26. März 2010
Bevölkerung will Pfarrer zurück…
Pfarre will suspendierten Priester zurück

Sexverbrecher Geistlicher mit sexuellen Verbrechens- Beweismaterial aufgedeckt...
Nach der Suspendierung von drei Priestern wegen Missbrauchsvorwürfen greift jetzt eine Pfarre zu ungewöhnlichen Mitteln: Die Pfarrgemeinschaft Deutschlandsberg will ihren suspendierten Pfarrer zurück.
Die Resolution wurde auch an den Grazer Diözesanbischof Egon Kapellari geschickt.
Strafe abgebüßt – Schuld getilgt
Der einstweilen suspendierte Pfarrer hatte vor zwölf Jahren wegen einer sexuellen Handlung mit einem 17-Jährigen eine Strafe verbüßt – die Schuld sei damit getilgt, so der Vorsitzende des Deutschlandsberger Gemeinderates, Ernest Theußl, daher könne man dem Pfarrer heute nichts mehr vorwerfen.
Die Pfarrgemeinden Frauental, Freiland, Osterwitz, St. Oswald und Deutschlandsberg verfassten daher eine Resolution, um ihren Seelsorger zurückzuholen.
“Wir haben das von Anfang an gewusst”
“Darin haben wir bekräftigt, dass wir von Anfang an informiert waren über die Geschichte, dass wir mit ihm einen guten Weg gegangen sind und den weitergehen wollen und dass wir der Meinung sind, dass es gerade in unserer Kirche in so einem Fall, wo es ja nicht um Gewaltanwendung gegangen ist, auch einen Weg des Verzeihens geben muss”, sagte Theußl.
Wahrscheinlich werden auch die Dienstfreistellungen anderer Pfarrer nochmals überprüft.
Resolution an Kapellari übergeben

Zuständiger Bischof Kapellari, für Versetzungen und jetzigem NICHT handeln...
Die Resolution wurde bereits an Bischof Egon Kapellari übergeben, außerdem wurde sie beim Gottesdienst vorgelesen.
Seitens der Kirche hieß es, man werde das Anliegen der Deutschlandsberger ernst nehmen – man werde den Fall noch einmal überprüfen und dann eine Entscheidung treffen, ob der Pfarrer möglicherweise wieder seinen Dienst antreten kann, sagte der Sprecher der Diözese Graz-Seckau, Georg Plank.
Auch andere Suspendierungen geprüft
Nochmals überprüft werden wohl auch die Suspendierungen der Pfarrer in Graz-Puntigam und Gußwerk. Im Ort wisse keiner so genau, warum der Pfarrer habe gehen müssen, so der Gußwerker Bürgermeister Michael Wallmann – er sei von heute auf morgen verschwunden.
Eine Resolution des Pfarrgemeinderates gibt es noch nicht, aber auch hier dürfte sich das Kirchenvolk für eine Rückkehr seines Geistlichen einsetzen.
Quelle: www.orf.news.at -online 26.03.2010
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Zitat:
Es geht den Kinderschändern in der kath. Kirche genauso gut wie im weltlichen Gesellschaften…
Auch in der weltlichen Welt werden jährlich von Fürsorge, Kinderschutzzentren, Ärzten, da sie alles an das Fürsorgeamt weiterleiten müssen die Kinderschänder geschützt und vertuscht.
Aber wenn man wirklich die Gefahren die von solchen Priestern ausgehen können wahr nimmt und ernst nimmt, so wird die kath. Kirche in 10 Jahren wieder dasselbe erleben wie heute. Und von “offenen” Umgang mit Kinderschändern in den kirchlichen Reihen geht so weiter, wie vorher.
Und dem Kinderschändersumpf werden so wieder Tor und Tür geöffnet.
NUR WER DAVON BETROFFEN IST, denkt nicht so und würde sich dagegen aussprechen, dass der Peiniger in der Gemeinde, dem Ort weiter Kindern Jugendlichen die Beichte abnimmt usw.
