9. Oktober 2009
Promis POLITIKER wie Cohn Bendit und Mitterand…
FRANKREICH

Daniel Cohn Bendit
Daniel Cohn-Bendit: “Ich bin kein Pädophiler.”
Lutz Krusche
PARIS, 23. Februar. Im Fernsehen sahen Millionen von Franzosen am Donnerstagabend den sonst so kessen grünen Europa-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit wie sie ihn nie zuvor gesehen hatten.
“Ich bin kein Pädophiler, und ich bin es nie gewesen”, rief der wütend und kläglich zugleich. In einem sehr harten Interview in den Abendnachrichten des größten französischen TV-Senders, TF 1, beklagte der Leitwolf der 68er-Revolte sich jetzt, er sei Opfer einer “Menschenjagd”.
Man wolle ihn politisch erledigen. Aber er gab auch zu, dass ihm vor 25 Jahren eine “unerträgliche Leichtfertigkeit” die Feder geführt habe. Nämlich bei der Beschreibung von Sex-Spielen mit Kindern.

Kinder brauchen SCHUTZ vor solchen Männern....
Nach seinem Freund Joschka Fischer hat nun auch Cohn-Bendit, der einst als “Dany le rouge” auf den Pariser Barrikaden gekämpft hatte, die Vergangenheit eingeholt – allerdings in einer weit unangenehmeren Weise. Das Nachrichtenmagazin “L Express” veröffentlichte Auszüge aus einem Buch Cohn-Bendits, das 1975 mit einer Auflage von 30 000 Exemplaren in Frankreich unter dem Titel “Le grand Bazar” erschienen war.
Darin schildert der Autor sehr detailliert sexuelle Spiele, keine Vergewaltigungen, die er als Erzieher in einem alternativen Kindergarten in Frankfurt mit den Kleinen betrieben habe.
Die Enthüllungen lösten in Frankreich einen ungeheuren Wirbel aus. Denn sie platzten in die Atmosphäre einer wahren Hexenjagd auf Pädophile. Kein Tag vergeht mehr, an dem Frankreichs Medien nicht groß über Prozesse und harte Urteile vor allem gegen pädophile Geistliche und Lehrer berichteten. Auch deren Taten liegen zum Teil schon Jahre zurück.
Der rechte Europa-Abgeordnete Philippe de Villiers forderte den Rücktritt des Kollegen, das Boulevard-Blatt “Le Parisien” zeigt sich “zutiefst schockiert” und bezweifelte, dass der Urheber “unbeschadet” davonkommen werde. Cohn-Bendit fand aber auch beredte Verteidiger, an der Spitze die linke “Libération”, die dem Thema mehrere Seiten widmete.
Wie Cohn-Bendit in Funk und Fernsehen, so argumentierte auch das Intellektuellen-Blatt, dass der Ruf nach sexueller Freiheit auch für Kinder nur im Zusammenhang mit der 68er-Ideologie gesehen werden könne:
Als Provokation gegen die bürgerliche Unterdrückung. “Es gibt noch immer einen Hass gegen den Mai 68, der nie ausgestorben ist”, schrieb Libé-Herausgeber Serge July. Aber auch er räumte ein, dass die Linken von damals, zu denen er selbst gehörte, ihren Beitrag zu “Dummheiten über Kinder-Sex” beigesteuert hätten.
Das gebe auch Cohn-Bendit zu.
July: Es gibt keinerlei Grund, den Mai 68 heilig zu sprechen. Rechte Zeitungen wie der “Figaro” erinnerten jedoch daran, in welchem Ausmaß damals Bürger als Reaktionäre und Unterdrücker verunglimpft worden seien, die sich gegen die ideologische Verbrä-mung von Kinder-Sex, die von Pädophilen ausgenutzt wurde, erhoben hatten.
“Le Monde” kramte eine Affäre heraus, an welche die Beteiligten heute nicht mehr gern erinnert werden. 1977 erschien in dem Weltblatt der Aufruf zur Freilassung von drei verurteilten Pädophilen mit den Schlussworten: “Drei Jahre Gefängnis für streicheln und küssen. Jetzt reicht es. Wir würden es nicht verstehen, wenn die Verurteilten nicht ihre Freiheit wieder fänden.”
Unterzeichnet war der Appell vom Gotha der Pariser Intellektuellen: Louis Aragon, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, Roland Barthes, Patrice Chereau, Felix Guattari sowie zwei Männern, die heute in der linken Regierung sitzen: Erziehungsminister Jack Lang und Gesundheitsminister Bernard Kouchner. Wie bei Cohn-Bendit, bemerkte jetzt “Le Monde”, handele es sich bei dem Aufruf um eine “unglaubliche intellektuelle Torheit jener Epoche”.
BLZ/MICHAEL BLEXENDORFF “Eine unglaubliche intellektuelle Torheit jener Epoche.” Le Monde
Quelle: www.berlinonline.de -online 8.10.2009
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Emma schrieb einen guten Artikel über den “red Dany” der 68iger…
Cohn Bendit
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Frankreich | 09.10.2009
Frédéric Mitterrand zeigt Reue

