2. Juli 2009

Filed under: Aktuelles,Wie müsste Hilfe aussehen? — here @ 16:32

Ex-Kindopfer – erzählen…

Betroffene Menschen erzählen…

“Zwei haben sich gemeldet”

Eistänzer Sascha Rabe spricht über weitere potenzielle Opfer von sexueller Belästigung, seinen Suizidversuch und sexistische Sprüche von Nachwuchstrainern.

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Getrenntes Duo. Sascha Rabe (mit Tanja Kolbe) muss sich erholen. Foto: dpa

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Herr Rabe, Sie haben vor fünf Wochen einen Selbstmordversuch unternommen. Ausschlaggebender Punkt war ein Brief von DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf, dem Sie sexuelle Belästigung vorwerfen. Wie geht es Ihnen heute?

In bin in Therapie, ich bin im Training, ich konzentriere mich auf mein Studium, mir geht es eigentlich wieder gut.

Sie haben monatelang geschwiegen, nachdem Ihre Vorwürfe gegen Dönsdorf bekannt wurden. Jetzt reden Sie; ist das auch ein Teil der Verarbeitung der Vergangenheit?

Ja, auf jeden Fall. Es ist eine Art Therapie für mich, darüber offen zu reden. Es hilft mir.

Wie stabil fühlen Sie sich denn im Moment?

Ich habe eine Schutzfunktion aufgebaut, die hilft mir hoffentlich, dass mich so etwas in Zukunft nicht mehr berührt.

Nach Ihrem Suizidversuch haben mehr als 100 Personen aus der Eislaufszene, darunter der frühere Eiskunstläufer und jetzige ARD-Kommentator Daniel Weiss, einen offenen Brief an die DEU unterzeichnet. Darin wird mehr Hilfe für Opfer sexueller Belästigung und Gewalt gefordert. Haben Sie schon bemerkt, dass der Brief Reaktionen ausgelöst hat?

Der Brief hat mich auf jeden Fall gestärkt. Er zeigt mir, dass ich nicht allein stehe. Und es passiert etwas über die Medien. Aber die Reaktionen, die ich persönlich spüre, sind gleich wie vor dem Brief.

Nämlich?

Ein kommen ein paar Leute und haben den Mut, mit mir darüber zu reden.

Dazu braucht man Mut?

Naja, es ist ja doch ein schweres Thema. Und für den einen oder anderen war es unangenehm, mit mir darüber zu reden. Aber das Thema ist es jetzt so breit in den Medien, dass die sich inzwischen leichter tun und mich ansprechen. Und wenn sie Fragen haben, beantworte ich die gerne.

Sind das auch Ihrer Sicht konstruktive Gespräche?

Viele sind es, ja. Natürlich wollen auch immer noch welche Ratschläge geben, mindestens einen oder zwei Ratschläge pro Tage bekomme ich noch. Aber ich bin mittlerweile an einem Punkt, an dem ich keine mehr brauche. Ich gehe da meinen eigenen Weg, zusammen mit Frau Vogt-Röller, meiner Anwältin.

Kommen diese Anrufer aus der Eislauf-Szene?

Auch. Aber es sind auch viele Menschen, die ich aus dem Studium kenne. Die haben sogar die konstruktiveren Vorschläge. Die sind neutraler. Die Leute aus der Eislauf-Szene sind zu sehr vorbelastet.

Von wem?

Vom Eiskunstlaufen, vom Verein, vom Verband, die sind zu weit drin in der Szene. Es ist etwas kompliziert. Eigentlich sind sie alle auf meiner Seite, das schon. Trotzdem, bei manchen kommt dann so ein Beigeschmack durch: Wäre besser gewesen, wenn Du das alles nicht gesagt hättest. Es ist nun mal der Sportdirektor betroffen.

Und die haben jetzt Angst, sie bekämen Nachteile durch Ihre Vorwürfe?

Ja. Obwohl das natürlich unrealistisch ist. Deshalb sage ich auch nichts dazu. Natürlich finden sie es gut, dass ich es gemacht habe, so grundsätzlich jedenfalls, andererseits haben sie Angst vor der Frage: Was passiert denn, wenn Dönsdorf weg ist? Wer kann denn dann das Eiskunstlaufen managen?

Es geht also mehr um die Funktion von Dönsdorf, weniger um den Menschen Dönsdorf?

Genau.

Haben sich denn bei Ihnen auch aktive oder ehemalige Eiskunstläufer gemeldet, die sagten: Ich habe Ähnliches erlebt wie Du, aber ich traue mich nicht an die Öffentlichkeit?

Zwei Läufer haben sich gemeldet. Beide haben gesagt, dass Sie mit Udo Dönsdorf Ähnliches erlebt haben wie ich. Einer von ihnen ist noch aktiv.

Geben sie denen irgendwelche Ratschläge?

Nein, gewiss nicht. Es ist ihre Entscheidung, wann sie an die Öffentlichkeit wollen, das respektiere ich. Bis jetzt haben sie einfach Angst davor. Sie wollen sich nicht bloßstellen. Gesagt habe ich nur: Wenn du dich irgendwann bereit fühlst, fände ich es gut, wenn du den Schritt machst. Aber dass sie sich überhaupt gemeldet haben, ist für mich ein gutes Ergebnis. Ich bin ja an die Öffentlichkeit gegangen, damit sich mögliche weitere Opfer auch melden und sagen: Mir ist das auch passiert. Dazu benötigt man aber den richtigen Zeitpunkt.

Haben diese Läufer denn angedeutet, wie sie weiter mit der Situation umgehen?

Die versuchen zu verdrängen, so habe ich es am Anfang ja auch gemacht. Nur kann man damit das Problem nicht lösen. Wenn die so ein Schlüsselerlebnis haben wie ich, wird es für sie sehr schwer werden.

Das heißt, es ist eine Frage der Zeit, bis…

…sie vielleicht einen Zusammenbruch haben, ja. Vielleicht sagen sie dann alles.

Wie gehen Sie mit dem Wissen um, dass es zwei weitere Fälle gegeben haben soll?

Ich habe ein gutes Gefühl dabei. Für mich ist es die Bestätigung, dass ich den richtigen Schritt gemacht habe. Egal, wer sich wann auch mal meldet, ich habe richtig gehandelt.

Aber sie haben die DEU nicht über ihr Wissen informiert?

Nein.

Nachdem Ihr Fall bekannt geworden ist, hat sich der frühere Rollkunstläufer und langjährige Preisrichter Jörn Lucas gemeldet. Er hat öffentlich erklärt, vor 26 Jahren sei er von Dönsdorf ebenfalls sexuell belästigt worden. Dönsdorf bestreitet die Vorwürfe allerdings ganz energisch. Wie haben Sie die Geschichte von Jörn Lucas aufgenommen?

Da haben sich Parallelen zu mir aufgetan. Ich fand es interessant, das man so eine Geschichte so lange zurückhalten kann. Andererseits weiß ich, dass so etwas möglich ist. Zudem kenne ich ihn ja als Preisrichter. Er war immer eine Frohnatur. Ich bin froh für ihn, dass er es geschafft hat, sich zu öffnen. Ich glaube, dass es ihm geholfen hat und immer noch hilft.

