kontrolle.

Also da geht es auch ganz stark darum, den Lebenswandel dieser Menschen zu überprüfen, zu überwachen, auch durch intensives Nachgehen der Sozialarbeiten, die in NEUSTAR praktiziert werden, auch das Lebensumfeld dieser Klienten kennen zu lernen. Dadurch kann man schnell Risikofaktoren erkennen, wenn da zu Hause ist, sich dort etwas umschaut. Da liegt zum Beispiel Spielzeug herum. Dass sind Warnsignale, die man sofort aufgreifen muss.

Diese Kinder bleiben für immer im Internet verewigt!

Diese Kinder bleiben für immer im Internet verewigt!

Moderatorin:

Aber die sind sich schon irgendwann ihrer Taten bewusst, oder? Wie lange dauert das bis sie sagen: “Ok, ich bin krank, ich mache da etwas Falsches.”

Frau Grabner- Tesar:

Sie sind sich zwar ihrer Taten bewusst, das heißt aber nicht immer, dass sie auch schuldeinsichtig sind oder dass sie das Gefühl haben, dass sie was Unrechtes getan haben. Da gibt es auch die zwei Gruppen,

  • die eine Gruppe, die sehr wohl Schuldgefühle hat und auch einen Veränderungswunsch anstrebt. So wie Sie gesagt haben, (an Herrn Gremel gerichtet), der (sich vor einem nackten 5 jährigen Mädchen sexuell selbstbefriedigte und dabei gefilmte Mann) gesagt hat: „Gott sei Dank haben Sie mich erwischt, jetzt kann ich etwas tun!” Da kann man sich fragen, warum hat er das nicht schon vorher gemacht, dass kann man sich vorher schon überlegen.
  • Aber es gibt leider auch die andere Gruppe, die sich sehr schwer tut, eine Tateinsicht zu finden und mit der muss man, wenn man diesen Schritt erreicht hat mit intensiver Kontrolle arbeiten. Aber auch bei dieser Gruppe kann man möglicher Weise nicht erreichen, dass er die sexuelle Präferenz verändert. Wenn sie (die Pädokriminellen) wirklich auf Kinder fixiert sind, wird man das unter Umständen nicht erreichen können. Was man aber schon erreichen kann, ist, dass man die Kontrollmechanismen für diese Leute aufbaut und stärkt, sodass sie diese Impulse zwar spüren, aber diese nicht ausleben müssen. Das ist sozusagen das Ziel dieser Gruppe.

Wo es darum geht: Also wünschen kann man sich viel, aber tun darf man es auf keinem Fall! Das ist quasi dieses Motto dieser Gruppe.

Moderatorin:

Wie hoch ist die Rückfallsquotte?

Eine kleine Info dazu von mir(reisinger):
USA – Studie an Kinderschändern…

Frau Grabner-Tesar:

Gott sei Dank ist die in den letzten Jahren deutlich gesunken, wenn man diese beiden Methoden anwendet, Hilfe und Kontrolle, dann haben wir im Moment nur – nur es ist immer noch viel zu viel, ein beachtliches Ergebnis von 4 % einschlägigen Rückfall.

Moderatorin:

Stimmt das so? Wie viel haben Sie mit Rückfalltätern zu tun gehabt?

Herr Harald Gremel:

Diese Zahl ist auch die, die mir bekannt ist. Wir stellen bei den Operationen, die wir international durchführen, immer wieder fest, dass zwar Leute dabei sind, die bereits bekannt sind, vorbestraft sind, aber sie liegen im Prozentsatz von 4 bis 5 % .

Das sind die Tatsachen und jedes Bild ein sexuelles Verbrechen an dem Kind das man dort sieht...

Das sind die Tatsachen und jedes Bild ein sexuelles Verbrechen an dem Kind das man dort sieht...

Moderatorin:

Wie sind denn diese Menschen vernetzt? Was sind denn das für Communitis? Was, wie tauschen sich die untereinander aus?

Herr Harald Gremel:

Da muss man unterscheiden,

  1. der Konsument, der sich die Kinderpornografie ansieht, abspeichert, der ist im Grunde nicht vernetzt. Er sucht sich eine Webseite, wo er drauf zugreift und tauscht, in Peer to Peer Programmen untereinander mit anderen Pädophilen aus.
  2. Wo sie vernetzt sind, wo etwas weitergeht, das ist dann bereits der Hardcor – Pädophile, der sich in engen, geheimen Zirkeln abspielt, wo der Zugang für die Polizei extrem schwierig ist. Wir müssen sagen:

MAN KOMMT DORT NUR REIN, WENN MAN Material gibt, also selbst das tauscht und dass DÜRFEN WIR NICHT!


