11. März 2010
Stift Kremsmünster 3 Patres als…
Missbrauchs-Vorwürfe im Stift Kremsmünster
11.03.2010 | 11:42 |Â Â (DiePresse.com)

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Ein ehemaliger Internatsschüler erhebt gegen drei Patres schwere Vorwürfe. Er berichtet von sexuellem Missbrauch und Gewalt-Exzessen. Einer der Beschuldigten weist die Vorwürfe als Unsinn zurück.
Ein ehemaliger Internatsschüler des Stiftes Kremsmünster erhebt schwere Vorwürfe gegen drei Patres. In einem Interview mit den
“Oberösterreichischen Nachrichten”
spricht der heute etwa 40-Jährige über sexuellen Missbrauch und Demütigungen. Er berichtet auch von Schlägen mit Schlüsselbünden und mit Kabeln. Gegenüber dem
hat ein weiterer ehemaliger Internatsschüler Anschuldigungen erhoben. Er berichtete etwa, dass ein Geistlicher einem Schüler geholfen habe, “sich an den richtigen Stellen zu waschen”. Es habe immer “Angst und Verschwiegenheit” geherrscht.
Die Vorfälle sollen sich in den 1980er-Jahren ereignet haben, es sollen keine Einzelfälle gewesen sein. Bei seinen Schilderungen über die sexuellen Übergriffe wurde der ehemalige Internatsschüler in den “Oberösterreichischen Nachrichten” sehr konkret. Er könne sich erinnern, dass einmal ein Pater seine Hand in die Pyjamahose eines Schülers geschoben habe, ein anderes Mal habe ein Geistlicher seinen Kopf zwischen die Füße eines Jugendlichen gedrückt.
“Wir wurden abgewatscht”
Zwei Mönche hätten regelmäßig Schüler verprügelt. Außerdem seien bereits für ein geringes Vergehen drakonische Strafen verhängt worden. “Wir wurden dann abgewatscht und mussten drei Wochen lang in der Freizeit bis Mitternacht lateinische Enzyklopädien abschreiben und übersetzen”, so der Ex-Zögling. Die Opfer seien vorwiegend jüngere Schüler aus der Unterstufe gewesen.
Die drei beschuldigten Patres seien bereits pensioniert. Der Hauptbeschuldigte wies die Vorwürfe in den “Oberösterreichischen Nachrichten” zurück. “Reiner Unsinn. Das hat er sich nach 30 Jahren schön zusammengereimt”, wird der Pater zitiert.
Der Abt des Stiftes Kremsmünster, Ambros Ebhart, kündigte an, den Vorwürfen nachzugehen. Er habe zwar von manchen Gerüchten gehört, “mir persönlich sei da nichts gesagt worden.”
(Red.)
Quelle: http://diepresse.com -online 11.03.2010
3 Täter – 5 Kindopfer Buben
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