17. Dezember 2009

Der Priklopil Fall aus Sicht des…

Sensations-Doku im Jänner auf ARD

Natascha zurück im Horror-Haus

Natascha Kampusch und ihre Storys

Natascha Kampusch und ihre Storys

© APA

Hamburg, 16. Dezember 2009 Neue Enthüllungen im Fall Kampusch: In einer TV-Doku spricht das Entführungsopfer nun so offen wie nie zuvor und attackiert Österreich.

Die wahren Hintergründe

Sie kommt aus den Schlagzeilen einfach nicht heraus: Am Montag präsentierte Entführungsopfer

Natascha Kampusch

in Hamburg eine 45-minütige TV-Dokumentation über ihr Leben in Gefangenschaft. Dabei überraschte die 21-Jährige nicht nur mit neuen Details über die Zeit ihrer Gefangenschaft und über ihr Verhältnis zu Entführer Wolfgang Priklopil („Er verbot mir zu weinen”), sondern auch mit Angriffen auf ihre österreichische Heimat.

Andere schlechtzumachen und zu kritisieren, sei „so eine Wiener Mentalität”, Kampusch selbst sei für ihr Leben geächtet.

Natascha singt Beatles-Hit „From Me to You” im TV
Eben das war auch ein Hauptgrund dafür, dass kein österreichischer Filmemacher, sondern ein deutscher Journalist die Doku über sie machen durfte. „Ihr ging es um meine Sicht von außen”, erklärt Drehbuchautor Peter Reichard im Gespräch mit ÖSTERREICH.

Reichard ist der erste Journalist, der im Verlies filmen durfte und Kampusch ganz intime Details ihrer Gefangenschaft entlockte.

„Ich war lebendig konserviert”, erzählt Natascha und spricht auch über ihre wenigen glücklichen Momente, wenn ihr Entführer sie in der Nacht fünf bis zehn Minuten in seinen Garten ließ. „Ich freute mich, die Hecke berühren zu dürfen, den Wind zu spüren.” Ein paar Zweige durfte sie als Andenken mit in ihr Verlies nehmen.

Und: Die Kamera läuft selbst mit, als die sonst so verschlossene junge Frau eine Strophe des Beatles-Songs „From Me to You” singt.

Besonders überraschend: Drei Jahre nach dem Ende der Entführung hat Kampusch ihrem Peiniger verziehen: „Für dieses Fehlgeleitet-Sein kann der Mensch nichts.” Jetzt will sie sogar Priklopils Mutter treffen.

„Ich war über acht Jahre lebendig konserviert.”
Ihr Verhältnis zur Öffentlichkeit bleibt allerdings schwierig. „Ich löse bei vielen Menschen Aggressionen aus. Sie sollten sich mit mir freuen, dass ich das halbwegs gesund überstanden habe”, so Kampusch. Die ARD zeigt die Doku „Natascha Kampusch – 3.096 Tage Gefangenschaft” am 25. Jänner um 21 Uhr.

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Natascha: “Ich bleibe eine Geächtete!”
Kampusch über ihre Beziehung zur Heimat Österreich
Natascha Kampusch:
Ich bin für mein Leben geächtet. Ich löse bei vielen Menschen Aggressionen aus. Vielleicht, weil die Tat viele Aggressionen auslöste, und ich die einzige Ãœberlebende bin. Ich wünsche mir, dass die Menschen einen normaleren Umgang mit mir hätten. Sie sollten sich mit mir freuen, dass ich halbwegs gesund bin. Man sieht die Dinge in meinem Heimatland ganz anders. Ich wollte das von einer anderen Seite betrachtet sehen.

Ãœber ihren Entführer
Kampusch:
Ich habe ihm alles verziehen, sonst wäre ich zu sehr voll Hass und negativen Gefühlen gewesen und wäre psychisch und physisch zugrunde gegangen. Für dieses Fehlgeleitet-Sein kann der Mensch nichts. Das hat in mir eine Art Mitgefühl geweckt.

Ãœber ihr Verlies
Kampusch:
Es war kalt, feucht und ekelhaft. Ich war wie ein ägyptischer Pharao lebendig konserviert. Meine innere Uhr war völlig aus dem Gleichgewicht, ich wusste nicht, ob es Tag oder Nacht ist. Er integrierte mich zunehmend im Haushalt. Es muss eine wahnsinnige Genugtuung für ihn gewesen sein, jemanden zu haben, der nur ihm gehörte. Er verbot mir zu weinen, damit die Tränen nirgendwo Salzränder hinterließen.

Ãœber kurze Ausflüge in den Garten
Kampusch:
Ich freute mich, die Hecke berühren zu dürfen, den Wind zu spüren. Als Andenken durfte ich ein paar Zweige mit ins Verlies nehmen.

Quelle: www.oe24.at -online 15.12.2009

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Zitat:

Warum erst jetzt etwas ehrlich Erzähltes Frau N.K. das Menschen es auch fassen können was mit Ihnen geschah. Sie waren und sind nach wie vor noch fremd bestimmt und Ihre Aussagen zeugen davon!