Moderatorin:

Wir haben die Frau Hermine am Apparat, guten Abend Frau Hermine, wir sprechen heute über Pädophilie.

Hermine:

Ja, guten Abend!

Moderatorin:

Begrüße Sie, bitte schön!

Hermine:

Ja, ich wollte sagen, Pädophilie ist ein verniedlichter Name ist für Kinderschänder und Sexualstraftäter die:

  1. einmal Sadisten sind, unheilbar sind. 80 % haben wir Rückfallstäter. Und ich finde es sehr anmaßend, wenn man der Bevölkerung sagt es sind nur 4%.

Wir haben im Jahr über 250. 000 Dunkelzifferkinder, wenn jedes 4.-te Mädchen und jeder 6.-te Bub in Österreich davon betroffen ist. Das hört man immer von den Experten. Ich habe mir die Mühe gemacht und habe das heraus recherchiert und es sind über 250.000 Kinder, die jährlich in Österreich sexuell misshandelt werden.

Ich finde auch, dass man nicht von Missbrauch sprechen soll, sondern von Misshandlungen und sexueller Gewalt.

Was die Tätertherapien anbelangt, so ist es so in Österreich, bzw. in ganz Europa, dass man nur die Gedankengänge des Täters verändern kann, aber sie nicht therapieren kann!

Wenn der Täter in der Therapie, sehr angepasst und brav ja, ja sagt, weil er ja nicht in den Knast will, so wird er angepasst bleiben. Was er danach macht, kontrolliert niemand mehr.

Wie wollen Sie einen Sexualstraftäter kontrollieren? Das geht einfach nicht, weil sie nicht Tag und Nacht bei ihm sein können. Oder bewachen Sie ihn Tag und Nacht?

Moderatorin:

Vielen herzlichen Dank Frau Hermine:

Bewachen Sie ihn Tag und Nacht? Sind diese Täter Sadisten? Ist diese Verteufelung gerechtfertigt?

Frau Grabner – Tesar:

Es gibt unter den Pädophilen leider eine sehr, sehr kleine Gruppe, die sadistisch agieren und auch Kinder schwer verletzten und daraus ihre Lust beziehen, wo sich die Sexualität mit Aggression intensiv mischt, das ist eine kleine Gruppe. Natürlich immer noch zu viel!

Auch bin ich der Meinung und das habe ich auch gesagt, dass 4 % zu viel sind. Aber es ist ja trotzdem so, dass wir bei 96 % der Täter eine Rückfallverhinderung erreichen können. Das darf man nicht vergessen. Ich denke mir, wenn wir so massiv diese Klienten jetzt dämonisieren, dann nehmen wir denen, die einen Leidensdruck haben, dass sie sich eigentlich melden möchten und dass diese etwas gegen diesen Drang tun, den Mut, sich freiwillig zu melden. Und ich denke auch hier gibt es eine sehr hohe Dunkelziffer von Menschen, die an sich gerne arbeiten möchten. aber die Chance zurzeit nicht haben. Da gibt’s ja eben in Deutschland und Frankreich sehr gute Organisationen, die quasi die Selbstmelder direkt ansprechen, indem sie das auch plakatieren und dass sie es öffentlich machen. enttabuisieren und sagen: Pädophilie gibt es, und die, die diesen Drang haben: Meldet euch, bitte tut was dagegen.

Weil es ist ein absolutes Verbrechen und damit schädigt man wirklich die Opfer.

Moderatorin:

Gäbe es wirklich eine Möglichkeit, die Flucht nach Vorne anzutreten und dem Ganzen einen Schlussstrich zu ziehen?

Herr Gramel:

Es hilft mit Sicherheit, bei diesem Fall Sledgehammer  ist mir ein Fall vorgekommen, wo der Täter froh war, dass er endlich erwischt worden ist. Er hat die Angst gehabt, dass er bis zu dem Zeitpunkt  noch nicht körperlich misshandelt hat, sondern „nur” zuschauen hat lassen, wie er sich selbst befriedigt hat.

Moderatorin:

Aber da muss ich schon einhacken. Ich mein; wir haben es vorher schon angesprochen, da ist schon die Frage: Wenn ich weiß und verspüre, ich habe diesen Drang, dann muss ich doch etwas dagegen tun! Nicht warten, bis mich die Polizei aufgreift, oder?