Aber wenn der Großteil der Bevölkerung heute noch glaubt, dass aufgedeckte Priester nicht mehr rückfällig werden, der irrt gewaltig. Natürlich gehen solche Maßnahmen auf Kosten von Kindern die zu Opfern werden können.
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Bischof Kapellari muss hier handeln…
Dienstfrei gestellt 3 Priester…
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25. März 2010
Sexualstraftäter war in Therapie und…
Sex-Täter lockte Kinder in den Keller

"KINDER brauchen SCHUTZ, IHREN SCHUTZ!"
Acht Jahre saß ein Wiener Kinderschänder ab, ehe ihm eine positive Wandlung attestiert wurde. Nach zwei Monaten in Freiheit soll er rückfällig geworden sein.
Kindern wurde auf dem Schulweg aufgelauert, dann lockte sie der Sextäter in Keller oder ins Gebüsch.
Der Verdächtige hat seit den 90er-Jahren vor allem in Favoriten sein Unwesen getrieben. Bis März 2009 war er zuletzt in Haft. Wie schon früher, soll er Kindern auf dem Schulweg aufgelauert und sie erst nach Namen oder Uhrzeit gefragt haben. “Dann hat er sie hinter Gebüsche, in Keller oder Hauseingänge gelockt”, sagt die Polizei zum jüngsten Verdacht.
Dort soll der Mann seine letzten bisher bekannten Opfer – drei Buben und zwei Mädchen im Alter von acht bis zehn Jahren – ausgezogen, betastet und mit dem Handy fotografiert haben. Ausgeforscht wurde der Beschäftigungslose von der Kripo-Süd bereits im Februar, nach einer Sex-Attacke auf einen Buben am 14. Jänner bei der Philadelphia-Brücke in Meidling. Das Opfer hat ihn auf vorgelegten Fotos erkannt. Andere beschrieben zwei Hunde, einen großen schwarzen und einen kleinen braunen Mischling, mit denen der Täter unterwegs war. Sie erinnerten sich auch an eine markante Schlüsselkette, Wollhandschuhe und die “Rapid”-Kappe ihres Peinigers.
Aussage verweigert
Erst durchaus gesprächsbereit, verweigerte der 45-Jährige fortan die Aussage – angeblich auf Anraten einer Delegation des Menschenrechtsbeirates, die dem Arrest in Favoriten, in dem der Verdächtige saß, eine Visite abgestattet hatte. “Die haben g’sagt, ich soll nix sagen”, gab der Mann zu Protokoll, worauf die Kripo eine Beschwerde wegen Behinderung der Ermittlungen verfasste. Auch ohne Geständnis stieß die Kripo auf Beweise, etwa die beiden erwähnten Hunde. Sie gehören der Lebensgefährtin des Mannes. Und man fand die anderen beschriebenen Utensilien und auch Opfer-Bilder.
Rückfalltäter
Laut Polizei wiegen die dem Mann vorerst nachgewiesenen Taten nicht ganz so schwer wie jene, wegen derer er bereits zu dreieinhalb, dann vier und zuletzt (2001) sechs Jahren Haft plus “Maßnahmenvollzug” (nach zwei Jahren mit positiver Prognose, Anm.) verurteilt worden war. “Er hätte sich bei der Intensität seiner Taten wohl wieder gesteigert”, mutmaßt die Polizei. Im März 2009 kam der Mann frei, im Mai darauf wurde das Erste der ihm nun angelaseten Delikte verübt.
Weitere mögliche Opfer werden gesucht (313 10, 57800 Dw., Gruppe Königshofer, Obstlt. Winkler).
