29. Januar 2010
12 jährige Kinderschänder…
Wir reden hier nicht über Dökterli-Spiele
Von Ida Sandl. Aktualisiert um 07:42 Uhr
Sie sind 12 bis 14 Jahre alt und bereits wegen sexueller Gewalt verurteilt. In Frauenfeld gibt es die schweizweit einzige Gruppentherapie für Sexualstraftäter, die selbst noch Kinder sind.
Mit zwölf ein Vergewaltiger: Minderjährige Sexualstraftäter werden in Frauenfeld therapiert, der einzigen Schweizer Therapiestelle.
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Nico (Name erfunden) ist 12 Jahre alt und schüchtern. Nico ist auch ein verurteilter Sexualtäter. Er hat seine fünfjährige Cousine mehrfach missbraucht, bis das Mädchen alles ihrer Mutter erzählte. Jetzt sitzt Nico mit vier anderen Buben und zwei Therapeuten in einem Raum des Forensischen Instituts Ostschweiz (Forio) in Frauenfeld.
Gruppentherapie steht auf dem Programm, wie jede Woche. Nico muss weit dafür fahren, er kommt aus Sargans. Therapiegruppen für so junge Sexualstraftäter gibt es in der Schweiz nur in Frauenfeld. Er sei froh, dass er erwischt worden sei, sagt Nico heute. «Ich hätte sonst nicht aufgehört.»
Vor drei Jahren hat die Psychologin und Forio-Gründerin Monika Egli-Alge die erste Gruppe für 12- bis 14-Jährige eröffnet, weil die Jugendanwälte immer mehr kindliche Sexual-
täter zu ihr geschickt haben. Kurz danach folgte die zweite Gruppe. Seitdem sind die zehn Plätze ständig ausgebucht. Es sind nur Buben in der Therapie, sie stammen aus der ganzen Ostschweiz. Gut die Hälfte kommt aus dem Thurgau. Ist der Anfahrtsweg viel länger als eine Stunde, lehnt Egli-Alge ab. «Das wäre unverhältnismässig.» Immerhin dauert eine Therapie eineinhalb bis zwei Jahre, angeordnet wird sie von der Jugendanwaltschaft.
Sexuelle Handlungen bis zur Vergewaltigung
Die Buben wissen, dass sie etwas Schlimmes getan haben. «Wir reden hier nicht über Dökterli-Spiele», betont Monika Egli-Alge. Es geht um eindeutig sexuelle Handlungen bis hin zur Vergewaltigung. Die Opfer sind häufig jüngere Kinder, sie wurden bedroht, gedemütigt oder gequält. Darüber in der Gruppe zu reden sei das Letzte, was sich ein 12-Jähriger wünscht. Genau das wird in der Therapie aber getan. Die Tat wird analysiert: Wieso ist es passiert? Was war vorher? Die Buben seien extrem irritiert. «Viele stehen noch mit einem Bein im Kinderzimmer», sagt Monika Egli-Alge. Sie haben Angst, sie seien pädophil veranlagt.
Eher Einzelgänger
Die Erklärungen für ihre Taten klingen banal: «Ich wollte es ausprobieren», «Ich hatte Angst, ich finde keine Freundin» oder «Das Mädchen war zur falschen Zeit am falschen Ort.» Bisher waren die jungen Täter meistens Schweizer aus ganz unterschiedlichen Elternhäusern. «Ein Querschnitt der Bevölkerung», sagt Monika Egli-Alge. Es sind normal intelligente Jugendliche, oft eher Einzelgänger. Nur wenige haben selber einen Missbrauch erlebt. Auch das Internet spiele keine grosse Rolle, nur vereinzelt sei vor der Tat ein Pornofilm angeschaut worden.
Nur einer wurde rückfällig
Der Analyse folgt ein strenges Verhaltenstraining. Das Hallenbad kann beispielsweise ein Risikofaktor sein, vor allem wenn dort der Übergriff passiert ist. Als Konsequenz könnte folgen, dass der Täter nur noch in Begleitung dorthin geht. Jeder Jugendliche trägt stets einen Zettel im Portemonnaie, auf dem seine Verhaltensregeln aufgelistet sind. Darauf stehen auch Telefonnummern, die er wählen kann, wenn es wieder einmal eng werden sollte. Die Therapie ist erfolgreich: 15 Sexualtäter unter 15 Jahren hat Forio schon behandelt. Ein einziger wurde rückfällig.
Für Monika Egli-Alge ist die Verurteilung durch den Jugendanwalt eine Chance. Eltern, die nach einem sexuellen Übergriff um Rat fragen, rät sie zur Anzeige. Dann werde die Tat sauber geklärt. Der Täter bekommt seine Strafe, das Opfer sein Recht. Alle Beteiligten können das Erlebte so für sich abschliessen. (ThurgauerZeitung)
Erstellt: 28.01.2010, 21:20 Uhr
Quelle: www.thurgaerzeitung.ch -29.01.2010
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Und das spricht für sich, was sich in forenschischen Santorien für Kinder und Jugendliche Kinderschänder in Deutschland abspielt. Wie jungen Kinderschänder schon die Psychiater und Betreuerinnen austricksen… Sagenhaft!
Wie 15, 16 Jährige…
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Jugendliche Kinderschänder werden immer jünger. Was mag daran wohl Schuld haben? Vielleicht sogar die Aufklärungen in den Kindergärten und Kinderschänder- Pornos im Internet?
Jugendliche Sexualstraftäter werden…
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