Hat sich denn nach Ihrem Suizidversuch jemand von der DEU gemeldet?

Ich einen Brief mit einem einzeiligen Kommentar bekommen: Gute Besserung. Nach zwei Wochen hat dann Frau Treitz, die Vizepräsidentin der DEU, angerufen und gesagt, sie habe mich nicht belasten wollen. Dann hat sie mir alles Gute gewünscht und gesagt, dass es glücklicherweise nicht zum Schlimmsten gekommen sei. Aber einen persönlichen Brief von der DEU habe ich nicht erhalten.

War das für Sie gar keine große Enttäuschung mehr? Die DEU erklärte sich ja schon vor Wochen für unzuständig. Der Vorfall habe sich schließlich in Dönsdorfs Freizeit abgespielt.

Ich habe nichts erwartet. Mir ist wichtig, dass meine Familie, meine engsten Vertrauten für mich da sind.

Sie fordern, dass Udo Dönsdorf als Sportdirektor abgelöst wird. Wären Sie auch zufrieden, wenn er sich ganz auf Bürotätigkeiten beschränkte und die Trainer allein die Kontakte zu den Sportlern halten?

Nein. Dönsdorf ist seit zehn Jahren Sportdirektor. Er könnte auch noch in einem kleinen Büro noch genug Einfluss auf den Sport nehmen. Von mir aus kann er alles machen, er kann jeden Beruf ausüben, Hauptsache, er hat nichts mit Sportlern zu tun.

Haben Sie den Eindruck, dass Udo Dönsdorf bei vielen Eisläufern so sehr an Autorität verloren hat, dass er seine Funktion nicht mehr umfassend ausüben kann?

Ich kenne keinen, der ihn noch als Autorität ansieht. Den verteidigt niemand mehr richtig.

Sie trainieren im Moment relativ wenig. Ist das auch eine Folge Ihres Suizidversuchs?

Nur zum Teil. Natürlich brauche ich Zeit für meine Therapie. Aber vor allem muss ich auch noch studieren, ich will Grundschullehrer werden, und arbeiten muss ich auch noch. Ich bin kein Sportsoldat, ich muss Geld für mein Studium verdienen.

Aber Sport ist auch Teil der Therapie?

Auf jeden Fall. Beim Training kann ich abschalten.

Wenn Sie in der neuen Saison vorne mitmischen wollen, müssten sie bald Gas geben, sagt Reinhard Ketterer, der Leitende Landestrainer von Berlin.

Klar, im September ist der erste Wettkampf, Mitte September ist die Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf. Da braucht man Kondition. In Oberstdorf ist im August sogar noch ein Lehrgang, aber den kann ich nicht besuchen. Ich muss zu der Zeit eine Woche in der Schweiz arbeiten, es geht nicht anders. Ich habe ansonsten ja nur die Sporthilfe.

Bei den Lehrgängen ist der Sportdirektor Dönsdorf fast immer dabei.

Genau, deshalb wäre ich sowieso nicht hingefahren.

Aber bei der Nebelhorn-Trophy können Sie ihm nicht ausweichen. Die beobachtet er auch immer.

Stimmt, ich weiß nicht, wie die DEU das regeln will. Klar ist nur: Wenn er da ist, werde ich nicht hingehen, das geht einfach nicht. Wenn der Mann dort ist, kann ich mich nicht auf meinen Sport konzentrieren. Null.

Sie können natürlich erst mal auf internationale Wettkämpfe ausweichen, in Österreich, Tschechien, Kroatien…

…ja, die Nebelhorn-Trophy ist ja nur der Einstiegswettbewerb.

Aber das muss doch Ihr Training beeinflussen. Sie wissen jetzt schon, dass Sie vermutlich bei einigen Wettbewerben in Deutschland nicht starten können, weil dort Dönsdorf an der Bande stehen wird.

Naja, ich weiß nicht. Die DEU erklärt sich ja nicht zu dem Fall. Ich kann das ja nicht entscheiden, das ist Sache des Verbands. Aber Herr Dönsdorf ist ja schon mal ausgeladen worden, vom letzten Wettkampf der vergangenen Saison.

In Dortmund, beim DEU-Pokal. Damals waren die Vorwürfe gerade bekannt geworden.

Genau, das ist der letzte Wettkampf der Saison. Das ist ja auch so ein Ding. Der DEU-Pokal ist ein vorgeschriebener Leistungsnachweis, durch den man sich für die kommende Saison als Bundeskader qualifiziert. Aber wie soll ich mich denn qualifizieren, wenn Herr Dönsdorf da ist? Ich trainiere jetzt erst mal und hoffe, dass es dann endlich eine Lösung gibt. Der Verband muss sich entscheiden: Sportdirektor oder Sportler?

Sie trainieren auch selber Nachwuchspaare. Wie wirkt sich Ihr eigener Fall auf diese Arbeit aus?

Die Sensibilität ist noch gestiegen. Obwohl ich schon immer ein gutes Einfühlungsvermögen bei Kindern hatte. Gewisse Wörter verwende ich nicht, ich mache auch gewisse Anspielungen nicht. Also keine Dinge, die ich bei anderen Trainer sehe, die schon lange in der Szene sind. Da denke ich mir: Das sind doch Kinder, das kann man doch nicht machen.

Welche Wörter zum Beispiel?

Im Eiskunstlaufen muss man sich verkaufen, das ist so. Dann läuft ein Trainer rum und schreit ein Kind an: Du musst mehr Sex zeigen. Das ist normal im Eiskunstlauf. Ich bin aufgewachsen mit solchen Wörtern und Sprüchen. Jetzt bin ich natürlich sensibler und denke mir: Der Sport ist echt ein bisschen pervers. Gerade für kleine Kinder ist das hart.

Vielen Trainer ist vermutlich gar nicht bewusst, was sie da sagen.

Ja, klar. Aber ich verbiete mir das selbst. Ich werde nie zu so einem Trainer werden. Wenn ich Grundschullehrer bin und mache Training nebenbei, werde ich niemals so mit Kindern reden. Das geht gar nicht.

Sprechen Sie Ihre Trainerkollegen auf diese Wörter und Sprüche an?

Ja, das mache ich. Weil das einfach obszön ist.

Und dann kommt manchmal eine patzige Antwort?

Nee, weil sie wissen, was bei mir passiert ist. Im Gegenteil sogar: Es gibt welche, die werden zurückhaltender. Die reißen sich jetzt mehr zusammen, wenn ich anwesend bin.

Wie reagieren denn Eltern auf Ihren Fall? Kommen welche zu Ihnen und sagen, ich möchte mein Kind nicht mehr aufs Eis schicken?

Nein, so sind die nicht. Ich habe sogar mehr Aufträge als vorher. Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu den Eltern, wir konnten immer gut miteinander reden. Da hat sich nichts geändert.

Quelle: www.tagesspiegel.de -ONLINE 19.07.2009

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MISMSBRAUCH – DER SCHWERE WEG EINES OPFERS

Warum soll ich mich vor ihm verstecken?

