8. Februar 2010
Härtere Gesetze für sexuelle Gewalt…
Kindesmissbrauch - muss das Strafrecht verschärft werden?

Politiker fordert...
Foto: promo
7.2.2010 0:00 Uhr
Zur Berichterstattung über Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg
Der Fall Canisius-Kolleg ist meines Erachtens nur die Spitze des Eisbergs.
Experten schätzen, dass jedes Jahr rund 200000 Kinder missbraucht werden - eine unglaubliche Zahl.
Besonders erschreckend finde ich, dass 90 Prozent dieser Kinder den Täter kennen, weil er aus ihrem Umfeld stammt!
Es sind nicht nur Lehrer oder Pfarrer wie im Fall des Canisius-Kollegs, es können genauso gut ein naher Verwandter, Vater, Bruder, Onkel oder Freunde der Eltern sein, die ein Kind missbrauchen.
Praktisch also jeder, die Täter leben oft jahrelang unerkannt unter uns. Und selbst ehemalige Sexualstraftäter haben übrigens ungehinderten Zugang zu Kinder- und Jugendarbeit.
Fassungslos macht mich die Hilflosigkeit, mit der die Kinder dem ausgeliefert sind. Die rechtlichen Möglichleiten reichen offensichtlich bei weitem nicht aus, sie vor sexuellem Missbrauch zu schützen.
Nach deutschem Recht verjährt sexueller Missbrauch an Kindern zehn Jahre nach Volljährigkeit des Opfers, das heißt, die Missbrauchten müssen bis zu ihrem 28. Geburtstag den Missbrauch zur Anzeige bringen.
Das ist in den meisten Fällen illusorisch, weil die Opfer in der Regel so schwer traumatisiert sind, dass sie schon Schwierigkeiten haben, ein normales Leben zu führen, der Missbrauch wird verdrängt, oft über Jahrzehnte, oft aber auch das ganze Leben. Zur Anzeige durch die Opfer kommt es deshalb nur selten.
Ich finde, hier muss der Gesetzgeber tätig werden, Sexualstraftaten sollten grundsätzlich unverjährbar sein.
Ein anderes Problem ist die Tatsache, dass Sexualstraftäter häufig Rückfalltäter sind, die Rückfallquote liegt in Deutschland zwischen im Schnitt 20 bis 30 Prozent.
Ich meine: Wenn gutachterlich festgestellt ist, dass die Gefahr eines Rückfalls besteht, gehört ein Sexualstraftäter für immer weggesperrt. Das ist in unserem Rechtssystem derzeit leider nicht möglich. Um unsere Kinder zu schützen besteht auch in diesem Punkt dringender Handlungsbedarf von Seiten des Gesetzgebers!
Klaus Kersten, Berlin-Steglitz
——————————————————————————————–
Sehr geehrter Herr Kersten,
Sie sprechen ein wichtiges, ein trauriges aber auch ein schwieriges Thema an. Den sexuellen Missbrauch von Kindern, also von Opfern unter 14 Jahren, aber auch den Missbrauch Jugendlicher. Sie haben Recht, es gibt eine hohe Dunkelziffer.
Experten sprechen von 100000 bis mehr als 200000 Opfern jährlich. Und fast alle Täter stammen aus dem nahen sozialen Umfeld, seien es Familienangehörige, Erzieher oder Nachbarn. Es ist wichtig, die Täter aufzuspüren und zu bestrafen, aber noch wichtiger ist es, den Opfern zu helfen.
Deswegen glaube ich nicht, dass das Strafrecht das Maß aller Dinge ist, um sexuellem Missbrauch von Kindern erfolgreich zu begegnen.
Alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten sind sich einig.
- Zuallererst kommt es darauf an,
- die Kinder so zu ertüchtigen,
- dass sie gar nicht
- oder nicht fortgesetzt Opfer sexueller Übergriffe werden.
- Kinder haben Rechte - und ein wichtiges Recht ist Nein zu sagen.
- Dies Kindern beizubringen,
- sie stark und selbstbewusst zu machen,
hilft gegen Gefahren des Missbrauchs.
Wir alle sind gefordert, aufmerksam zu sein bei Anzeichen von Missbrauch und sich auch anzubieten, als Menschen des Vertrauens und wirklicher Hilfe für kindliche und jugendliche Opfer sexueller Gewalt.
Damit rede ich keinesfalls Denunzianten und Blockwarten das Wort, ich werbe für Empathie, für aktives Mitfühlen statt egoistischem Wegschauen nach dem
Motto: Mich geht das nichts an. Der aufgedeckte Skandal am Canisius-Kolleg ist auch ein Skandal der jahre-, ja jahrzehntelangen Nichtbeachtung der Opfer und der Vertuschung des Missbrauchs. Denn bekannt waren die Vorfälle schon seit langem.
Die Strafvorschrift des sexuellen Missbrauchs von Kindern deckt sehr unterschiedliche Taten ab.
Grausame und höchst perverse genauso wie einen aufgedrängten Kuss oder eine Berührung in sexueller Absicht über der Kleidung.