Als geächtet, da sind Sie nicht alleine Frau Kampusch, das werden alle Opfer von sexuellen Verbrechen, an ihnen!

Ob Sie Ihrem Peiniger alles verzeihen, das ist Ihre Privatsache würde ich sagen, wenn es Ihnen hilft? Sie werden ja sehen mit den Jahren und der Erkenntnis in späteren Jahren!

Wer mag Ihnen diesen Satz manipulativ eingeredet, oder durch Gehirnwäsche eingehämmert haben, vielleicht durch einen Tiefschlaf eingegeben? (Hypnose?)

„Für dieses Fehlgeleitet-Sein kann der Mensch nichts.”

Edel Frau Kampusch und großherzig!

Sie verniedlichen und sprechen allen Kinderschändern, Entführern aus der Seele, genau das wollen diese Täter aus dem Munde eines Opfers hören, damit legalisieren Sie  Kindesentführung und sexuelle Gewalt an Kindern mit Ihrer Aussage!

So leid es mir tut!

Denn wenn man so wie Sie,

  • 8 Jahre in einem Keller verbrachte Zeit, alleine die Kinderjahre, ab 10 Jahren und Jugendjahre, durch diesen Entführer und potentiellen Kinderschänder verloren zu haben, ist schon ein gewaltig traumatischer Einschnitt in Ihrem Leben,odernicht? Auch wenn es “nur” 2 Jahre Kellerleben war so war es eine tägliche Ausnahmesituation wo es zwischen Bangen und Hoffen ging…oder nicht? Seelischer Holocaust würde ich das nennen.

Und das alles verzeihen Sie?

Aber, dass Sie jetzt das Gefühl haben, alle Österreicher wären nicht gut zu sprechen auf Sie, nahm den Anfang bei Ihrem ersten von Star Psychiater und Co. dem Expertenteam  wahrscheinlich manipulierten Fernsehinterview und Ihre TV -Sendung in Puls 4 sowie Ihren immer wieder in den Medien kolportierten nichts sagenden Interviews, zu verdanken!

Die Öffentlichkeit ist nicht dumm, dass Sie,so scheint es  manipulierte und einstudierte Interviews gaben, wie das letzte im ORF -Thema,  war alles so unecht , dass man sich seinen Teil dazu dachte.

Sie waren von Anfang an in schlechten Händen, von Beratern und engsten Vertrauten eingelullt worden, nicht ganz uneigennützig,(bis zur „NATASCHA FOUNATION” )bis auf ein paar Ausnahmen.

Schlechte Berater und Vertraute, schaden eben Opfern sehr, dass man die Ächtung dann zu spüren bekommt, wie man in Ihrem Beispiel sieht.

Nun machen Sie wieder Werbung für sich und die Verkaufszahlen Ihrer Story, die so denke ich, nicht viel Neues bringen wird. Aber Sie haben wieder Ihre Öffentlichkeit! Nur eben jetzt in Deutschland.

Ob das die Sympathie in Österreich für Sie noch aufbessern wird, bezweifle ich!

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Die Zeit vergisst nichts…

Die Zeit wird es hervorbringen…
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Ein Kommentar zu “Der Priklopil Fall aus Sicht des…”

  1. N.N. meint:

    Ich finde, man sollte N. Kampusch nicht das Geringste vorwerfen (“warum erst jetzt etwas ehrlich erzähltes”). Sie hat als Opfer alle Sympathie verdient, ohne dass sie dazu erst etwas leisten muss oder “richtig” machen. Liebe Frau Reisinger, ich verstehe, dass Sie als Kämpferin für Kinderschutz irgendwie enttäuscht sind, wenn jemand wie N.K. sich als Opfer nicht so verhält, wie das für die Aufklärung des Falles wahrscheinlich gut wäre.
    Aber wie soll das gehen, wie soll diese junge Frau solche Ansprüche erfüllen, ein so junger Mensch, dem eine normale kindliche Entwicklung verwehrt war und der so vieles nachholen muss. Eine gute rhetorische Fähigkeit täuscht über vieles hinweg. Dass das “Verzeihen” von vielen Psychiatern (und anderen mehr oder weniger “Wohlmeinenden”) als Lösung propagiert wird, das weiß man doch, und N.K. hat das offenbar angenommen, das kann man ihr selbst doch nicht als “verniedlichen” anlasten. Sie hielt es eben als direkt und massiv Betroffene nicht anders aus, das sagt sie ja selbst. Mitdenkende Bürger und Kinderschützer müssen deshalb ja nicht ins “Verzeihen” einsteigen. Und vor allem die Justiz hat nichts zu “verzeihen”, sie muss gründlich untersuchen und nach den Gesetzen verurteilen. Die Politik muss sich der ungenügenden Gesetze annehmen, sie hat die Verantwortung. Wie es mit der Verantwortung von Politikern in Österreich aber aussieht, das ist eine traurige Sache… (und für Kinderschutz wird wohl keine Energie mehr da sein, sie sind ja nun alle vom Banken-Retten ganz erschöpft).

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