Rückfalltäter: Nach fünf Jahren ist die Tat nicht mehr relevant
Strafgesetzbuch
Unter bestimmten Voraussetzungen (§ 23) kann ein “gefährlicher Rückfallstäter” (Zitat) verurteilt werden, nach verbüßter Strafe weiter angehalten zu werden: Er muss 24 sein, zu mindestens zwei Jahren verurteilt werden, Gewalt angewendet haben, schon zwei Mal deswegen verurteilt worden sein und 18 Monate in Strafhaft zugebracht haben. Liegen zwischen den Taten mehr als fünf Jahre, gilt das nicht mehr als Rückfall.
Vorbeugend
Als Zweck der Maßnahme wird im Gesetz ausdrücklich der Schutz der Gesellschaft vor Hang- und Berufsverbrechern genannt. International ist von Sicherungsverwahrung die Rede. Österreich vermeidet den Ausdruck, weil die vorbeugende Maßnahme nicht nur der Verwahrung dienen soll, sondern auch eine Resozialisierung angestrebt wird. Dazu bedarf es freilich einer Therapie, womit die Justiz quantitativ überfordert ist.
Artikel vom 25.03.2010 06:29 | KURIER | Peter Grolig
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Zitat:
Sehr interessant was man hier wieder einmal erfährt, dass nach 5 Jahren jeder Kinderschänder wieder als Ersttäter vor Gericht steht, da er nicht mehr als schon auffälliger Kinderschänder  aufscheint. Seine 3 vorherigen Prozesse verschwinden im Gerichtsakt.
So schönen die Experten von den Psycho-Sanatorien die Rückfallszahlen – Quoten von „therapierten” Kinderschändern nicht 4 % wie man beim Neustart und allen Kinderschänder Betreuern immer wieder aufstellen, Â sondern 96% betragen werden, na dann liebe Eltern, denkt darüber einmal nach! Ich weiß schon warum ich niemandem traue.
Dieser Täter führt es wieder einmal deutlich uns vor! Februar entlassen im April schon wieder rückfällige geworden, dass nennt man Erfolg Herr Dr. Beier aus der Charité Berlin (kein Täter werden) und in Österreich Dr. Eher Spezialist für Kinderschänder Begutachtungen Wien – Mittersteig und Floridsdorf.
Wen dürfen die drei Buben und zwei Mädchen nun mit anklagen, von euch Gutachtern in Wien, die diesen untherapierbaren Kinderschänder positiv beurteilt haben?
Es ist ein unverantwortlicher Skandal dass sogenannte Experten hier wissentlich weitere 5 Kindopfer riskiert und nun 5 traumatisierte Kinder  zur Folge hat!
Und ihn wieder frei lassen wird, da er gar nicht viel Strafe erhalten wird.
Wann hören wir auf zu lügen? Â Und beginnen uns ernste Gedanken über ein Kinder schützendes System zu machen? Wann?
1 Kinderschänder – 3 Bubenopfer und 2 Mädchenopfer
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Fehleinschätungen sind an der Tagesordnung , diese Meldung müsste uns aufschrecken, aber tut sie es auch?
Fehleinschätzungen sind an der Tagesordnung…
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“Ups, die ist ja vergewaltigt worden…”
„Ups, die ist ja vergewaltigt worden”
Die Psychologin Susanne P. wurde im Gefängnis Opfer eines Patienten.
Sexverbrecher darf man nicht veröffentlichen, denn man könnte ja ein Kind vor ihm schützen!
Jetzt spricht sie über ihr Martyrium und ihren Weg zurück in ein normales Lebens
Quelle: www.focus.de Ausgabe 11/ S46 – 48 / 15.03.2010
Wie geht es ihnen?
Susanne P.
Leidlich gut. Es war ein sehr schwieriges Jahr. Seit meiner Geiselnahme im April vergangenen Jahres ist nichts mehr in meinem Leben wie, wie es vorher war.
Vor der Tat war ich eine starke, se3lbstbewußte Psychologin, die Sexualstraftäter behandelt und viel und gerne gearbeitet hat. Nachher war ich zunächst einmal Opfer, das in einer posttraumatischen Wolke verschwand. Ich musste mich ganz neu finden und jeden Tag darum ringen – und dies tue ich noch heute.