Deshalb sieht das Gesetz auch Strafen von einigen Monaten bis zu vielen Jahren Gefängnis vor. Das Gesetz ist zur schuldangemessenen Sühne des begangenen Unrechts eines jeden sexuellen Missbrauchs völlig ausreichend.
Es ist auch sehr wohl möglich, Sexualstraftäter bei durch Sachverständige festgestellter fortwährender Gefährlichkeit in Verwahrung zu halten.
Es wäre unmenschlich, solche Menschen, wie Sie schreiben, „für immer” wegzusperren, wohl aber für die Dauer ihrer Gefährlichkeit besonders für Kinder.
Der Bundestag hat im letzten Jahr durch Änderungen des Sozialgesetzbuches VIII und des Bundeszentralregistergesetzes sichergestellt,
- dass Sexualstraftäter nicht in Einrichtungen der Kinder- oder Jugendhilfe arbeiten können. Die geschah mit den Stimmen aller Fraktionen, nur die Linke war dagegen.
Aus gutem Grund endet bei uns die Verfolgung aller Straftaten nach festgelegten Fristen.
Eine Ausnahme gibt es nur für Mord und Völkermord. Wir sind nicht nur eine strafende, sondern auch eine vergebende Gesellschaft.
Zum Schutz von Kindern und Jugendlichen brauchen wir eine Gesellschaft, die Kinder stärkt, sich um sie kümmert und sie wertschätzt. Der Ruf nach immer mehr Strafe und Vergeltung lenkt von diesen Aufgaben nur ab.
Mit freundlichen Grüßen
- Jerzy Montag (Grüne), MdB,
rechtspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.02.2010)
Quelle: www.tagespiegel.de -online 8.02.2010
————————————————————————————————————————
Zitat:
Wieder ein Politiker der die Gefahr für Kinder versucht zu sehen und hier strengere Gesetze einzufordern.
Gleich danach, liest man von Gutmenschen der Grünen, (man denke dabei, an Cohn Bendit) die nicht das Verbrechen verhindern wollen, sondern nachbetreuen, denn man kann leider nicht Vorbeugen wenn es um sexuelle Misshandlungen- Vergewaltigungen und tote Kinder geht die Kinderschändern in die Hände fallen!
„Kinder stark machen”…”Mein Körper gehört mir” sind (Kinder in die Hände der Kinderschänder treiben Projekte!)meiner Ex-Kindopfer- Meinung nach!
Die Theaterspielchen gibt es schon seit 1974 in Deutschland, wo bleiben die Erfolge? Im finanziellen wirtschaftlichen Anreiz der Betreiber, oder nicht? Denn auch hier wird unter dem Vorwand falsch verstandener Sicherheit für Eltern suggeriert dass:
- SICH die KINDER selbst schützen können obwohl man weiß, 97% der sexuellen Verbrechen an Kindern werden von Verwandten 1. Und 2. Grades begangen,
- von den engsten Freunden der Familie.
- Lehrern, Patres, Priestern, Äbten, Bischöfen,
- Sporttrainern, Turn-Musik-Nachhilfelehrern, Balletttrainern, Sänger-Knabenvereine usw…
Täter und Opfer kennen sich also, warum soll ein Kind annehmen dass gerade dieser ihm ganz vertraute Mensch ihm böses will?
Fremdtäter gehen heute ganz anders vor als vor 36 Jahren und diese Theater -Projekte an SCHULEN & Kindergärten angeboten und zu meinem Erstaunen auch noch angenommen werden, zeigt auch, dass man mit dem Thema in Wahrheit nichts zu tun haben will und so die Hilflosigkeit eben so löst!
Aber es hilft weder betroffenen Kind wirklich etwas außer:
- dass es sich total, doof,
- unfähig und beschämt fühlt
- undsich den Worten des Täters nun total ausgeliefert fühlt, der ihr sagte, „du kannst es sagen wem du willst, Dir wird niemand glauben!”
Genau das uvm. signalisieren diese Theaterspiele einem betroffenen Kind!
- Der Täter behält recht, da diese Theatervorführer ja das Gegenteil ihm vorspielen,
- aber ein betroffenes Kind das alles instinktiv und um zu überleben alles von selbst tat, sich zu wehren, laut zu schreien versuchte usw…aber leider, es ihm nichts half.
DER TÄTER ist immer STÄRKER!
Dieses Kind wird sich niemandem mehr anvertrauen, können Sie mir glauben, warum sollte es Menschen vertrauen die ihm das alles zu verstehen geben?
Und man sollte aufhören verhängnisvolle Sicherheiten öffentlich zu verbreiten die in der Realität absolut ins Leere laufen, oder bei betroffenen Kindern das Gegenteil bewirken!
Das ist keine Prävention, dass sollten Sie sich zu Herzen nehmen.
Es verunsichert „nicht” betroffene Kinder, sodass es
- zu falsche Beschuldigungen kommen kann,
- weil sie das oder jenes dafür benutzen,
- oder gar nicht verstanden was hier erzählt wurde.
