12. März 2010
Diözese Gurk Bischof Schwarz sagt…
Bischof: “Eine sehr belastende Situation”
Bischof Alois Schwarz über Missbrauchsfälle, die es in der Diözese gab und aktuelle Überprüfungen. “Missbrauchsopfern wird eine unvorstellbare Verwundung zugefügt.”

"Eine sehr belastende Situation" so Bischof Schwarz
Bericht: Kleine Zeitung Kärnten
Nach Missbrauchsfällen in kirchlichen Institutionen anderer Bundesländer: Haben Sie Sorge, dass auch Kärnten in die Schlagzeilen geraten könnte?
Alois Schwarz: Das ist nicht abschätzbar. Wir haben mit der Ombudsstelle für Opfer sexuellen Missbrauchs in der Kirche klare Vorkehrungen getroffen, die seit 15 Jahren den Menschen, die sich melden, zur Seite steht und Maßnahmen setzt.
Sechs Personen haben sich seither gemeldet. Es gab also Missbrauchsfälle auch in Kärnten?
Alois Schwarz: Es gab Missbrauchssituationen, ja, die aber alle nicht strafrechtlich belangt sind.
Welche Konsequenzen gab es?
Alois Schwarz: Als Bischof bin ich mit dienstrechtlichen Konsequenzen, also Dienstfreistellungen, relativ rasch.
Eine solche gab es vor Jahren. Wir haben auch die Prävention verstärkt: durch Information der Priester und hauptamtlichen Laienmitarbeiter über korrektes Verhalten im Umgang mit Kindern und Jugendlichen.
Und die sechs Opfer?
Alois Schwarz: Es wurde versucht, den Einzelnen je nach Vorschlag der Ombudsstelle zu helfen. Etwa mit therapeutischer Begleitung.
Die Villacher Plattform gegen sexuelle Gewalt kritisiert “kirchliche Knebelverträge”, weil Missbrauchsopfern finanzielle Entschädigung mit der Bedingung angeboten werde, gegenüber der Öffentlichkeit zu schweigen. Wird das so gehandhabt?
Alois Schwarz: Das kommt bei uns überhaupt nicht vor und ist für mich undenkbar.
In Kärnten war über Jahrzehnte Tanzenberg das kirchliche Internat. Sexuelle Übergriffe soll es in der Vergangenheit auch dort gegeben haben, ist jetzt hinter vorgehaltener Hand zu hören.
Alois Schwarz: Ich kann erst reagieren, wenn Betroffene über die Ombudsstelle ihre Situation zur Sprache bringen.
Die Opfer melden sich meist erst nach vielen Jahren.
Alois Schwarz: Das ist leider eine Tatsache. Ich glaube, dass sich heute Opfer aufgrund der geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen rascher melden würden. Missbrauchsopfern wird eine unvorstellbare Verwundung zugefügt.
…ganz besonders, wenn es im kirchlichen Rahmen geschieht?
Alois Schwarz: Es schmerzt in zwei Bereichen sehr: In der Familie, weil das der Raum der Intimität ist, und in der Kirche, weil von ihr zu Recht eine besonders hohe moralische Integrität erwartet wird.
Fälle in anderen Ländern zeigen, dass Geistliche, die Missbrauch begangen haben, in andere Diözesen versetzt wurden und dort im Amt blieben. Können Sie solche Versetzungen von und nach Kärnten ausschließen?
Alois Schwarz: Zu meiner Kärntner Amtszeit gab es das nicht. Ich habe bei jedem Priester, der zu uns kommt, in der Heimatdiözese beim Bischof nachgefragt, ob Dinge vorliegen, die nicht korrekt waren.
Jetzt wird diskutiert, wie sehr die Priesterausbildung und der Zölibat Mitschuld an sexuellem Missbrauch in der Kirche haben?
Alois Schwarz: Sexueller Missbrauch ist auch Folge einer Persönlichkeits- und Entwicklungsstörung. Es ist wichtig, in der Priesterausbildung auf reife Persönlichkeiten zu achten.
Mit dem Zölibat als Handicap?
