30. Juli 2009
Die Angst vor dem 2. Täter…
Muss Natascha Kampusch’s Fall neu aufgerollt werden?
Ein Mädchen klagt an.
Exklusiv-Enthüllung
Quelle: die aktuelle 23.08.2008

N.K. sagte immer es gibt nur einen Täter...
Zwei Mädchen auf dem Weg zur Schule. Beide scheinen noch etwas träge und verschlafen vom frühen Aufstehen zu sein. Und von Märzmorgens.
Die Ältere nimmt die Jüngere die vor ihr geht kaum wahr, obwohl sie gerade Mal einen Steinwurf entfernt ist.
Vielleicht auch weil eine Zehjährige in den Augen einer Zwölfjährigen noch ein Kind ist, dem man keine Beachtung schenken muss.
Das Kind nähert sich langsam einem weißen Transporter, der an der Straße parkt. Es ist nicht mehr weit zur Schule an der Briochiweg, draußen im 22.Wiener Bezirk.
Aus unerklärlichem Grund hebt das zwölfjährige Mädchen den Kopf, als wäre es dazu von einer unsichtbaren Macht gezwungen worden. Das Kind vor ihm ist noch wenige Schritte vom weißen Lieferwagen entfernt. Den beiden Mädchen sollten jetzt nur noch ein paar Sekunden ihrer kindlichen Unschuld bleiben, bevor sich ihre Schicksalswege verhängnisvoll kreuzen.
Für wenige Augenblicke nur, aber lange genug, um das Leben beider Mädchen zu zerstören.
Als die Zehnjährige das Auto erreicht, bleibt das ältere Mädchen wie erstarrt stehen, weil zwei Männer plötzlich aus dem Wagen gesprungen sind.
Mit schreckerweiterten Augen sieht das Mädchen, wie die Männer das Kind packen und von der Straße zerren.
Es wehrt sich verzweifelt, aber die Männer sind zu stark. Bevor sie mit dem Kind im Auto verschwinden, dreht sich der Kidnapper mit der Mütze zu dem Mädchen auf der Straße um.
Ihre Blicke treffen sich. Nur einen Wimpernschlag lang, aber der Blick dieses Mannes sollte sich unauslöschlich in die Seele des Mädchens brennen.
Als der weiße Lieferwagen längst aus dem Blickwinkel verschwunden ist, fällt langsam die Angst von dem Mädchen ab, die es auf der Strasse erstarren ließ.
Es ist der 2. März 1998 Um 7.15 Uhr an diesem Tag wurde Natascha Kampusch in eine Hölle entführt, aus der sie erst acht Jahre später entkommen konnte. Nataschas Schicksal hat die Menschen in der ganzen Welt bewegt.
Aber was wurde aus der Zeugin des Verbrechens?
Die aktuelle fand sie jetzt in Wien.
Eine junge Frau mit schwarzen Haaren und dunklem Teint, die ohne ihre Familie nicht lebensfähig wäre.
Sagt ihr Vater. Sabine Kohler, 22, (Name geändert) ist an der Angst vor dem zweiten Entführer zerbrochen.
Sie zerbrach aber auch an der Polizei, die eineinhalb Jahre lang auf ihrer Seele herumgetrampelte.
Sabine sprach am Morgen der Entführung weder mit ihren Lehrern noch mit ihren Freundinnen über das, was sich auf der Straße abgespielt hatte. Erst als sie mittags heimkam, vertraute sie sich ihrer Mutter an.
SABINE lebte in der Hölle
Am Abend entschied ihr Vater, am nächsten Tag den Vorfall der Polizei zu melden. Die Entscheidung sagt Josef Kohler heute, habe er bitter bereuen müssen. Er fühle sich seither fast mitschuldig am zerbrechen seiner Tochter.
Die Polizei hatte am nächsten Tag Sabines Aussagen zu Protokoll genommen.
Auf dem Revier im 22. Bezirk hörte Sabine zum ersten Mal den Namen Natascha Kampusch. Sie sei entführt worden, sagte einer der Beamten.
Als Nataschas Bilder im Fernsehen zu sehen waren, veränderte sich Sabine. Es war eine schleichende Veränderung, sagt ihr Vater, so ähnlich wie bei einer Grippe, die sich langsam ankündigt und immer schlimmer wird, so habe er sie wahrgenommen.
„Und als die Krankheit ausgebrochen ist, waren meine Frau und ich hilflos, weil wir zu unserem Kind fast nicht mehr durchgedrungen sind.
Wir haben uns anfangs nicht vorstellen können, dass es die Angst ist, die Sabine krank machte. Die Angst vor dem Entführer der sie gesehen hat. Sie war doch in unserer Obhut.”