ORF -Text zum THEMA:

Im Frühling 2006 beginnt Claudia, damals 14, sich selbst im Gesicht und an den Armen zu verletzen.

Selbstmordversuche folgen. Die Mutter ist verzweifelt und bringt ihre Tochter in die Salzburger Kinderpsychiatrie.

Nach vielen Therapiesitzungen vertraut sich Claudia den Ärzten an und erzählt von den sexuellen Übergriffen, die sie als 5-Jährige erlebt habe. Claudia entscheidet sich, ihren Stiefvater anzuzeigen.

Es beginnt ein steiniger Weg über Einvernahmen und Gutachten, begleitet von ständigen Erinnerungen an das Geschehene. „Meine Familie hat mir die Kraft dafür gegeben, alleine hätte ich es nie geschafft”, sagt die heute 17-Jährige.

Drei Jahre dauert das Verfahren – und endet für den Angeklagten mit einem „Freispruch im Zweifel”.

So ergeht es vielen Opfern, deren Missbrauch Jahre zurückliegt.

  • Einstellung des Verfahrens
  • oder Freispruch aus Mangel an Beweisen.
  • Den Betroffenen bleibt das Gefühl: „Warum habe ich mir das angetan”.

Burgit Bock hat für THEMA mit dem Mädchen gesprochen.

Ex-Kindopfer Claudia erzählt…

ORF – Interview am 29.06.2009 bei „Thema „ ausgestrahlt.

Moderator Christoph Feuerstein:

Claudia hat nach Jahre langem Ringen ihren Stiefvater anzuzeigen, er soll sie als Kind sexuell missbraucht haben. Im Prozess musste sie nochmals in den Erinnerung en alles durchleben und dann:

DER FREISPRUCH!

Kein Einzelschicksal.

Die Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs nehmen zu, die Verurteilungen gehen aber zurück. Der Grund, vor allem in Fällen wo der Missbrauch Jahre zurück liegt, bleibt nur noch die Aussage der Opfer!

Claudia gibt aber nicht auf und geht jetzt zum obersten Gerichtshof.

Um anderen Mut zu machen hat sie Burgit Bock, ihre Geschichte erzählt.

Claudia:

Mir ist es gar nicht gut gegangen, Ich habe mich selbst verletzt, durch das bin dann in die Klinik gekommen.

Mir ist es überhaupt nicht gut gegangen, ich habe mich selbst verletzt, dadurch bin ich auch in die Klinik gekommen. Ich bin damit nicht klar gekommen. Am Anfang wollte ich, ich habe mich auch im Gesicht selber verletzt, da wollte ich das damit bezwecken, dass es jemand sieht, dass es mir nicht gut geht. Weil ich auch nicht reden gekonnt habe und auch andere Schmerzen, die physischen und die seelischen.

Mutter von Claudia:

Meine Tochter hat absolut keine Ausstrahlung mehr gehabt. Überhaupt keinen Lebenswillen, also es war gar kein Leben mehr in dem Mädchen. Ja, absolute Traurigkeit, Wut, alles im Allen einfach ja, sie war nicht mehr im Leben.

Sprecher:

Damals ist Claudia 14 Jahre alt. Sie ist aggressiv zunehmend beginnt sich selbst zu verletzen, mit einer Rasierklinge schneidet sie tiefe Wunden in ihren Körper. Ihre beiden Oberarme sind völlig vernarbt. Es folgen Selbstmordversuche. Claudias Mutter ist verzweifelt und bringt ihre Tochter in die Kinder und Jugend- Psychiatrie. Dort spricht sie erstmals davon dass ihr Stiefvater als sie 5 Jahre alt war missbraucht habe.

Burgit Bock:

Hast Du dich manchmal auch gefragt, warum ist mir das passiert?

Claudia:

Ja, das habe ich mich sehr oft gefragt. Ich habe sehr starke Schuldgefühle gehabt. Ich habe immer alles, die Fehler an mir gesucht habe, ich habe immer gedacht, hätte ich vorher etwas gesagt, wäre es niemals so weit gekommen.

Wenn ich mir die Fragen noch länger stellen täte, dann wäre ich daran kaputt gegangen, das tue ich nicht mehr, aber früher habe ich sie mir Tag für Tag gestellt.

Mutter von Claudia:

Also als Mutter denkt man sich, das muss man sehen. Es gibt viele Fragen:

  • Welche Situation war das?
  • Wo war ich?
  • War ich nicht zu Hause?
  • Habe ich nicht gut genug aufgepasst?

Sie hat Zeichen gesetzt, wie man jetzt gesehen hat unddann die große Frage:

  • „Wie kann man so einen überhaupt ins Haus lassen?

Das war der größte Vorwurf meiner Seits!

  • Wenn ich diesen Mann nie ins Haus gelassen hätte, wäre den Kindern das nicht passiert, aber es ist passiert, ich habe mich damals, ich war verliebt.
  • Ich habe ihn geheiratet weil ich ihn geliebt habe, meinen Sohn mit ihm bekommen.
  • Ja, das ist das allerschlimmste, mit dem komme ich allerdings auch nicht zurecht. Dass ein Mensch, einem wirklich so täuschen kann. Man soviel übersehen kann. Das geht einen nicht ein.

Sprecher:

Insgesamt mehr als 10 Monate verbringt, Claudia stationär in der Jugendpsychiatrie in der Christian Doppler Klinik in Salzburg.

Obwohl ihre Mutter drei bis vier Mal pro Woche zu Besuch kommt, fühlt sich Claudia fremd und allein, aber sie ist zum 1.Mal bereit sich auf eine Therapie einzulassen .Merkt selbst dass sie Hilfe braucht um ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie beginnt ihre Gedanken aufzuschreiben und zu malen. Langsam lernt sie andere Jugendliche kennen und schließt Freundschaften.

Claudia:

Dass was mich dazu bewogen hat dass ich rede, das so viele andere in der Klinik waren denen das auch passiert ist. Dann habe ich gemerkt ich bin nicht alleine, da ich immer gedacht habe ich bin alleine mit dem. Die haben auch gesagt, dass sie das immer wieder tun würden darüber reden, dass das besser ist. Ja, dann habe ich mich entschieden, dass ich mit einer Krankenschwester darüber rede, zu der ich großes Vertrauen gehabt habe.

Es war ziemlich schwer, aber im Nachhinein, war es eine große Erleichterung.

Sprecher:

Die Kinder & Jugendlichen können sich auf die Verschwiegenheitspflicht der Therapeuten verlassen. Dass ist für viel sehr wichtig. Alle Schritte passieren nur mit ihrem Einverständnis.

Leonard Thun-Hohenstein Leiter der Kinderpsychiatrie Salzburg:

Wenn wir einmal vom Kind darüber Bescheid wissen, ist da ja eine relativ heikle Situation.

Ich als Arzt bin an sich verpflichtet anzuzeigen, darf es aber im Sinne des Kindeswohles aufschieben.

