9. März 2010
Salzburg St.Peter -Erzabt tritt ab…
Fall weitet sich aus
09.03.2010, 10:46
Opfer beschuldigt zwei weitere Patres im Kloster St. Peter

Erzabt muss gehen für eine Zeit doch wenigsten...
Der Fall um sexuellen Missbrauch am Salzburger Kloster St. Peter weitet sich aus: Am Montag hatte Erzabt Bruno Becker seinen Rücktritt angeboten, nachdem er den 40 Jahre zurückliegenden sexuellen Missbrauch eines damaligen Minderjährigen eingestand. Das Opfer, ein heute 53-jähriger Salzburger, meldete sich am Dienstag im Ö1-Morgenjournal zu Wort und beschuldigte zwei weitere Patres, ihn jahrelang immer wieder missbraucht zu haben.
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Ein ehemaliger Mönch habe ihn damals wegen der Aussicht auf den Kirchturm gelockt. Dort sei es dann erstmals zum Missbrauch gekommen, sagte der damals Elfjährige: “Das war eine Todesangst, ich saß droben, konnte mich nicht rühren, ich konnte mich nur festhalten, und er stand vor mir, er hatte mir in die Hose gegriffen, und dabei hat er sich selbst auch befriedigt.” Sechs Jahre lang sei es immer wieder zu Missbräuchen durch diesen und einen anderen Pater gekommen, auch in deren Zellen.
Der Salzburger schilderte auch die Folgen der jahrelangen Missbräuche.
- Er fürchte sich seither vor Höhlen und Tunnels.
- Schlafstörungen,
- Stimmungsschwankungen und Depressionen seien weitere Folgen.
- Aus Scham und wegen des psychischen Drucks durch die Täter habe er erst nach 24 Jahren erstmals über die Vorfälle sprechen können und im Vorjahr die mutmaßlichen Täter mit den Vorwürfen konfrontiert, “und da von ihnen auch das Geständnis erhalten”.
- Einmal sei es unter den Patres sogar zu Handgreiflichkeiten gekommen, “weil dieser Pater auch mit Leuten aus dem Konvikt Beziehungen begonnen hatte”.
Patres im Jahr 2005 als Sextouristen verhaftet
Einer von den nun beschuldigten Patres hat den Orden später verlassen, der andere wechselte in Klöster nach Oberösterreich oder Bayern.
- Die beiden sind laut ORF 2005 in Marokko als Sextouristen festgenommen worden, einer wurde wegen schweren Missbrauchs an minderjährigen Marokkanern auch rechtskräftig verurteilt.
- Der Zweite wurde nicht verurteilt, dieser starb vor einem Monat in Bayern.
Übergriff durch Erzabt auf Radausflug
Der Übergriff durch den heutigen Erzabt sei bei einem Radausflug in einer Höhle am Untersberg bei der Quelle der Salzburger Wasserleitung erfolgt.
“In einer Grotte musste ich mich dann auf seinen Schoß setzen. Er drückte mich an sich, und ich war im Grunde genommen schon von vornherein einmal wehrlos”, so der heute 53-Jährige.
Zum Zeitpunkt der Tat sei er 24 Jahre alt und noch nicht Priester gewesen, hatte der Erzabt am Montag in einer Aussendung mitgeteilt.
Unmittelbar nach der Tat habe er sich bei dem Buben entschuldigt. Er bedauere auch heute noch diesen Vorfall aufs Tiefste und bitte um Verzeihung.
“Bedauerliches Ereignis”
Die Erzabtei unterstrich in der Mitteilung, es habe “seit diesem bedauerlichen Ereignis und in seiner ganzen seelsorgerischen Tätigkeit von Seiten Beckers keinen einzigen Vorfall dieser Art, weder an dem Betroffenen, noch an anderen Personen, gegeben”.
Bis vor Kurzem habe es in all den Jahrzehnten auch keinen Kontakt zwischen dem Betroffenen und dem Geistlichen gegeben.
Nach der Wahl von Becker zum Erzabt von St. Peter
wandte sich der 53-Jährige im Herbst 2009 über einen Ombudsmann an den Geistlichen. In einem Gespräch am 22. November 2009 in Wien, bei dem auch der Ombudsmann und eine weitere Vertrauensperson des Betroffenen anwesend waren, habe Becker den Mann erneut um Verzeihung für das vor über 40 Jahren Geschehene gebeten und seine aufrichtige Reue zum Ausdruck gebracht, hieß es in der Aussendung.
Dem Opfer 5.000 Euro geboten?
Etwas anders hingegen die Version des Opfers: Als der Erzabt im November des Vorjahres mit den Vorwürfen konfrontiert wurde, soll er den Missbrauch eingestanden, einen Rücktritt aber abgelehnt haben.
Stattdessen habe er dem Opfer in einem Brief, der dem ORF eigenen Angaben zufolge vorliegt, 5.000 Euro angeboten und ersucht, keine weiteren Schritte mehr zu veranlassen.
Dass der Erzabt erst jetzt seinen Rücktritt angeboten habe, begründete der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser am Dienstag im Morgenjournal mit internen Beratungen des Klosters und damit, dass er eine Antwort des Betroffenne abgewartet habe. Er selbst habe von den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen Becker erst Ende Jänner durch einen Brief des Opfers erfahren. Die Patres kenne er nicht bzw. habe er nie gekannt. Die angebotene Zahlung von 5.000 Euro sei kein Schweigegeld, sondern als Schmerzensgeld gedacht gewesen.
“Das wollten wir auch mit dem Betroffenen abklären, wie viel das denn sein kann.” Der Erzabt habe ihm auch versichert, dass das der einzige Fall in seinem Leben gewesen sei. “Und ich muss ihm Vertrauen schenken”, sagte der Salzburger Oberhirte.
Der angebotene Rücktritt Beckers muss nun formell vom Abtpräses der Österreichischen Benediktinerkongregation, Abt Christian Haidinger vom Stift Altenburg, angenommen werden, hieß es in einer Aussendung von Kathpress.
In der Zwischenzeit übernimmt laut Mitteilung der Prior die Amtsgeschäfte.
Fälle auch in Vorarlberger Klosterschule
Von Missbrauchsfällen betroffen ist auch die Klosterschule Mehrerau in Vorarlberg.
Nach entsprechenden Vorwürfen sei dort in den 80er-Jahren ein Pater nach Tirol versetzt worden, berichtete Abt Anselm van der Linde in einem Interview.
Ein weiterer Geistlicher des Klosters zeigte sich nach Vorwürfen im Jahr 2001 uneinsichtig. Er wurde suspendiert und gerichtlich verurteilt.
Quelle: www.krone.at -online 9.03.2010
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Wieviele Fälle die kath.Kirche und die Leiter von Ombudsstellen, wie Star Psychiater Max Friedrich von 2005 bis 2009 Ihnen als Lehrer, Eltern vertuscht hat, in ganz Österreich vorenthält und Ihre Kinder der Gefahr dieser Kinderschänder weiter aussetzte, ist ein riesiger Skandal meinen Sie nicht auch?
kath.Kirche vertuschte 2009
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Zitat:
Es wird auch hier in der Öffentlichkeit noch immer gelogen, da dieses Kirchenopfer des Erzabtes schon im September 2009 das Vorhaben mit diesem Kinderschänder der kath. Kirche zu sprechen in Angriff nahm!
Lesen Sie hier:
Kath.Kirchenopfer spricht…
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Hallo Opfer, macht euch nicht mitschuldig an neu produzierten Kindopfern!!!!
Hallo an alle Kirchenopfer
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