Rainer König – Hollerwöger:

Also ich glaub, da sind jetzt von der Meldung von dieser Frau – Hermine hat sie geheißen? (Es wird von der Moderatorin bejaht.) – zwei Paar Schuhe”! Natürlich ist kriminalistisch und statistisch es richtig, dass jedes 4.-te Mädchen und jeder 8. oder 6.- te Bub Opfer von sexueller Gewalt wird.

Wobei das Spektrum ein großes ist, bis zur Gewalt, bis zum Tötungsdelikt reichen kann oder zum Sadismus. Aber ich glaube, dass die Leute, die in eine Therapie kommen das ist ein teil, aber es gibt doch so viele Menschen, die noch gar nicht entdeckt sind. Es muss Täter geben und selten Täterinnen geben. Und ich glaube, dass die Prävention und die Bewusstmachung auf allen Ebenen nach wie vor ganz, ganz wichtig sind. Und vor allem, dass es auch wichtig ist, was in den Opfern vor sich geht.

Ein Opfer ist absolut schockiert. Es ist auch ein Opfer schockiert, wenn es so etwas erlebt, wie bei dieser Kinderpornografie. Der Titel ist ja auch schon ein Problem, das heißt: Dass ein Kind einen Schock erlebt. Es erlebt ja ein Mädchen oder ein Bub einen Schock, wenn es/ er einen sexuell erregten Mann vor sich sieht. Es erlebt ja auch einen Schock, wenn sich eine Frau selbst befriedigt, Das gab es auch schon. Und das sind Schocks und das, was im Kind vor sich geht, ist für das Kind quasi die Hölle. Da würde ich sagen, dass da dran kaum zu zweifeln ist.

Ob der Täter die Einsicht hat oder nicht, das ist auch sicher sehr verschieden. Es gibt einen Teil von Tätern die abscheulich in der Hinsicht sind, dass sie -das Abscheulichste für ein Opfer ist der Hohn! – ihre Opfer verhöhnen.

Also das ist der ganz bekannte Fall an dem ich jahrelang war, im inneren Salzkammergut in und um Bad Goisern, der so genannte “Bad Goiserer – Fall”, mit allen Auswirkungen, wo ja sehr viele Personen verwickelt waren aus allen Gesellschaftsschichten, ein mehrfacher Akademiker usw….auch die Leute vom Land. Genau DIESER Fall ist ja ein Beispiel dafür, dass die “Einsicht” der Täter, mit der die Kriminalpolizei auch immer wieder zu tun hat, eigentlich gleich 0 ist. Den einen Haupttäter verhöhnten die Opfer noch im Nachhinein. Der hat noch einmal ins Internet die Prozessakten gestellt, was straffällig (auch wegen der entsprechenden Darstellungen!)war. Ich habe ihm 5 Mal seine Website ausschalten lassen, bis die Gesetzeslage erst soweit ist. Das gibt es leider.

Dieser Hohn, dass ist das Schlimmste für ein Opfer!

Moderatorin:

Bezüglich Opfer. Welche Anzeichen gibt es eigentlich bei einem eventuell mutmaßlichen, sexuell missbrauchten Kind? Wie kann man es als Kindergartenpädagoge, als Lehrerin spüren, dass dieses Kind eventuell sexuell missbraucht wird? Sie sprechen ja nicht drüber, diese Kinder, nicht?

Frau Grabner Tesar:

Ja, das ist genau das Problem: ich denke mir, sobald sich ein Kind zurückzieht, muss man sich einmal als Elternteil und natürlich auch als Institution fragen, was mit ihm los ist. Besonders, wenn sich eine dramatische Veränderung zum vorherigen Verhalten gezeigt hat. Ich habe erst kürzlich mit einer Direktorin telefoniert, die mir sagte; sie hatte so ein Mädchen an ihrer Schule, ein 11 jähriges Mädchen, das sich plötzlich nicht zurückgezogen hat, sondern sich sehr sexuell aufreizend benommen hat. mit 11 Jahren sich entsprechend ausgezogen, die Burschen dadurch animiert hat, was natürlich aufgefallen ist. So etwas fällt leichter auf, als das sich Zurückziehen. Die Direktorin hat dann natürlich gleich das Jugendamt verständigt. Dieses hat eingegriffen und es gab tatsächlich einen sexuellen Missbrauch in diesem Fall und das Drama dieses Kindes wurde Gott sei Dank durch das Eingreifen dieser Direktorin relativ schnell abgestellt.

Das heißt nicht, dass das Kind nicht noch weitere Betreuung braucht, aber zumindest die unmittelbaren Tathandlungen waren zu Ende.