Sabine war eine Vorzeigeschülerin, die mit einem Mal dramatisch abbaute. Sie schaffte es nicht mehr, sich zu konzentrieren. Ihre Noten wurden immer schlechter. Auch ihr Verhalten zuhause veränderte sich. Kaum wurde es draußen dunkel, schloss Sabine die Wohnungstüre ab. Wovor hast du Angst? Es kommt doch keiner. Wir sind ja da. Wie oft hat Josef Kohler versucht, seinem Kind die Angst zu nehmen: Sabine, niemand weiß wer du bist sagte er.
Er hat mich gesehen, der Mann, antwortete Sabine.
Und wenn er mir auf dem Heimweg auflauert?
Und mich entführt?
Von da an musste die Mutter ihre Tochter zur Schule bringen und sie abholen. Es war die Polizei, die das Mädchen schließlich endgültig in die Hölle der Angst stieß. Eineinhalb Jahre lang, erzählt der Vater, wurde Sabine alle paar Tage von der Polizei abgeholt und zu irgendeinem weißen Lieferwagen gefahren, den seine Tochter als das Entführungsauto identifizieren sollte. Hunderte Autos waren es. Hunderte Male die gleiche Geschichte, die Sabine der Polizei erzählen musste. Und mit jedem Mal wurde das Mädchen verstörter, weil es spürte, dass man ihm nicht glauben wollte, dass es einen zweiten Entführer gab.
Papa, es waren zwei Männer.
Ganz bestimmt. Ich habe sie gesehen. Du glaubst mir doch.
Sabine musste Fotos anschauen, unzählige Fotos von Männern, ob einer der Entführer sein könnte. Es waren zwei, sagte Sabine.
Ausgerechnet den Lieferwagen des Entführers Wolfgang Priklopil, der ganz besonders verdächtig war, hat man Sabine nicht gezeigt. Auch nicht Priklopils Foto.
In dieser Zeit schloss sich Sabine nachts aus Angst in ihrem Zimmer ein. Aber der unheimliche Entführer mit der Mütze ließ sich nicht aussperren. Er schaffte es immer wieder, sich in ihrem Traum zu schleichen. Und auf der Flucht vor ihm, bevor er sie zu fassen bekam, fand Sabine sich schreiend auf ihrem Bett wieder. Das verängstigte Mädchen verkroch sich dann jedes Mal im Bett seiner Eltern und klammerte sich zitternd an seiner Mutter fest. Jahrelang ging das so, sagt Josef Kohler.
Nach Einbruch der Dunkelheit ging sie nicht mehr auf die Straße. Sie hatte sogar Panik, zum Kaufladen um die Ecke zu gehen. „Wir haben mit unserer Tochter immer wieder versucht, zu sprechen. Ihre vier Geschwister versuchten sie abzulenken, aber wir alle hatten das Gefühl vor einer undurchdringlichen Mauer zu stehen”, sagt ihr Vater.
Sabine hat kaum gesprochen, als hätte die Angst sie stumm gemacht. Sie hat alle ihre Freundinnen verloren.
Josef Kohler nahm seine Tochter von der Schule, in der Hoffnung, in einer anderen Umgebung würde sie ihre Angst verlieren und ihre Konzentration und Unbeschwertheit wiederfinden.
„Ich habe Sabine in eine Privatschule gesteckt, obwohl ich mir die kaum leisten konnte bei fünf Kindern”, sagt der Vater, „aber wir mussten unserem Kind doch helfen”. Sabine scheitert aber auch hier. In seiner Not wendet sich se Vater an einen Psychologen, den er kannte.
NATASCHA, melde dich!
Die Gesprächstherapie scheiterte nach ein paar Monaten, weil sich Sabine dem Psychologen nicht öffnen wollte.
Vielleicht weil sie ihn gekannt hat, denkt der Vater heute.
Er suchte andere Psychologen auf, aber auch die gaben nach Monaten auf, „Wie soll es weitergehen mit unserem Kind? Jahrelang haben meine Frau und ich uns die Frage gestellt. Wir sind fast daran verzweifelt.”
Sabine wechselte dreimal die Schule, dreimal fiel sie durch. Erst mit 19 schaffte die einstige Vorzeigeschülerin des Hauptschulabschluss.
Sie belegte Computerkurse, die ihr vom Arbeitsamt zugewiesen wurden.
Bis heute hat Sabine keinen Job. Sie lebt noch immer bei ihren Eltern.
Am 23.August 2006 schöpften die Kohlers neu Hoffnung.
Natascha Kampusch tauchte plötzlich auf. Nach acht Jahren war sie aus ihrem Verlies geflohen. „Selbst der Freitod des Entführers Priklopil Stunden später war für uns so etwas wie Hoffnung”, sagt der Vater, „weil wir daran glaubten, daran glauben wollten, dass Jetzt alles wieder gut werden kann.”
„Ich freu mich so sehr für Natascha, dass sie frei ist,” sagt Sabine.