Alois Schwarz: Dieser Frage muss man seriös und vorurteilsfrei nachgehen. Nach meinem jetzigen Informationsstand ist nicht der Zölibat Ursache für sexuellen Missbrauch, sondern menschliche Unreife.
Wie geht es Ihnen mit dem Hochkochen der Missbrauchs-Thematik?
Alois Schwarz: Die Vorkommnisse machen mich sehr, sehr traurig, es ist eine sehr belastende Situation durch das Fehlverhalten einzelner. Mir ist auch wichtig, jene zu ermutigen, die treu und verlässlich ihre Arbeit in der Seelsorge machen. Diese leiden unter den Pauschalverdächtigungen.
Aktuell haben sich dieser Tage weitere Fälle bei der Ombudsstelle gemeldet?
Alois Schwarz: Ich weiß noch nicht, ob es Fälle sind. Es sind erste Kontakte. Die Ombudsstelle geht den Vorwürfen jetzt nach.
INTERVIEW: ANDREA BERGMANN
Quelle: www.kleinezeitung.at -11.03.2010
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Zitat:
Dazu gab es von mir eine sofortige Reaktion und ich schrieb an die kleine Zeitung einen offenen Brief ob dieser gedruckt wird steht auf einem anderen Blatt.
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Offener Brief an Bischof Schwaz aus der Diözese Gurk.
In der Ausgabe vom 11.03.2010 Kleine Zeitung wurde ich Reisinger Hermine INFORMATION &AUFKLÄRUNG GEGEN SEXUELLE GEWALT zitiert, dass ich von Knebelverträgen spreche die Missbrauchsopfer unterschreiben müssen um in den Genuss von Almosen sprich Wiedergutmachung  zu kommen, die in Wahrheit  ein Generalvergleich und Schweigegelder sind.
Da sagten Sie, Herr Bischof Schwarz, dass das in Kärnten nicht vorkomme.
Aber im Übrigen, in Österreich sind diese Methoden seit Jahrzehnten Sitte in der kath. Kirche!
Bestes Beispiel der Fall aus der Diözese Salzburg St. Peter der Fall des Erzabtes Bruno Becker, der nicht abtreten wollte 2009 als er im Herbst genau September mit dem Opfer konfrontiert wurde.(nach 40 Jahren)
Er wollte nach der Aussprache, dem Opfer 5.000.-Euro bezahlen, aber das Opfer dürfe nicht mit niemandem auch nicht mit dritten z.B.: Medien darüber sprechen.
Das schlug das Opfer aus, und dafür spreche ich dem Opfer meine Hochachtung aus, dass er sich nicht zum Mitwisser, Mittäter machen ließ von der kath. Kirche und dem Vertuschen von Kinderschändern entgegenstellte: Verantwortung übernahm!
Und erst jetzt , das alles an die Öffentlichkeit drang der Erzabt Bruno Becker gehen musste!
Denn das tut die kath. Kirche somit indem sie einen Generalvergleich von den Eltern der Kindopfer, oder den Ex-Kindopfern als Gegenleistung für die Almosen (SCHWEIGEGELDER) von 3.500.-Euro, oder eben wie oben erwähnt 5000.-Euro, schaut man in die USA wo die Opfer 1, 2 Millionen Dollar bekamen, abspeist in Österreich für ein zerstörtes Leben! Ich bin gut informiert durch Opfer die mir erzählen.
Dass soll in Kärnten anders sein? Wo doch das Kirchengesetz zu befolgen ist und da denke ich auch Sie nicht anders handeln werden, da vom Papst Benedikt 2001 in einem Brief an alle Bischöfe schrieb:
Der Papst ist an Vertuschung interessiert. 2001 hat die Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger das Schreiben „Delicta graviora” verfasst. Darin wird der Umgang mit Missbrauchsfällen geregelt – nämlich strenger, weil Rom alle Fälle an sich zieht.
Eine Vertuschung der Ortskirche soll so verhindert werden. Geheim soll nur das Kirchenverfahren bleiben, nirgendwo wird untersagt (oder empfohlen), staatliche Behörden einzuschalten. Dass dieses Schreiben nur in Latein vorliegt, zeugt nicht gerade von entspanntem Umgang mit dem Problem.