Moderatorin:

Wurden gestoppt.

Frau Grabner Tesar :

Ja.

Moderatorin:

Heute ist ja ganz aktuell wieder ein Fall aufgetaucht, wo ein 37 jähriger Mann aus dem Bezirk Voitsberg, der unter Verdacht steht, seine mittlerweile 14 jährige Tochter mehr als 10 Jahren sexuell missbraucht zu haben. Die Ehefrau von diesem Mann hat 10 Jahre lang das mitbekommen, hat aber nichts gesagt. Das ist ja kein Einzelfall. Warum ist das so?

Herr Harald Gremel:

Das ist sicher kein Einzelfall, nur ist die Frage, ob sie das nun wirklich mitbekommen hat, ob sie das möchte? Sie möchte das ja nicht mitbekommen. Wenn sie Anzeichen dafür sieht, dann baut sie sich eine Scheinwelt auf.

Moderatorin:

Ist das so?

Frau Grabner Tesar:

Ich würde das auch so sagen. Das ist ja für eine Mutter oder Ehefrau tragisch, so etwas mit anzusehen. Da gibt es ja die ökonomischen Abhängigkeiten. Also wenn sie zu Gericht geht, fällt ihre ganze Existenz in sich zusammen. Denn sie möchte es nicht wahrhaben. Und da gibt es ganz große Verleugnungstendenzen. Genauso wie bei den Tätern auch, dass sie sagen:

„Das Kind hat mich ja animiert, oder das war gar nicht so schlimm.”

Wir sind die Krise der Rationalisierung der Verleugnung – und Bagatellisierungsdementi bei Missbrauch.

Moderatorin:

Was sind das für Wahrnehmungen, die diese Menschen haben? Ich kann doch nicht davon ausgehen, dass mich ein 4 jährige Kinder in irgendeiner Formen attraktiv finden?

Frau Grabner Tesar:

Ja, es ist ja wirklich eine verkehrte Wahrnehmung.

Rainer König Hollerwöger:

Es ist einmal so, natürlich. Es gibt da den bekannten „Linzer Fall”, der ohnehin auch über das Bundeskriminalamt dann runter delegiert wurde. Der “Linzer Fall” war so, dass ein Herr mit seiner Frau auch gemeinsam im selben Bett war, als er ein Mädchen sexuell misshandelte. Die (seine Frau) hat das mitbekommen und die hat zum Teil auch mitgemacht und es kam auch zu einer großen Verurteilung. Es gibt manchmal das und in den alten klassischen Fällen gibt es das sehr oft, dass Mütter weggeschaut haben bzw. nach dem Prinzip Wanst was sagst, gib ich Dir eine Watschen und dann sagst nichts mehr aus”. Oder es kam zu einer Gewaltandrohung. Das gibt es schon! Das muss ich einfach für die Opfer sagen, die es erlebt haben und vielleicht jetzt zuschauen und zuhören. Es gibt das, das die gedemütigt sind durch ihre Familienverhältnisse und sich einfach nichts zu sagen trauen und schweigen.

Und es gibt auf der anderen Seite wie bei dem „Linzer Fall” , der von mir begleitet, erforscht und auch damals in den Medien sehr stark aufgerollt wurde (es kam auch zu einer rechtmäßig ordentlichen Verurteilung des Täters) auch die Situation, dass eine Frau das sehr wohl gewusst und gesehen hatte, was (dem Mädchen)passiert ist. Der Rückschluss ist falsch, dass alle Mütter, oder Frauen das mitbekommen.

Es gibt andere Falle – da könnte ich genügend nennen -, wo Mütter das nicht wussten …

Moderatorin:

Zum Beispiel, im Fall Josef F. und Amstetten, aber wir sind schon fast am Ende der Sendung Ich möchte nun trotzdem die Bilder vom Prozess vom heutigen 1.Prozesstag einblenden, wo wir Josef F. gleich sehen werden und da hält er eine Mappe vors Gesicht, da sehen wir ihn im Hintergrund. Sie können sich das gerne anschauen. Jetzt sieht man es ganz gut. Er hat die Augen fast geschlossen, was denkt dieser Mann jetzt, zeigt er Reue?

Fritzl am 1. Prozesstag hinter dem Akt versteckt…

Fritzl vor Gericht...

Fritzl vor Gericht...

Rainer König-Hollerwöger:

Also das ist jetzt äußerst schwer, wenn man mit diesem Menschen noch nicht gesprochen hat.

