9. September 2009

Filed under: Aktuelles — here @ 14:16

Nächster Skandal der Staatsanwaltschaft…

Diskussion um Verdächtigen auf freiem Fuß

Dass ein mutmaßlicher Vergewaltiger kurz nach der Tat auf freien Fuß gesetzt wurde, sorgt für Diskussionen. Und das nicht nur in Polizeikreisen.

"KINDER brauchen SCHUTZ, IHREN SCHUTZ!"

"KINDER brauchen SCHUTZ, IHREN SCHUTZ!"

Von

THOMAS HöRMANN

Innsbruck - Warum wurde ein 45-jähriger Verdächtiger bald nach der brutalen Vergewaltigung einer 57-jährigen Frau in der Innsbrucker Bogenmeile auf freien Fuß gesetzt?

Eine Frage, die derzeit für Diskussionen sorgt.

Zumal die Innsbrucker Polizei nicht ausschließt, dass es sich beim verdächtigen Hilfskoch um einen Serientäter handelt. Immerhin appellierte das Stadtpolizeikommando in einer Presseaussendung an etwaige Opfer, eine Anzeige zu erstatten.

Staatsanwalt sieht keine Gefahr...

Staatsanwalt sieht keine Gefahr...

Staatsanwalt Wilfried Siegele. Bild: Böhm

Staatsanwalt Wilfried Siegele stellt klar:

„Eine Untersuchungshaft ist keine Strafe, sondern soll helfen, ein Verfahren zu sichern. Da in diesem Fall die drei Gründe für eine Untersuchungshaft nicht gegeben sind, wurde die U-Haft auch nicht verhängt.”

Im Detail:

  • Da die Spuren gesichert sind, besteht keine Verdunkelungsgefahr.
  • Da der Verdächtige unbescholten ist, besteht auch keine Wiederholungsgefahr.
  • Da der Verdächtige einen ordentlichen Wohnsitz hat, besteht keine Fluchtgefahr.

Vor allem bei der Wiederholungsgefahr gibt’s offenbar Auffassungsunterschiede zwischen Polizei und Justiz.

Der Hintergrund: Der Hilfskoch stand bereits einmal im Verdacht, eine Prostituierte in Salzburg missbraucht zu haben. Das Verfahren endete mit einem Freispruch. Für die Polizei dennoch ein Indiz für einen möglichen Serientäter.

Für die Staatsanwaltschaft nicht: „Ein Freispruch ist ein Freispruch. Wir können keinen Freispruch als Grundlage für die Verhängung der U-Haft nehmen!”

Quelle: www.tt.com -online 9.09.2009

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Frau stundenlang vergewaltigt – Verdächtiger auf freiem Fuß

Polizei nahm Aushilfskoch fest. Der Verdächtige bestreitet die Tat und wurde auf freien Fuß gesetzt.

Von

THOMAS HöRMANN

Innsbruck – Nach der Vergewaltigung eines 17-jährigen Mädchens im Jänner war die Innsbrucker Bogenmeile am Wochenende erneut Schauplatz einer brutalen Vergewaltigung. Unter dringendem Tatverdacht steht diesmal ein 45-jähriger Aushilfskoch aus der Türkei.

Es war am Samstag gegen vier Uhr, als sich eine 57-jährige Innsbruckerin nach einem Lokalbesuch auf den Heimweg machte. Die Frau kam allerdings nicht weit: Ein zunächst unbekannter Mann hielt die Nachtschwärmerin noch am Gehsteig der Ing.-Etzel-Straße am Nacken fest und zerrte sie in ein bereits geschlossenes Imbisslokal.

“Über zwei Stunden trotz heftiger Gegenwehr massiv vergewaltigt”

Nach der Vergewaltigung einer 57-jährigen Frau
am Wochenende werden die am Tatort sicher-
gestellten Spuren in der Innsbrucker Gerichts-
medizin untersucht.

Der Auftakt für ein fast endloses Martyrium: Im Restaurant drängte der Triebtäter die Frau in einen engen Abstellraum, schleuderte sie gegen die Einrichtung und fiel über sie her. Wie die 57-Jährige später der Polizei anzeigte, „sei sie über zwei Stunden trotz heftiger Gegenwehr massiv vergewaltigt” worden. Schwere Blutergüsse und weitere Verletzungen waren die Folge.

Etwa gegen 6.15 Uhr hatte der Täter genug von seinem Opfer. Als ob nichts wäre, bestellte der Mann für die Innsbruckerin ein Taxi. „Er hat die Frau auch bedroht, damit sie ja nicht die Polizei informiert”, weiß Ermittlungsleiter Franz Bernsteiner vom Stadtpolizeikommando.

Verdächtige bestreitet die Vergewaltigung

Die geschockte Innsbruckerin fuhr unverzüglich in die Klinik und ließ sich dort untersuchen. Fast zeitgleich erfuhr auch die Polizei vom Triebverbrechen. Ein Fall für die Innsbrucker Kripo: Durch die präzisen Angaben des Opfers konnten die Beamten relativ rasch den 45-jährigen Aushilfskoch des Imbisslokals als Verdächtigen ausforschen.

Die Innsbrucker Bogenmeile war am Wochenende
erneut Schauplatz einer brutalen Vergewaltigung.
Symbolbild: Böhm

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Von einem Geständnis kann allerdings keine Rede sein:

Der Verdächtige bestreitet die Vergewaltigung. Vielmehr sei alles freiwillig geschehen, so die Kurzfassung seiner Rechtfertigung. Entsprechend liegt es jetzt auch an den Spurenexperten der Polizei und der Gerichtsmedizin, Beweise für die Vergewaltigung zu finden. Bernsteiner hat jedenfalls keinen Zweifel an den Angaben des Opfers: „Das Verletzungsbild und die Schilderung des Tathergangs passen zusammen.”

Nach dem Ende der Einvernahme mussten die Polizisten den Verdächtigen wieder auf freien Fuß setzen.

Das Gericht hat keine Untersuchungshaft verhängt. Die Innsbrucker Kripo „schließt aufgrund der Gesamtumstände nicht aus, dass von diesem Mann bereits mehrere Frauen auf ähnliche Weise missbraucht wurden“, heißt es im Polizeibericht.

Daher appellieren die Beamten an etwaige Opfer, eine entsprechende Anzeige zu erstatten. Hinweise an den Journaldienst des Stadtpolizeikommandos (Tel. 059133/75-3333).
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Erneut Tatort Bogenmeile

Wie bereits eingangs erwähnt, war die Bogenmeile bereits im Jänner Tatort einer Vergewaltigung. Ganz in der Nähe des Imbisslokals fielen vier Marokkaner in einer Tiefgarage in der Ing.-Etzel-Straße über ein 17-jähriges Mädchen her.

Die zeitweise ohnmächtige Innsbruckerin befand sich über zwölf Stunden in der Gewalt ihrer Peiniger, ehe sie sich befreien und die Polizei alarmieren konnte.

Quelle: www.tt.com -online 9.09.2009

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