Und solche Prozesse seien dem Papst zu melden und alle darüber zu schweigen haben, ist Papst Benedikts Botschaft.
Es müssen die Kinderschänder versetzt werden, wenn es sich egal wo, in einem Dorf oder Bezirk zuträgt.
Und ich möchte Sie fragen, wo die Kinderschänder in Kärnten heute leben, wohin verschoben wurden, die jetzt und 2009 2 Fälle ausgedeckt wurden, oder die noch leben von den 8 Fällen(alles natürlich verjährt?)
Denn die kath. Kirche glaubte bis heute es wären die Probleme mit Versetzungen der Kinderschänder gut gelöst! Heute kommen ein paar Fälle  an die Öffentlichkeit und was macht die kath. Kirche?
Sie versucht schon wieder die Türen zu schließen und zu sagen das tut uns leid und die Sache ist erledigt, so Herr Bischof Schwarz geht die Rechnung nicht für die kath. Kirche auf.
Die Saat die man pflegt, wird man ernten müssen und Sie haben lange zu lange vertuscht als kath. Kirche die Kinderschänder geschützt und wie man sieht geht das jetzt ebenfalls so weiter.
Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu erfahren wo die Kinderschänder Priester wieder eingesetzt werden und ganz besonders die Kinder die so wissentlich als zukünftiges Opfer riskiert, wenn man die Kinderschänder weiter schützt und anonym auf andere Orte versetzt.
Sie müssten jetzt reagieren, da es ja 8 Täter gab in Kärnten und wo sind die heute Herr Bischof Schwarz, Dienstfreigestellt? Für wie lange, wenn die Fälle verjährt sind? Und Kinder gibt es überall da können Sie absolut nichts machen auch wenn er in einem Kloster lebt gibt es Gelegenheiten dazu.
Wissen Sie wie sich Opfer fühlen, wenn Sie denen sagen: „ kommt zu uns?” Es ist eine äußerst verwerfliche Geste die Sie hier den Opfern anbieten und dass sie sogar mit den Tätern reden sollen. Sie gehen gar nicht davon aus, dass damit Ex-Kindopfer Schwierigkeiten haben könnten?
Das wäre das gleiche, wenn ich als Opfer von Pflegeeltern zu ihnen gehen hätte müssen mit 15 Jahren, um sie zu fragen, ob ich sie anzeigen darf, finden Sie das korrekt, Herr Bischof Schwarz.
Ich rede aus der Position von und für Opfer und setze mich dafür ein, denn ich finde es äußerst anmaßend und verächtlich wie die kath. Kirche(nicht nur, auch die Politik die Justiz in Österreich) mit den Kindern -Opfern umging und noch immer umgeht!
Sie sprechen davon, dass sich die Kindopfer erst so spät melden, da würde ich sagen, Sie als Kirchenverantwortlicher müssten sich dafür aussprechen, dass  zuerst die Verjährungsfrist abgeschafft gehört, damit die Kindopfer als erwachsene Menschen die Chance bekommen ihre Peiniger der kath. Kirche anzeigen können.
Kinderschänder werden die kath. Kirche zu Fall bringen Herr Bischof Schwarz, nicht die Kindopfer die jetzt an die Öffentlichkeit gingen, dass muss hier auch ganz deutlich gesagt werden! Und diese können nur mit der Hilfe ihrer Vorgesetzten sich geschützt und gut aufgehoben fühlen eben in Österreich, weil ihnen gar nichts hier passiert und eben auch in der kath. Kirche!
MfG
Ich stehe gerne zu einer Diskussion zur Verfügung.
Reisinger Hermine
Schulsteig 15
9500 Villach
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Verjährungsfristen in Österreich
Verjährungsfristen in Österreich
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Von Kärnten hörte man überhaupt sehr wenig über kath.Kirche- Fällen von sexueller Misshandlung Gewalt durch Kinderschänder der Diözese Gurk…
Diözese Gurk in Kärnten hat ebenfalls…
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Die kath.Kirche der Schutzschirm für Kinderschänder…
Knabenschänder -Girllover im Schutz der kath.Kirche
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Kommentare
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