- Es kann auch Angst auslösen, dass sehr sensible Kinder - Angstbesetzte Kinder werden,
- das Urvertrauen einen Schock erleidet, ohne dass ihnen wirklich sexuelle Gewalt angetan wurde.
- Da man nicht weiß wie es sich auf Kinder in Volksschulen u. Kindergarten Kinder auswirkt!
Man redet sehr viel von Kinderschutz aber es zeigt die Fratze dessen…
Es zeigt, dass man nicht gewillt ist effektiven Schutz vor Kinderschändern zuzulassen,
- da man gegen eine dauerhafte Inhaftierung von Sexualstraftätern als nicht Zielführend sieht.
- Keine härteren Strafen haben möchte für Kinderschänder, ich würde es noch verstehen, wenn es sich dabei um ein Delikt wie falsch parken sich handelt, aber dem ist nicht so.
- Es ist hier Zerstörung von Menschen im Gange die körperliche sowie seelische Dauerschädigungen zur Folge haben.
- Auch wenn der Verdrängungsmechanismus die Menschen für immer verstummen lässt und sie so scheinbar gut ihr Leben im Griff haben.
- Veröffentlichen von Kinderschändern als großes Verbrechen an den Kinderschändern sieht-Persönlichkeits- Menschenrechts- Verletzungen gesehen werden. Die Kinder von den Grünen total ausgeblendet, aber auch von allen „KINDERSCHÜTZERN” werden.
- In diesen Diskussionen kommen Worte wie sexuelle Verbrechen gar nie vor, man spricht vom „Missbrauch” dieses Wort ist eine Ächtung des Leides die Kinder durch Kinderschänder erfahren!
- Keine Webseitensperre, keine Datenspeicherungen offiziell von Kinderschändern deren Portalen im Netz gefordert wird von den Grünen, Piraten-Partei und Ministern und Wissenschaftlern, natürlich, weil sich in deren Kreisen ja auch die Kinderschänderlobby befindet und sitzt, muss man annehmen, oder?
- Abschaffung der Verjährungsfrist für sexuelle Verbrechen an Kindern abgelehnt wird von diesen Kinderschänder Fürsprecherinnen- Lobbyisten.
- ANZEIGEPFLICHT für Fürsorgeämter -Kinderschutzzentren & Anwaltschaften strickte abgelehnt wurde.
Und dass verkauft man uns allen als KINDER-OPFER-SCHUTZ, verächtlicher kann man mit Kindern als Opfer gar nicht umgehen!
————————————————————————————————-
Die EU hat kein Problem mit Politikern wie dem Grünen Cohn Bendeit? Was man davon halten kann,überlasse ich Ihnen!
EU- Vorzeigepolitiker Cohn Bendit…
——————————————————————————————————-
Ist das Kinderschutz?
Ist das Kinderschutz?
————————————————————————————————–
In den USA hat man seit 2005 gute ERFAHRUNGEN mit der Veröffentlichung von Kinderschändern gemacht!
In den USA
—————————————————————————————–
In Österreich laufen die Kinderschänder ohnehin frei herum und können unter der Kontrolle von Neustart ihren “Hobbys”- Kinder zu sexuellen Handlungen zu zwingen, zu misshandeln und vergewaltigen nachgehen…
Sexualstraftäter laufen ohnehin…
———————————————————————————————
Ein Kommentar zu “Härtere Gesetze für sexuelle Gewalt…”
Kommentare
© 2005-2009 gegensexuellegewalt.at - Impressum







12. Februar 2010 um 17:47 Uhr
Ehrlich gesagt, finde ich es einen Hohn an den Opfern zu sagen, wir sind auch eine vergebende Gesellschaft. Diese Kinder leiden ihr LEBEN lang unter den Folgen des Handelns eines Erwachsenen! Der Erwachsene hat eine “Wahl”, das Kind hat sie nicht! Wieso dann bitte den Erwachsenen schützen oder mit Milde behandeln? Er handelt doch bewusst so, sicher auch, weil er weiß, dass ihm nicht viel passieren kann. Und zu behaupten, Kinder könnten sich schützen ist einfach lachhaft und zeigt, dass sich hier die Politik keine Gedanken um die Kinder machen. Ansonsten sollen mir diese Herren (Interessanterweise vertreten vor allem die männlichen Politiker diese Ansichten?)doch bitte ein einziges Kind zeigen, dass sich körperlich gegen einen Erwachsenen zur Wehr setzt, von sonstigen Abhängigkeiten, wie emotionale, oder schlichtweg der überlebensnotwendigen (gibt mir zu Essen, einen Schlafplatz etc.) mal ganz abgesehen. Die Kinderschänder haben scheinbar in unserem Land eine breite politische Lobby, ansonsten würden die Gesetze wohl schon wesentlich verschärfter aussehen. Sehr trauriges Zeugnis für unser Land! Ich schäme mich, Bürger dieses Landes zu sein.