Aber eins ist schon markant, sein Antlitz bietet er der Öffentlichkeit nicht an. Das heißt, dieser Mann, – ob er Reue zeigt sei dahin gestellt – steht nicht dazu, dass er der Öffentlichkeit zeigt: Hier habe ich mit meinem Antlitz, mit meiner Person etwas angestellt. Das spricht natürlich unendlich viel aus, dass seine unbewusste Dynamik, die Sexual-Dynamik , die eine irrationale ist, nicht so leicht in den Griff zu kriegen ist und die ganz anders ausschaut, als wenn ein Herr in einem Anzug dort steht. Das kann auch heißen. dass der durch die Mappe(Maske) verdeckte, abgeschnittene Kopf, sozusagen des Enthaupteten – ein altes Thema der Literatur und Psychologie nicht vorhanden ist. Was ist dahinter? NICHTS!

Dahinter ist ein unbewusstes Treiben, ein Abgrund schrecklichster Art.

Moderatorin:

Ja wir warten auf die Urteilsverkündung. Ich bedanke mich sehr herzlich dass ihr da ward. Dankeschön!

Ja es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt!”

Albert Einstein

Quelle: www.puls4.at 16.03.2009 18:35 talk of Town”

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Zitat:
Frau Grabner Tesar dürfte hier auch einiges entweder nicht wissen, oder sie ist falsch informiert, hat die falschen Lehrbücher usw…

Ein Beispiel was teure Therapien wirklich bringen…

Bludenz: Sextäter seit Jahren aktiv

Bludenz – Nachdem die Polizei in Bludenz einen 45-jährigen Mann verhaftet hat, der zwei Mädchen mit Süßigkeiten in seine Wohnung gelockt und missbraucht hat, werden immer mehr Details über den Triebtäter bekannt.

Schon 1992 hatte der Bludenzer vier Mädchen missbraucht.

Wie berichtet, hat sich der geschiedene Sextäter bei einem Spielplatz in einer Bludenzer Wohnsiedlung gezielt nach Opfern umgeschaut.

Zwei Mädchen – sieben und acht Jahre alt – hat er dann mit dem Süßigkeiten-Trick in seine Wohnung gelockt und dort sexuell missbraucht.

Ob es noch mehr Opfer gibt, ist noch unklar.

Die Ermittlungen der Polizei dauern weiter an. Nach Auskunft der Ermittler hat der einschlägig vorbestrafte Täter mittlerweile ein Teilgeständnis abgelegt und seine Übergriffe gestanden.

Therapie abgebrochen

Wie sich herausstellte, hat der amtsbekannte Pädophile 1998 die beiden Söhne seiner damaligen Lebensgefährtin ebenfalls sexuell missbraucht.

Damals wurde er zu 20 Monaten Haft verurteilt. Nach seiner Haftentlassung im Jahr 2000 hat der Triebtäter eine Therapie begonnen, die er aber im Vorjahr abbrach.

Wie Gerichtspsychiater Reinhard Haller im ” VN” -Gespräch sagte, ist die Rückfallsrate bei Pädophilen generell sehr hoch.

” Eine gewisse Gefahr ist bei pädophilen Menschen immer gegeben“, so Haller weiter.

Wie auch der aktuelle Fall beweist.

Denn schon 1992 hatte der Bludenzer vier Mädchen in seine damalige Wohnung in der Siedlung ” Beim Kreuz” gelockt und dann unter dem Vorzeichen ” Doktor” zu spielen an ihnen vergangen. Allerdings ist diese Tat bereits getilgt.

1Täter - 8 Kindopfer – zerstörte Menschen!

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Ich würde Psychiatern, Psychologinnen raten sich bessere Informationen und Aufklärung zu suchen, hier ein gutes Beispiel wie die Realität aussieht!

Vom Täter selbst wurde ich bestätigt!

Bitte lesen Sie hier das Erleben eines Kindopfers wie “Pädophile” vorgehen….

Sara, das Mädchen und die Kinderschänder…

Denn durch das Deutsche Projekt dass sie in diesem Bericht meinte:“lieben sie Kinder mehr als ihnen lieb ist” -KEIN TÄTER WERDEN- CHARITE BERLIN gemeint ist, so muss ich Sie schon darüber aufklaren, dass der Leiter Dr. Baier von 80% Rückfalltätern spricht nicht von 4%!

Soviel zu den “harmlosen” KINDERSCHÄNDERN, die nur gedanklich sich mit KINDERN beschäftigen….

POLITIKER, ÄRZTE, MINISTERIUMMITARBEITER…
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