Das passiert dann auch immer und wir setzen uns dann mit der Kinderschutzgruppe in Verbindung. Wir stellen dann diesen Fall in dieser Einrichtung dar. Das ist eine Spitalsinterne Einrichtung und überlegen dann welche Schritte sind dann zu machen:

  • Jugendamt zu verständigen,
  • Anzeige zu erstatten Ja, oder Nein,
  • dass sind dann die Schritte die wir entwickeln immer mit den Kindern gemeinsam entwickeln.

Also wir sind da sehr vorsichtig und behutsam und begleiten die Jugendlichen Kinder durch diesen Prozess. Weil es ja nur Sinnvoll ist wenn die Kinder auch bereit sind auszusagen. Dann ist auch Sinnvoll eine Anzeige zu erstatten, vor allem wenn die Dinge schon länger zurückliegen. Weil ja da gar keine Beweise mehr da sind die man auch verwenden könnte.

Sprecher:

Claudia entscheidet sich ihren Stiefvater anzuzeigen. Der Anfang eines langen steinigen Weges für sie und ihre Familie. Es beginnt mit polizeilichen Einvernahmen. Dann folgen die Einvernahmen durch einen Untersuchungsrichter für die Verhandlung und die Begutachtung durch einen Sachverständigen. In Fällen in denen der Missbrauch schon viele Jahre zurückliegt und es keine anderen Beweise mehr gibt, spielt die Aussage des Opfers die zentrale Rolle. Immer wieder muss Claudia sich das Erlebte in Erinnerung rufen, sie droht daran zu zerbrechen.

Claudia:

Ja, ich war sehr aufgeregt, ich war sehr nervös immer. Ich habe ja viel am Anfang nicht ausdrücken können, darum haben sie auch daran gezweifelt. Weil ich erst bei der dritten Aussage so weit war, so stark war dass ich alles erzählen konnte. Weil es auch schwierig war für mich, weil ich selber noch nicht so stark war. Aber ich bin immer stärker geworden mit der Zeit!

Mutter von Claudia:

Meine Tochter hat nach jedem Verhör wieder Wochen gebraucht, um sich ein wenig aufzurappeln, um wieder etwas stärker zu werden wieder am Leben Teil zu nehmen. Und es war jedesmal so, wenn sie diesen Punkt erreicht hat, ja, dass sie es wieder ein wenig gepackt hatte, ist der nächste, ist das nächste Verhör gekommen. Es ist immer irgendwann wieder etwas gekommen, was sie wieder zu Fall gebracht hat.

Sprecher:

Eine der wesentlichen Aufgaben des Kinderschutzzentrums Innsbruck ist die Prozessbegleitung von Missbrauchs Opfern und ihren Angehörigen. In den meisten Fällen haben die Betroffenen noch nie davor etwas mit dem Gericht zu tun gehabt und sind verunsichert. Auch Claudia wurde hier betreut.

Cornelia Veith hat sie über den bevorstehenden Prozesses informiert, sie über ihre Aussage vor Gericht aufgeklärt und sie hat Claudia auch gesagt, dass Missbrauchsprozesse sehr oft mit einem Freispruch für den Angeklagten enden.

Cornelia Veith :

Für uns ist es natürlich für unsere Arbeit ist es ideal wenn sich die Betroffenen bevor sie noch die Anzeige machen an das Kinderschutzzentrum oder die Beratungsstellen wenden, weil dann kann man mit ihnen ganz genau hinschauen und ihnen die Vor – & Nachteile und die Konsequenzen einer Anzeige aufzeigen mit ihnen das besprechen, weil das , sobald einmal eine Anzeige gemacht worden ist, kann sie nicht mehr rückgängig gemacht werden. Und es ist eben so dass die Betroffenen nicht zu einer Anzeige gedrängt oder dort beeinflusst werden sollen. Aber wenn sie sich entscheiden, das ist ganz klar und dann muss es für sie stimmig sein. Weil da muss ihnen auch klar sein was da alles auf sie zukommen wird.

Sprecher:

Um Missbrauchsopfern, die Begegnung mit dem Angeklagten bei Gericht zu ersparen werden sie im Vorfeld einvernommen. Ihre Aussage wird im dann im Prozess auf Video zugespielt.

Diese sogenannte kontradiktorische Einvernahme dient dem Opferschutz und ist gesetzlich verankert. Doch sie hat auch einen großen Nachteil.

Andrea Hönig -Limberg Rechtsanwältin:

Ja, der Beschuldigte, der ist eigentlich in einer stärkeren Position!

Weil er kann sich:

1. diese Aussagen des Opfers natürlich vorher anschauen,

2. Er kann dann auch das Protokoll lesen,

3. Er kann sich sehr gut darauf vorbereiten,

4. Und es gibt dann in der Hauptverhandlung

5. gibt es nur mehr ihn!

Ja, also, er kann ganz gezielt darauf hinarbeiten, diese Aussagen des Opfers ins Wanken zu bringen

  • Er kann irgendwie versuchen andere Beweise noch vorzulegen,
  • Und Zweifel zu streuen und hin und her,

Und durch die kontradiktorische Einvernahme, hat das Opfer eben überhaupt keine Möglichkeit mehr in der Hauptverhandlung noch irgendwas einzuwirken.

Oder sich einmal spürbar zu machen!

Weil eine Zeugenaussage ist ja nicht nur ich habe ein Stück Leinwand oder einen Fernsehschirm vor mir, sondern meine Zeugenaussage heißt:

Ich bekomme einen Eindruck von einem Menschen.

Sprecher:

Mit 14 hat Claudia E. erstmals das Erlebte niedergeschrieben. Es ist ein Aufschrei in Vers Form. Sie bringt all ihre Wut und Verzweiflung und Verletztheit zu Papier. Während der vergangenen drei Jahre überwindet sie sich immer wieder.

Erzählt ihre Geschichte, der Polizei, den Richtern und den Sachverständigen. Als man ihr nahelegt in der Hauptverhandlung noch einmal selbst auszusagen, ringt sie sich auch dazu durch.

Dennoch kommt es zu einem Freispruch!

Mutter von Claudia:

Das war die schlimmste Antwort: „Sie glauben zwar an die Wahrheit der Aussagen der Kinder, aber es ist trotzdem ein Freispruch. „

Passt für mich absolut nicht zusammen.

Burgit Bock:

Ist man enttäuscht vom System?

Mutter von Claudia:

ABSOLUT!

Total enttäuscht also ich glaube an keine Gerechtigkeit mehr.

Claudia:

Ich habe es im Großen und Ganzen für meine Familie getan, weil ich eben dann erfahren habe, dass mein Bruder auch betroffen ist. Ja, meine Familie hat mir die ganze Kraft gegeben. Meine Freunde.

So für mich alleine hätte ich es nicht getan! Ich habe es für meine Freunde gern gemacht.

Sprecher:

Ihr Stiefvater soll auch ihren Bruder missbraucht haben. Er ist sein leiblicher Sohn. Der heute 9 jährige hat ebenfalls vor Gericht ausgesagt.

Dennoch kommt es zum Freispruch im Zweifel.

Die Schöffen sehen den Missbrauchs Vorwurf nicht zu 100% bewiesen.

