12. März 2010

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Südsteiermark ein Priester aufgedeckt…

Erneut Fall von Missbrauch durch Pfarrer

Geistlicher soll sich in 80ern in oststeirischer Gemeinde an Buben vergangen haben. Er wurde in Orte in die Südsteiermark versetzt.

Kinder werden hier KINDERSCHÄNDERN schutzlos ausgeliefert, liebe Eltern!

Kinder werden hier KINDERSCHÄNDERN schutzlos ausgeliefert, liebe Eltern!

Das bleibt unter uns.” Dieser Satz löst bei Andreas K.* schlimme Bilder aus. “Das hat der Pfarrer danach zu mir gesagt” - nachdem er den damals 12-jährigen K. in seinem oststeirischen Heimatort missbraucht hatte, wie K. erzählt. Über ein Jahr lang. Von mindestens zehn weiteren Opfern weiß K. Gerechtigkeit sei ihm und seiner Familie bis heute nicht widerfahren.

Damit kommt nach dem von der Kleinen Zeitung aufgerollten Fall in St. Gallen und einem weiteren in der Oststeiermark der dritte Fall von Kindesmissbrauch durch einen Pfarrer in der Steiermark ans Licht.

K., heute 37, hat nicht nur durch den Missbrauch gelitten. Es gab Ermittlungen der Polizei. K. hat, wie ein weiteres Opfer, 1998 gegen den Pfarrer ausgesagt. “Auch von der Diözese wurde ich befragt”, sagt er. Er erzählte, wie ihn der Pfarrer ins Zimmer geholt, ihm Geld zugesteckt hat. Mehrfach habe er K. schwer sexuell missbraucht. K. verspürte Scham und Schuldgefühle.

Im Jänner 1999 wurde die Anzeige durch die Staatsanwaltschaft Graz eingestellt. Der Pfarrer wurde dennoch 1998 aus dem Ort abgezogen. Offiziell aus “gesundheitlichen Gründen”, wie K. erzählt. Bald darauf wurde er in zwei Orten in der Südsteiermark wieder als Pfarrer eingesetzt.

“Von der Staatsanwaltschaft wurde 1999 die Vorerhebung eingestellt”, sagt Georg Planck, Sprecher der Diözese. Da damit die Unschuldsvermutung galt, sei er mit 1. September 2000 zum Pfarrer der beiden Orte in der Südsteiermark ernannt worden.

Als neue Vorwürfe aus der ersten Pfarre erhoben “und durch glaubwürdige Zeugen erhärtet wurden, wurde der Pfarrer - wieder gegen Protest der Bevölkerung - abberufen und vom Dienst freigestellt“, so Planck.

Trotz der Verjährung nach staatlichem und kirchlichem Recht sei ihm ein bleibender Aufenthaltsort in einem Kloster mit sichernden Auflagen zugewiesen worden.

Feindseligkeit

Für die Opfer und ihre Familien war das Leid nicht zu Ende. “Uns schlug von Leuten aus dem Dorf massive Feindseligkeit entgegen”, sagt K. und auch seine Verwandten berichten davon. Sie hätten den Pfarrer vertrieben, hieß es. Es ging bis hin zu beruflichen Einbußen. Noch heute leiden die Familien darunter.

Der Pfarrer dementierte in Briefen die Vorwürfe, schrieb von “Verleumdung”. 2003 schrieb er, er hätte “nie jemanden zu etwas genötigt”. “Noch immer bin ich wütend darüber”, sagt K. Er hatte Depressionen, wollte sterben. War beziehungsunfähig, bis er eine Therapie machte.

“Als ich erfahren habe, dass er wieder als Pfarrer tätig ist, hat mich das schwer beschäftigt”, sagt K. Er nahm Kontakt mit der Ombudsstelle der Diözese in Graz auf. “Erstmals hatte ich das Gefühl, ein offenes Ohr in der Kirche zu finden”, sagt K. 2003 gab es neue polizeiliche Ermittlungen.

13 Männer sagten aus. “Der Pfarrer (…) ist verdächtig in den Jahren zwischen 1982 und 1989 mindestens 13 Burschen (…) unter Ausnützung seiner Stellung (…) wiederholt sexuell und schwer sexuell missbraucht zu haben”, heißt es in der Anzeige.

Doch auch diese wurde fallen gelassen, wegen Verjährung.

Zur gleichen Zeit gab es ein kirchengerichtliches Verfahren, zunächst in Salzburg. Doch der zuständige Gerichtshof im Vatikan schloss es 2006 ohne Urteil ab; die in Salzburg angeklagten Tatbestände seien verjährt. “Auch für uns war das unbefriedigend”, sagt Birgit Posch-Keller von der Ombudsstelle in Graz. Einigen Opfern wurde psychologische Hilfe ermöglicht.

Der Pfarrer wollte zu den Vorwürfen gestern nichts sagen. Noch 2006 schrieb er in einem Brief: “Als Aushelfer bin ich in den Pfarren begehrt.”