Frederic Mitterand ....
Frankreichs Kulturminister Mitterrand ist wegen Sextourismus in Thailand in Bedrängnis geraten. Die Opposition fordert seinen Rücktritt. Jetzt zeigt Mitterrand Reue: “Ich habe Fehler begangen, aber keine Verbrechen.”
Frédéric Mitterrand sagte am Donnerstagabend (08.10.2009) im französischen Sender TF1, die “Jungen”, die er für Sex bezahlt habe, seien nur wenig jünger als er gewesen und hätten ihr Einverständnis zu erkennen gegeben. Rücktrittsforderungen der Opposition lehnte er in dem Fernsehinterview entschieden ab. Sein in die Kritik geratenes Buch sei “weder eine Verteidigung des Sextourismus noch der Pädophilie”, sagte Mitterrand.
“Ich verurteile den Sextourismus, er ist eine Schande”, sagte er. Er verurteile auch jegliche Pädophilie und habe nie an derartigen Praktiken teilgenommen.
Der Neffe des früheren Staatspräsidenten François Mitterand war wegen seines bereits vor vier Jahren erschienenen Romans “Das schlechte Leben” unter Druck geraten. Darin schildert Frédéric Mitterrand als “Ich”-Erzähler die Erlebnisse eines Sex-Touristen in der thailändischen Bordellszene. Besondere Irritationen rufen jene Passagen hervor, in denen der bekennende Homosexuelle Mitterrand die Verhältnisse auf den “Märkten für schöne Jünglinge, den Sklavenmärkten” beschreibt:
“Die verschwenderische Fülle sofort verfügbarer Jungen versetzt mich in einen Zustand der Begierde, den ich nicht mehr bremsen oder verbergen muss. (…) Geld und Sex, ich bin im Herzen meines Systems. (…) Die westliche Moral, die ewige Schuld, die Schmach, die ich mit mir herumschleppe, fliegen in Stücke.”
Was sind “Garçons”?
Mitterrand hatte 2005 in dem Buch seine schwierige Kindheit und den Umgang mit seiner Homosexualität geschildert. Bereits vor vier Jahren erklärte Mitterand, dass er nicht pädophil sei, sondern vielmehr die Begriffe sehr lose verwendet habe. Unter anderem bezeichnete er seine Sexualpartner als “garçons” (Jungen), “gosses” (Kinder, Kerlchen).

Frankreichs Präsident Sarkozy hält zu Mitterant...
Bildunterschrift: Rückendeckung aus dem Elysee-Palast – Staatspräsident Nicolas Sarkozy bezeichnet die Kampagne gegen den Kulturminister als “unwürdig”
Nicolas Sarkozy ließ wissen, er halte Vorwürfe gegen Mitterand für “unwürdige Polemik”.
Aber diese Polemik schlägt in Frankreich hohe Wellen. Die Polizeigewerkschaft “France Police” forderte die Staatsanwaltschaft auf, ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Schließlich stünden auf Sex mit Minderjährigen bis zu drei Jahre Haft.
Der prominente sozialistische Abgeordnete Arnaud Montebourg forderte Sarkozy am Donnerstag auf, den Minister zu entlassen. Der Minister habe “vorsätzlich nationale und internationale Gesetze verletzt”. Es sei unmöglich, “dass ein Minister, der Frankreich vertritt, die Verletzung der internationalen Engagements zum Kampf gegen den Sex-Tourismus ermutigen kann.”
Auslöser der Debatte: Mitterrand kritisierte Polanskis Verhaftung
Bildunterschrift: Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift:  Parteisprecher der Sozialisten Benoît Hamon
Noch deutlicher wurde Benoît Hamon, der Parteisprecher der Sozialisten: “Während Frankreich mit Thailand den Kampf gegen das Übel des Sextourismus angeht, haben wir einen Minister, der erklärt, dass er selbst Kunde ist.”
Unerwünschten Beifall erhalten die Sozialisten dabei von ganz rechts außen. Der rechtsextreme “Front National” hatte die Angriffe auf Mitterrand eröffnet, nachdem er die Verhaftung Roman Polanskis kritisiert hatte. Der Starregisseur war in der Schweiz verhaftet worden, weil in den USA ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt. Vor mehr als 30 Jahren hatte er Sex mit einer 13-Jährigen - eine Tat, die nach amerikanischem Recht nicht verjährt.
Mitterand reagierte empört und sprach von einem
“Amerika, das Angst macht.”
Autor: Matthias von Hellfeld/Martin Muno (ap/dpa/afp)
Redaktion: Oliver Samson
Quelle: www.dw-world.de -ONLINE 9.10.2009
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Alles was es zu Roman Polanski so an Berichten gab können Sie hier nachlesen, wenn es Sie interessiert!
Polanski…
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