Und im österreichischen Gesetz gilt der Grundsatz:

IM ZWEIFEL für den ANGEKLAGTEN!

Leonard Thun-Hohenstein:

Ich kenne einige Jugendliche, wo das dann zum Schluss zu einer Verurteilung geführt hat und dort hat bei der Einen, die ich besonders in Erinnerung habe, die Symptomatik aufgehoben. Die ist sozusagen völlig erleichtert aus dem herausgekommen aus der Gerichtsverhandlung:

„So endlich ist das geklärt, jetzt weiß ich, dass war Unrecht, jetzt habe ich Recht bekommen, ich kann jetzt mein Leben neu beginnen.”

Sprecher:

Zur Hauptverhandlung tritt Claudia in das Gericht nicht über die Hintertür, zum SCHUTZ des Opfers empfohlen wird.

Claudia:

Ich habe keinen Grund mehr gesehen, dass ich mich verstecken sollte. Da sollte eher er sich vor uns verstecken. Nicht wir vor ihm!

Die Anwältin hat zwar gesagt es ist besser, wenn ich ihn nicht sehe, aber ich habe es darauf ankommen lassen dass ich ihn sehe!

Burgit Bock:

Was sind da für Gefühle hoch gekommen als du ihn gesehen hast?

Claudia:

Einfach nur Hass! Mehr nicht.

Quelle: ORF 2 -„THEMA” 29.06.2009

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Anita  Ossinger sprach über ihren Fall…

ORF 2- THEMA – „MISSBRAUCH – Opfer aus der Steiermark erzählt” gesendet 9.02.2009

“Sei lieb zu Berndi”

SEI LIEB ZU BERNDI... Biografie und politischer Skandal Österreichs...

SEI LIEB ZU BERNDI... Biografie und politischer Skandal Österreichs...

Heute unser Thema: Missbrauch und sich davon befreien…

Sprecherin:

Anita Ossinger war 11, als sie das 1.Mal missbraucht wurde.

Es war ein freund der Familie und Lehrer. Anita reagierte mit Angst mit Scham und mit Schweigen.

Ein, Jahrzehnte langes Martyrium, erst jetzt mit 50 bricht Anita Ossinger ihr Schweigen. Sie hat ein Buch geschrieben und Susanna Zaradic ihre Geschichte erzählt.

Anita Ossinger:

Ich denke, wenn man mal darüber spricht, was man erlebt hat, was einem wiederfahren ist, kann man auch etwas verändern!

Solange man nicht darüber spricht, bleibt es im Geheimen und man kann nichts verändern.

Sprecher:

Anita Ossinger ist 11 Jahre alt, als sie das 1.Mal, missbraucht wird von einem fast 30 jährigen Mann. Der bei Ihren Eltern als Gast ein und aus ging. Er ist Dorfpfarrer, seine Anwesenheit schmeichelte der Familie.

Anita gilt sein besonderes Interesse. Es ist leicht ihr Vertrauen zu gewinnen.

Er nimmt den verständnisvollen Freund, wenn Anita fast täglich von ihrer Mutter geprügelt wird und so tappt sie auch in die Falle. Er lockte sie in seine Wohnung, sie stellt sich tot während,er sich an ihr befriedigt.

Anita Ossinger:

Man kann nicht entkommen. Also ich konnte ja nicht entkommen, am Berg in einer Schule, in einer Bergschule und Niemand, rund herum. Dass hätte mir nichts genützt, wenn ich geschrien hätte und befreien konnte ich mich auch nicht. Weil er zu kräftig war. Der ist auf mir gelegen. Und ich konnte es auch nicht. Ich hätte mich das auch nicht, getraut. Und irgendwie habe ich mir gedacht, wenn ich tot bin dann passiert das alles nicht, dann ist es nicht.

Sprecherin:

Gehetzt, als würde ich von Leibhaftigen verfolgt raste ich mit meinem Rad ins Tal. Meine größte Furcht war, dass es jemand merken würde.

Anita Ossinger:

Bin dann dort einem Fußgänger begegnet und da habe ich mir gedacht: “Jessas, der muss das sehen”, was da jetzt passiert ist, das muss der sehen, dass muss offen daliegen. Das muss jeder sehen.

Aber das hat niemand gesehen. Es hat dann weder dieser Mann noch gesehen, noch meine Mutter, die hat das schon gar nicht gesehen. Auch meine Freundinnen nicht. Das ich mir gedacht habe, wenn das niemand sieht, dann behalte ich es für mich.

Sprecher:

Anita geht nie wieder zu Besuch beim Dorflehrer, doch das nützt nichts. Das Martyrium nimmt erst seinen Anfang. Der Lehrer wird Untermieter bei Anitas Eltern. In der Ortschaft beginnt man zu munkeln doch keiner tut etwas. Anitas Eltern schert das Gerede wenig. Anitas Mutter lässt zu, dass der Mann nun mit Anita im Ehebett schläft. Weil es angeblich im Kabinett zu kalt ist.

Sprecherin:

Haben Sie sich von ihrer Mutter verkauft gefühlt?

Anita Ossinger:

Ja schon, schon ja! Auch vom Vater, die haben mir das Gefühl gegeben: „Ich war diejenige die diesen Menschen, diesen erwachsenen Mann verführt hat. Ich habe die Situation ausgenützt also ich bin Schuld dafür und sie stehen mir jetzt bei, weil sie können mich ja nicht im Stich lassen. Und als Kind habe ich das geglaubt.”

Sprecher:

Im Ort galt Anita nur mehr als Lehrer – Hure. Sie wird von allen gemieden und verliert auch ihre Freudinnen. Dass aus dem einstmals fröhlichen Mädchen ein verschlossenes, eingeschüchtertes Wesen geworden ist, scheint niemandem aufgefallen zu sein.

Sprecherin:

Tag für Tag- Nacht für Nacht drang er in meinen Körper ein, denn ich schon fast verlassen hatte. Abgestreift hatte. Nun forderte er mein Innerstes. Der Wahnsinn wurde zur Normalität.

Sprecher:

Anita ist inzwischen 13 Jahre alt, sie wird schwanger. Sie bricht die Schule ab. Der sie untersuchende Arzt meldete die Schwangerschaft nicht den Behörden.

Sprecherin:

Ich war völlig alleine, nur durch das Kind in mir fühlte ich mich nicht ganz verlassen, es gehörte mir. Ich würde jemanden zum Spielen haben. Ich verspürte zum 1.Mmal ein Glücksgefühl.

Sprecher:

Schwängerung einer Minderjährigen, darauf steht Gefängnisstrafe auch für den Lehrer Bernd! Um ihn zu decken versteckte Anitas Mutter sie im Ausland. Er blieb in Österreich, eine Zeit in der Anita Ossinger durchatmen kann. Ihr bester Freund wird ein Kettenhund mit dem sie täglich stielt.

Sprecherin:

Niemand hat ein jemals gekämmt oder gebadet und sonst wenig Notiz von einem genommen .Wir waren Seelenverwandte der Kettenhund und ich.

Beide konnten wir unserem Schicksal nicht entfliehen.