Als die Zeitungen später über den Polizeiskandal im Fall Kampusch schrieben, über schlampige Ermittlungen- und über einen möglichen zweiten Entführer, stürzte, Sabine wieder zurück in die Hölle, aus der sie sich gerade befreien wollte.
Papa, sagte sie, was wird jetzt aus mir? Ich bin der einzige Mensch, den der andere Entführer fürchten muss.
Sabine hat hat zum ersten Mal seit fast 9 Jahren wieder eine freundin. Mit ihr wagt sie sich wieder in die Öffentlichkeit. Sabine geht mit ihr zum Kaffeetrinken, sie geht mit ihr spazieren, zum Billardspielen. Sie war mit der Freundin sogar in der Disko.
Vor einer Woche fuhr sie zum ersten Mal in den Urlaub. Die Freundin hatte sie für ein paar Tage nach Salzburg eingeladen.
Wie soll es mit Sabine weiter gehen? Wie soll sie jemals ein befreites und angstfreies leben führen?
„Ich klage die Polizei an, weil die dem Spuck schon lange ein Ende setzen könnte”, sagt Sabines Vater.
Die Polizei kennt Nataschas Aussagen. Sie weiß, ob sie von einem oder zwei Männern entführt wurde.
Hat sich Natascha niemals nach Sabine erkundigt?
Nein.
Josef Kohler überlegt eine kurze Weile, dann sagt er: „Vielleicht hat sie Mitleid mit Sabine, wenn sie liest, was meine Tochter alles durchgemacht hat. Ich bete dafür, dass Natascha Sabine die Angst nimmt.
Das Glück meines Kindes liegt in ihrer Hand….
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Zitat:
Was geschah hier nun wirklich?
Da laut Quelle: Kurier vom 25.12.2009
Mehrere Täter?
Augenzeugin hat sich geirrt…
Der Aktendeckel im Fall Priklopil u. Mitwisser Ernst H., sowie vermutliche Mittätertheorie wird demnächst Jänner 2010 endgültig geschlossen, Adamovich aber beharrt auf seine Mehrtätertheorie. Einerseits berichtet er von einer Gegenüberstellung zwischen Natascha Kampusch und der einzigen Augenzeugin der Entführung, die zwei Täter gesehen haben will.
Jetzt räumt sie ein, sich offenbar geirrt zu haben.
Andererseits spricht Adamovich von Hintermännern:
„Die Entführung ist anders abgelaufen als geplant.” Priklopil sei ein Auftragstäter gewesen, der Plan sei aber gescheitert, und dann ist er mit ihr dagestanden” und habe erst das Verlies bauen müssen.
Was geschah hier inzwischen in dem einen Jahr(2008 das oben zu lesende Interview des Vaters), bzw. in den letzten Monaten bei der Familie der einzigen Zeugin?
- Wurde die Kron- Zeugin(damals 12) von den Hintermännern nun bedroht?
- Wurde der Familie SCHWEIGE- Geld geboten?
- Haben sie resigniert?
Geht es jetzt dem Mädchen, der Frau nun wieder besser, was ihr ja auch zu wünschen ist?
NEIN, die SOKO -KAMPUSCH hat dem Mädchen eine Lüge unterstellt und nun sind es zwei Autos gewesen und nicht mehr 2 Täter!
Das ist Erfahrungsmässig eine Verhörstaktik, wenn ich etwas anderes hören will von der zu vernehmenden Person so lange zu beknien und mit der ebenfalls manipulierten N.K. gegenüber stellen und so haben wir Verwirrung genug erzeugt , dass diese Frau alles unterschreibt und auch sagt: “Ich habe mich damals total geirrt, dass nennt man Gehinwäsche, oder nicht?!
Und wie es dieser Frau heute geht das interessiert wahrlich niemanden von denen!
Denn dieser Fall -Priklopil erinnert mich ganz stark an den Marc Dutroux Fall, nur wurden hier 22 Personen die der Wahrheit zu nahe kamen aus dem Weg geräumt durch z.B. durchgeschnittenen Bremsseilen, u. anderen Methoden, von offiziellen “Selbstmorden” vom Richter, Polizeibeamten, bis hin zur Sozialarbeiterin.
Und die Hintermänner wurden bzw. Abnehmer - Kunden bis heute vertuscht!
ÖSTERREICH ist da vielleicht anders, man macht alle Leute MUNDTOT ob nun als angesehener Kommissionär, oder als ehemalige Zeugin(12).
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Was alles an Fragen in diesem mysteriösen Kriminalfall- Priklopil im Jahr 2010 noch offen bleiben wird, sollte die AKTE - Fall- Priklopil nun wirklich geschlossen werden.
Dann bleiben all diese FRAGEN noch offen!
Die Zeit wird es hervorbringen…
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