*Name geändert

SONJA HASEWEND

Quelle: www.kleinezeitung.at -online  12.03.2010

1 Täter - 14 Kindopfer Buben

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Die vertuschten Fälle der kath.Kirche bis 2010

Kath.Kirche vertuschte Fälle bis 2010…
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Ein Kommentar zu “Südsteiermark ein Priester aufgedeckt…”

  1. Böck Ferdinand meint:

    Im Strafrecht gibt es das Delikt der unterlassenen Hilfeleistung. Dieser Verfehlung machen sich alle Präsentanten der Kirchenhierarchie bis zum Papst hin schuldig. Der Papst inklusive, da er 2002 ein Edikt verabschiedet hat, wonach sämtliche Missbrauchsfälle Rom zu melden sind und dort entschieden wird, ob die Staatsanwaltschaft eingeschaltet wird - ein ungeheurer Zustand. Wie ich heute aus den Medien entnahm hat auch Ratzinger zu seiner Zeit als Bischof einen straffällig gewordenen Priester “lediglich” weiterversetzt - wo dieser dann wieder Kinder missbrauchte. Es wäre auch interessant zu eruieren, wieviele Missbrauchsopfer Suizid verübt haben (tausende Opfer gibt es ja in den USA, Irland …).
    Sollte es nur ein Einziger sein, so haben die Verantwortlichen Bischöfe, Kardinäle bis zum Papst hin Blut an ihren Händen, da sie ihrer Hilfeleistungpflicht nicht nachgekommen sind. In Amerika spricht man von Hunderten geistlichen Würdenträgern die sich schuldig gemacht haben durch Vertuschen, Wegsehen (die Täter wurden stets weiterversetzt, somit war es ihnen möglich auch weiterhin in der strafbaren Handlung zu verharren).

    Für mich repräsentiert die röm.kath. Kirche keine christlichen Werte mehr. Sie ist zu einem Megakonzern, mit eigener Vatikanbank und globalen Wirtschaftsverflechtungen mutiert. Hat nicht Jesus, der Nazaräner einst im Tempel des Herrn die Händler und Kaufleute vertrieben? Was würde er machen, wenn er das unstete Treiben im Vatikan heute sieht. Ich vermute, dass er den Papst und die heruntergekommene Priesterkaste aus Rom vertreiben würde.

    Erinnern wir uns an die letzten Katastrophen (Haiti und Chile) - Rom, sprich Ratzinger hat stets nur zum Spenden aufgerufen. Ich habe 200 Euro gespendet - was aber hat der Vatikan locker gemacht?

    Es bedarf einer grundlegenden Erneuerung der Kirche - auch müssen die Lehransätze der apokryphen Evangelien miteinbezogen werden - in einigen war schon damals die Frau dem Manne gleichwertig, nur passte das der damaligen wie auch der heutigen Priesterkaste nicht in ihr Konzept.

    Wir wissen auch, dass die damaligen Urchristen die Reinkarnation sowie den Fleischverzicht (Vegetarier) lehrten. In Anbetracht dessen, dass die Weltmeere beinahe leergefischt sind, die Nutztiere unsägliches Leid bis zu ihrer Tötung erleiden müssen, jährlich tausende Quadratkilometer Regenwald brandgerodet werden für den Sojaanbau (für unsere Nutztiere) muss ein Umdenken stattfinden. Es geht beileibe nicht um gänzlichen Fleischverzicht - nur um ein vernünftiges Maßhalten mit den Ressourcen. Man bedenke, dass für die “Produktion” von 1 kg Rindfleisch 15.000 liter Wasser von Nöten sind vom C02 Ausstoß gar nicht zu sprechen.

    Das sind meines Erachtens Schwerpunkte für eine moderne, pflichtbewusste Kirche. Derzeit wird es nicht möglich sein, da die Kirche auch aus dem Tierleid (indirekt durch Aktien, Geschäftsanteile Konzernbeteiligungen udgl) ihren Profit zieht.

    Wo bleibt die mahnende Stimme od. “Gewissensaufruf” des Vatikans an die europäische Union? Die europäischen Fischflotten haben sämtliche Fangquoten entlang der afrikanischen Küste zu einem Spottpreis aufgekauft - mit dem Resultat, dass die dort ansässigen Fischer mit ihren Kleinbooten nicht mehr existieren können und nun mit diesen ins reiche Europa emigrieren.

    Wo bleibt die mahnende Stimme von Ratzinger zum Irakkrieg? Georg W Bush hat in einem Interview bekannt gegeben, dass Gott persönlich zu ihm gesprochen habe, und dass es ein gerechter Krieg sei!!

    Es gibt keinen Kriegsgott egal in welcher Glaubenslehre, geschweige denn, würde Gott die Schirmherrschaft für einen Kriegspräsidenten od. dessen Nation einnehmen.

    Selbstverständlich ist Ratzinger auch fehlbar!! Kann man aus der Geschichte belegen. Vor Jahren wurde die sogenannte Vorhölle abeschafft (absolut richtig) - das bedeutet aber im Gegenzug, dass jener Papst, der dieses Instrumentarium installierte (und den Anspruch auf Unfehlbarkeit erhob) anscheinend doch fehlbar war. Alle Kirchenkritiker und Theologen die sich dem vorgegebenem Dogma aus Rom widersetzten wurden letztlich durch die Glaubenskongregation ihres Amtes enthoben.

    Fazit: die Kirche ist eine streng hierarchische Männerdomäne mit ausgeprägten wirtschaftlichen Ineressen, globalen Vernetzungen, profitorientiert,eigenen undurchsichtigen Finanzgeschäften und Bankenstrukturen wo christliche Attribute keinen Stellenwert besitzen.

    Traurig ist noch zu bemerken, wenn Ratzinger von einem strafenden Gott und Satan spricht.

    PS:Ich glaube nicht an Satan, sollte es diesen jedoch geben, dann genügt ein Blick in den Vatikan um die Fratze desselben und seiner Gefolgschaft zu erkennen.

    Wie viele Menschen wurden im Name Christi (Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Christianisierung der indigenen Völker …) dahingemetzelt?

    Ferdinand Böck / 2054 Alberndorf

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