Anita Ossinger:

Ich glaube das entsteht aus dieser Opferhaltung heraus, entsteht’s. Das habe ich von Anfang an:

„Ich” bin die Schuldige” und aus dem heraus entsteht dass, das man gar nicht das Recht hat auf zu- begehren. Das Gefühl habe ich ja immer gehabt. Und auch, man hätte mich ja auch gar nicht ernst genommen. Das hätte ja niemand geglaubt.

Sprecher:

Zur Entbindung muss sie zurück nach Graz. Sie wird in das Heim „der offenen Tür” gebracht. Ein Heim für ledige Mütter.

Es ist der genannte Lehrer, der sie in die Klinik brachte, er gab sich als guter Freund der Familie aus, dass glaubte man ihm dort. Anita Ossinger bringt im Heim ein Mädchen auf die Welt.

Sprecherin:

Ein Gefühl von Glück und Frieden erfüllte mich, ich habe etwas ganz großes geschafft.

Sprecher:

Nach der Entbindung wollen Polizei und Fürsorge wissen wer Kindesvater ist. Doch Anita Ossinger schweigt.

Anita Ossinger:

Für die war ja auch ich die Schuldige, dass böse Früchtchen und da öffnet man sich nicht. Das ist ja auch so eine Sache, wenn man als Kind einen Vertrauensmissbrauch erliegt, so wie ich es, dann öffnet man sich fast überhaupt nicht mehr.

Sprecher:

Außerdem hatte sie Angst, dass man ihr das Kind wegnimmt.

Anita Ossinger:

Denn ich habe das aufgeschnappt, wenn irgendetwas schief geht, ich den Namen verrate von diesem Berndi, die das Kind damals wusste man ja noch nicht dass es ein Mädchen wird, zu meiner Mutter kommt, dass die mein Kind groß zieht. Und dass wollte ich auf keinen Fall! Das war für mich schon schwierig und das würde ich meinem Kind nicht zumuten.

Sprecherin:

Sie würden lieber bei ihm bleiben?

Anita Ossinger:

Ja, und ich würde es heute wieder so tun!

Sprecher:

Doch das Geheimnis fliegt auf. Als sie Anitas Vater als Missbrauchter verdächtigt wird liefert er Bernd der Polizei aus. Bernd kommt ins Gefängnis. Die Geschichte wird publik. Die Presse im In-&Ausland stürzt sich auf die Geschichte, sogar der deutsche „Stern” schreibt darüber.

Anita Ossinger:

Der ist gekommen, der Reporter und das weiß ich noch ganz genau, der hat gesagt:” Ich müsste mir was anziehen, also was sexy ist”. Seine Leser “wollen das” sehen. Und ich hab’ ja nur den braunen Minirock den ich einmal geschenkt bekommen hab’ und sonst nichts. Oben herum habe ich einen Rollkragenpullover angehabt, sonst nichts gehabt und ja.

Sprecherin:

Sie haben das gemacht?

Anita Ossinger:

Ja natürlich, die die vom Heim, die Heimleiterin hat gesagt:”Ich muss es machen. Die Eltern haben unterschreiben, die haben ein Geld bezahlt, ich war ja noch Minderjährig ich musste es machen. Es blieb mir nichts anderes über.

Sprecher:

Bernd wird zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt, doch der Anwalt erwirkt eine Heiratserlaubnis vom damaligen Bundespräsidenten Franz Jonas. Die Medien spielten dabei eine große Rolle. Aus der Skandalgeschichte wird eine Love -Story geschmiedet.

Anita Ossinger:

Das war wieder die Bestätigung, dass die Menschen das NORMAL finden, nicht?  Jetzt noch mehr Bestätigungen in der Tageszeitung schaue ich schon runter und die steirische Love Story. Und eine 13 Jährige bekommt” ein Kind und da hast du dann alle.” Sie sind zwar alle aufgeregt, aber sie finden es als NORMAL, sie machen dann eine Liebesgeschichte daraus.

Sprecher:

Happy End einer Love Story! Jetzt hat alles seine Richtigkeit vor Gott und dem Staat, so der Schluss der Zeitungen.

20 Jahre bleibt Anita Ossinger mit ihm verheiratet auch ein Sohn wird noch geboren. Nach außen hin hat alles seine Ordnung.

Anita Ossinger schreibt in ihrem Buch: „Innerlich klafft eine Wunde die sich nicht schließen will.”

Anita Ossinger:

Damals habe ich auch das Gefühl gehabt immer übel zu riechen. Durch diesen Missbrauch, durch diesen fortwährenden Missbrauch. Ich habe immer das Gefühl gehabt, ich rieche übel. Da hat sich dieser Putzzwang entwickelt ständig zu putzen. Auffällig viel putzen, mich viel zu waschen.

Sprecherin:

Absolut abhängig erfüllte ich ihm alle sexuellen Wünsche für ein bisschen Ruhe und Harmonie.

Sprecher:

Erst Jahre später als erwachsene junge Frau trifft sie auf Menschen die sie schützen und sogar für kurze Zeit eine Arbeit als Kindergarten Helferin, verfällt aber dann wieder in Depressionen doch ihre Freundinnen fangen sie auf. Bewahren sie vor einem Selbstmordversuch. Ihre Treffen mit ihnen sind unentbehrlich geworden. Sie beginnt Bernd zu entgleiten, er droht und schlägt zu.

Anita Ossinger:

Greif mich ja nicht mehr an, sagte ich! Meine Augen haben sicher Blitze geworfen. Und er hat sich richtig erschrocken. Er hat mich sofort ausgelassen. Da habe ich zum 1. Mal gemerkt, dass ich gar nicht so schwach bin.

Oder gar nicht alles so erdulden muss, erduldet hab’, da auf mich genommen habe.

Sprecher:

Christine Donerbauer ist eine ihrer beiden besten Freundinnen. Gemeinsam mit ihrer anderen Freundin ebenfalls Christine hat sie, „sie „beim Loslösungsprozess sie unterstützt. Als Anita Ossinger beschließt ihren Mann für immer zu verlassen hilft sie ihr beim Absprung.

Christine Donerbauer:

Sie hat mich in der Früh so um 1/8 8 bis 8h angerufen und hat gesagt, ich muss schnell kommen, ich muss ihr helfen sie will weg. Sie will von Zuhause flüchten. Ob ich Zeit haben. Und ich sagte klar, kein Thema.

Ich bin sofort zu dort gewesen und war dann bei ihr in der Wohnung. Ich habe damals so einen Bus gehabt um ihre notwendigsten Sachen, was für sie notwendig war haben wir mitgenommen und dann sind wir vorerst zu mir her.

Sprecher:

Bald darauf  lernt Anita Ossinger einen Mann kennen, sie öffnet ihm ihr Herz, er unterstützt sie auf eigenen Beinen zu stehen und bietet ihr einen Job an. Es folgt ein Jahre langer Scheidungskrieg.

Der Gedanke ein Buch zu schreiben reift heran. 2 Jahre lang dauerte es bis sie das Buch fertig geschrieben hat. Ein Heilungsprozess für Anita Ossinger.

Anita Ossinger:

Das ich sicher keine Schuld habe, dass war auch mir wichtig. Mit dem Schreiben gut geworden. Ich habe eine Befreiung von einer Schuld die ich ganz am Anfang des Missbrauchs übernommen habe und die bin ich los geworden. Das hat sich jetzt ein wenig in Wut gewandelt diese Schuld.

Aber ich denke Wut gehört zur Heilung dazu.

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Bericht: Susanne Zaradic

Sprecher: Franz Robert Wagner, Karin Steger

Quelle: ORF 2 -Thema- 9.02.2009

ENDE

Link zur Buch Präsentation dem Eigenverlag:”Sei lieb zu Berndi”

Autorin: Anita Ossinger

Home: www.anita-ossinger.de/39994.html

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“ALS DER MANN KAM UND MICH MITNAHM”

Biografie eines Kindopfer von sexuellen Misshandlungen-Gewaltverbrechen …

Heidi Marks* 1957
(Biografie)

Heidi Marks - Als der Mann kam und mich mitnahm...

Heidi Marks - Als der Mann kam und mich mitnahm...

Heidi S. wurde am 25. Februar 1957 in Eschenau südwestlich von Knetzgau am Nordrand des Steigerwalds geboren und wuchs dort auf. 1961 wurde die damals Vierjährige von einem vierzehnjährigen Nachbarjungen in die Büsche gezerrt. Von da an nutzte der Heranwachsende jede Gelegenheit, das Kind sexuell zu missbrauchen. Den Eltern erzählte Heidi nichts, denn der Junge schärfte ihr ein, die Mutter würde sie dann nicht mehr mögen. „Sie hat ja auch schon ein neues Mädi.” (Damit meinte er Heidis jüngere Schwester.) Außerdem drohte er damit, ihre nach Eschenau zugezogene Familie aus dem Ort zu jagen. Heidis ahnungslose Mutter bat den Nachbarjungen sogar des Öfteren, auf ihre Tochter aufzupassen. Von ihrem elften Lebensjahr an wurde Heidi dann auch noch von einem drei Jahre ,älteren Bauernsohn missbraucht.

Im letzten Schuljahr drängte sie ihre Eltern, sie die Hauswirtschaftsschule im hundert Kilometer entfernten Neuendettelsau besuchen zu lassen. Ohne zu wissen, warum die Fünfzehnjährige unbedingt aus Eschenau fort wollte, stimmten die Eltern zu. Drei Jahre später versuchte Heidi, sich das Leben zu nehmen, doch der Selbstmordversuch missglückte. Mit vierundzwanzig wanderte Heidi S. in die USA aus. Dort „ in Tacoma, Washington „ heiratete sie im April 1982 den Amerikaner Ricky Marks, absolvierte eine Ausbildung zur Lehrerin für Datenverarbeitung und begann, Soldaten und Zivilangestellten der Armee im Umgang mit dem Computer zu schulen. Nur ihrem Ehemann erzählte sie, dass sie als Kind von zwei Männern elf bzw. vier Jahre lang missbraucht worden war. Immer wieder kamen die Erinnerungen an die Erlebnisse in Eschenau hoch, und Heidi Marks litt jahrelang unter schweren Depressionen. „Ich habe ein Leben lang Schuldgefühle aufgebaut, hatte nie Selbstvertrauen, kämpfte mit Minderwertigkeits- und Schuldkomplexen,” wird sie später sagen. Anfangs war sie noch zu klein gewesen, um zu verstehen, was der Nachbarjunge mit ihr gemacht hatte, dann schwieg sie wegen seiner Drohungen, schließlich aus Scham und aus Furcht vor dem Gerede.

Im März 2007 kam Heidi Marks mit ihrem Mann , mit dem sie im Jahr zuvor nach Fort Wayne, Indiana, gezogen war  für vier Wochen nach Deutschland, um ihren 50. Geburtstag und die Silberne Hochzeit mit den Eltern, ihren beiden Schwestern und deren Familien in ihrem Heimatort zu feiern. Fünf Tage vor dem Rückflug saß sie mit einer Freundin in einer geselligen Runde. Jemand erwähnte einen Zeitungsartikel über Sexualdelikte. Gerüchten zufolge waren Ermittlungen gegen zwei Männer aus Eschenau wegen Verjährung eingestellt worden. Als Heidi Marks begriff, dass sie nicht deren einziges Opfer gewesen war, nannte sie plötzlich die Namen, begann zu schluchzen  und löste bei ihrer Freundin Entsetzen aus.

Irmgard M., die Frau, die 2006 Anzeige erstattet hatte, ist zwei Jahre junger als Heidi Marks. 1973 sei sie als Konfirmandin in der Waschküche des evangelischen Pfarrhauses von Eschenau von dem neunzehnjährigen Bauernsohn Siegfried W. vergewaltigt worden, erklärte sie. „Wir pflücken euch alle”, soll er gehöhnt haben. Es handelte sich um einen der Männer, der nun auch von Heidi Marks beschuldigt wurde. Trotz seiner Drohungen war Irmgard M. damals zu ihrer Mutter gegangen, aber aus Angst, Eschenau wegen des Geredes mit ihren sieben Kindern verlassen zu müssen, hatte die Witwe sie aufgefordert, zu schweigen. Als Irmgard M. vierunddreißig Jahre später endlich zur Polizei ging, war der Fall verjährt.

In der Nacht nach dem Treffen mit ihrer Freundin beriet Heidi Marks sich mit ihrem Mann und am nächsten Tag mit einer ihrer Schwestern. Am 28. März wandte sie sich an die örtliche Polizei, wurde aber darauf hingewiesen, dass sie nach so vielen Jahren keine Anzeige mehr erstatten könne, weil mögliche Straftaten in jedem Fall verjährt seien. Immerhin nahm zwei Tage später eine Kriminalbeamtin aus Schweinfurt ihre Aussage auf, und die Polizei ging den Vorwürfen nach. Während Heidi Marks bereits wieder in Fort Wayne war, gaben auch noch andere Frauen zu Protokoll, sie seien als Kinder und Jugendliche von denselben Männern in Eschenau missbraucht worden.

Im Dorf kursierten Gerüchte. Es war zwar bekannt, dass „die Amerikanerin” einen Stein ins Rollen gebracht hatte, aber zunächst wusste man nicht, welche Frauen ähnliche Beschuldigungen erhoben hatten.

Am 6. Mai 2007 trafen sich Vertreter verschiedener Vereine und der Feuerwehr im Gemeindesaal in Eschenau, um die Vorbereitung des alljährlichen Dorffestes am 23. Juni zu besprechen. Doch der Zeug wart der Feuerwehr beantragte, das Fest ausfallen zu lassen; man könne nicht feiern, während gegen zwei Bewohner wegen des Missbrauchs von Kindern ermittelt werde. In dem Gezänk gab eine der Organisatorinnen zu, ihr Ehemann Alfred habe zwar mal etwas mit einem Mädchen gehabt, aber das sei „vor siebenundzwanzig Jahren” gewesen und mit den Eltern des Kindes habe man sich damals „einvernehmlich verständigt”.

Heidi Marks erfuhr in Fort Wayne durch Telefongespräche, dass ihre Eltern beschimpft wurden und ihr Achtundsiebzigjähriger Vater von zwei Höfen gejagt worden war, als er das kirchliche Sonntagsblatt hatte einwerfen wollen. Aus Sorge um ihre Angehörigen in Eschenau flog Heidi Marks erneut nach Deutschland. Diesmal konnte ihr Mann sie allerdings nicht begleiten. Am 17. Mai  dem Feiertag Christi Himmelfahrt  traf sie in Frankfurt am Main ein.

Am selben Tag erhängte sich Siegfried W. in einer Scheune in Eschenau. Der Dreiundfünfzigjährige, der wohl gewusst hatte, dass die Vorwürfe gegen ihn wegen Verjährung gerichtlich nicht hätten geklärt werden können, hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem es hieß: „Die Familien und ihre Helfershelfer werden mit ihren Anschuldigungen und Lügen nicht aufhören. Und ich werde nicht büßen für Dinge, die ich nicht getan habe.” Das Haßfurter Tagblatt” lehnte es zwar ab, diesen Text „ wie von den Hinterbliebenen gewünscht  in die Todesanzeige aufzunehmen, aber der Inhalt des Schreibens wurde auch so bekannt. Als Siegfried W. am 23. Mai bestattet wurde, folgten dem Sarg dreihundert Trauergäste, obwohl es in ganz Eschenau nur 190 Einwohner gab: Der wohlhabende Großbauer hatte zu den angesehenen Bürgern des Dorfes gehört und war auch in der Umgebung bekannt gewesen.

Auch der sieben Jahre ältere zweite Beschuldigte Alfred G. trug sich mit Selbstmordgedanken, aber ein von seiner Ehefrau zu Hilfe gerufener Nachbar konnte sie ihm ausreden. Er wurde am 24. Mai festgenommen.

Die Stimmung in Eschenau richtete sich weniger gegen die beschuldigten Männer als gegen die Frau, die alles ins Rollen gebracht hatte. Bundesweit berichteten die Medien über die Vorkommnisse in Eschenau. Rufmord und Nestbeschmutzung warfen die Bürger Heidi Marks deshalb vor. Von Reportern erfuhr sie, was zornige Dorfbewohner über sie redeten. „Die wird schon ihren Busen ausgehängt haben”, hieß es beispielsweise in einem Leserbrief an eine Lokalzeitung. Am 27. Mai warnte sie der Wirt des Gasthofes, in dem sie sich einquartiert hatte, ein anonymer Anrufer habe ihm gesagt: „Wenn die nicht sofort geht, könnte was passieren.” Daraufhin packte Heidi Marks ihre Sachen und floh zum zweiten Mal aus ihrem Heimatort.

Am 21. September beantwortete Heidi Marks in der vom SWF ausgestrahlten Talkshow “Nachtcafe”, die an diesem Abend unter dem Motto „Leichen im Keller” stand, die Fragen des Moderators Wieland Backes. Dabei sprach sie bewusst von einem fränkischen Dorf, ohne den Namen ihres Heimatortes zu erwähnen und betonte, dass es ihr nicht um Rache ging. „Ich will nicht mehr schweigen müssen, über das, was mir angetan wurde”, sagte sie, „Ich will verhindern, dass „ähnliches anderen Mädchen und Frauen angetan wird.”

Während die Staatsanwaltschaft Bamberg die Ermittlungen gegen den toten Großbauern eingestellt hatte, musste sich der andere Beschuldigte, der sechzigjährige kaufmännische Angestellte Alfred G., am 10. und 11. Oktober 2007 vor dem Landgericht Bamberg verantworten: Ein kleiner Mann mit großer Brille und gerötetem Kopf. Sein grauer Vollbart wird zum Kinn hin breiter, lässt das Gesicht kantig wirken. (Andreas Unger, „Tagesspiegel”, 13. Oktober 2007). Weil ein Teil der Vorwürfe verjährt war, ging es in dem Prozess nur noch um drei mutmaßliche Opfer aus zwei Generationen, aber Heidi Marks wurde als Zeugin geladen. Als der Verteidiger Jörg Händler behauptete, ihm sei zu Ohren gekommen, dass sie es „ganz schamlos getrieben” habe, fragte Heidi Marks rhetorisch zurück: „Mit vier Jahren? „

Im Juli 1978 soll Alfred G. die damals siebenjährige Beate G. von einem Kindergartenfest abgeholt haben. Statt sie gleich nach Hause zu bringen, sei er mit ihr auf einen Waldweg gefahren, lautete die Anklage. Ein halbes Jahr später habe er Beate in einem Gartenhaus erneut bedrängt. Alfred G. gestand zwar, das Kind an den Genitalien berührt zu haben, betonte jedoch, dass es nicht zu einer Penetration gekommen sei. Beate hatte ihren Eltern erst nach zwei Jahren von den Übergriffen des Familienfreundes und Vaters von drei Söhnen erzählt. Dessen Ehefrau, die als Tagesmutter in Eschenau tätig war (!), konnte Beates Eltern überreden, nichts gegen ihn zu unternehmen.

Das Gericht hielt es am Ende für erwiesen, dass Alfred G. sich nicht nur an Beate, sondern Mitte der Neunzigerjahre bzw. im Herbst 2005 auch an zwei weiteren Mädchen vergangen hatte. Wegen Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauchs zwischen 1978 und 2005 wurde er zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. „Es gibt kaum etwas Schlimmeres, was man einem Kind antun kann”, meinte der Richter Konrad Dengler. (Das Urteil ist seit März 2008 rechtskräftig.)

Das idyllische Dorf Eschenau kam nicht zur Ruhe. Das Kesseltreiben gegen Irmgard M. und die Angehörigen von Heidi Marks ging weiter. Eine von Heidi Marks’ Schwestern zog mit ihrer Familie fort, weil sie Nägel in den Reifen des Autos entdeckte, die Anfeindungen nicht mehr ertrug und sich Sorgen um ihre Kinder machte, die im Heimatort gemieden wurden. Mitte Oktober 2007 kam es bei einer Bürgerversammlung in Eschenau, die von etwa hundert Personen besucht wurde, zu einem Eklat: Man verhöhnte die „vermeintlichen Opfer” sexueller Übergriffe und bezeichnete die Hinterbliebenen des Mannes, der sich erhängt hatte, als „die eigentlichen Opfer”. Ein Zeuge kommentierte: Das war ein Tribunal. Das war Mittelalter.

Heidi Marks beschrieb die Vorgänge in einem Buch mit dem Titel

Als der Mann kam und mich mitnahm.”

Die Geschichte eines Missbrauchs,

das der Fackelträger Verlag in Köln aus Sorge vor einer einstweiligen Verfügung im Frühjahr 2008 erst einmal nur in einer Auflage von 250 Exemplaren veröffentlichte (mit Berichten von Susanne Will,

260 Seiten, ISBN 978-3-7716-4368-3).

Quelle: © Dieter Wunderlich 2008

aster

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ENDE

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Der Schutz für Kinder ….

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