Auf welche Weise?
Susanne P.:
Der Neuanfang nach diesem Erlebnis war schlimm. Der größte Erfolg des vergangenen Sommers war, dass ich es geschafft habe, alleine in den kleinen dunklen Supermarkt um die Ecke zu gehen und eine Flasche Olivenöl zu kaufen. Aber es ging voran. Dann jedoch kam der Herbst, und ich rutschte ab in die Depression. Es gibt Tage, da bin ich inzwischen ganz entspannt und kann viel schaffen. Dann wieder können mich alltägliche Situationen in eine Krise stürzen.
In eine Krise?
Susanne P.:
Heute Morgen zum Beispiel hatte ich Handwerker da, die an der Wohnungstür etwas richten sollten. Verabredet war, es kommt ein Handwerker. Es kamen aber zwei. Zwei Männer in meiner Wohnung. Dann verlangten sie von mir irgendwann auch noch den Schlüssel, damit sie testen konnten, ob die Tür auch schließt. In solchen Momenten ist die Tat von damals extrem präsent. Ich saß an meinem Computer und kämpfte ruhig zu bleiben. Das gelingt mir aber immer besser. Was mir noch zusetzt sind Dissoziationen, also das Gefühl, ich verliere den Überblick über eine Situation.
Roland K., der Sie als Geisel genommen und gequält hat, war, überspitzt formuliert, zuvor ein Musterhäftling für Sie. Wie sehr belastet Sie diese Fehleinschätzung?
Susanne P.:
Sehr. Ich hatte mich in diesem Menschen geirrt und ganz offensichtlich etwas übersehen. Das quält mich beinahe mehr als die Tat selbst. Es hat mein ganzes Vertrauen in mich, meine Wahrnehmung, meine Fähigkeiten und Sicherheiten dieser Welt erschüttert. Jegliches Selbstvertrauen war weg.
Ich glaube, es wäre noch anders gewesen, wenn ich der Sorte ausgesprochen naiver Psychologen zuzurechnen wäre.
Aber ich habe viele Täter aus Therapie herausgenommen, weil ich kritisch war, weil ich dachte, bei dem oder jenem wird das nie was. Bei ihm aber hatte ich nie diesen Eindruck- und das ist mir zum Verhängnis geworden.
Können Sie sich erklären, wie es zu dieser Fehleinschätzung kommen konnte?
Susanne P.:
Das ist mir noch nicht wirklich gelungen. Ich bin überzeugt, er hat mich absichtlich getäuscht. Aber auch das hätte ich, merken müssen. Ich habe immer versucht, die Prüfung, bei wem Therapie Sinn macht und bei wem nicht sehr genau zu vollziehen, und hatte natürlich meine Methode herauszufinden, wer es ernst meint und wer nicht. Aber in diesem Fall waren sie wohl unzureichend.
Aber wenn sich eine ausgewiesene Fachfrau wie Sie so täuschen kann, ist dann die Behandlung, Begutachtung und Entlassung von Sexualstraftätern nicht ein zu riskantes Unterfangen?
Susanne P.:
Die Frage stellt sich. Auch mir jetzt im Nachgang der Tat.
Hat sich die Frage Ihnen vorher nicht gestellt?
Susanne P.
Vorher hat sie sich mir anders gestellt. Als Leiterin der Sozialtherapie war immer klar: Gefangene mit bestimmten Straftaten und bestimmter Haftdauer haben nicht nur die Pflicht, sondern auch an Anrecht auf sozialtherapeutische Behandlung. Irgendwann werden diese Männer ja ohnehin aus dem Gefängnis entlassen. Analog dazu habe ich meine Arbeit gemacht- immer unter dem Aspekt:
Wenn wir längerfristig ein Opfer verhindern, dann hat sich die Arbeit gelohnt.
Jetzt im Nachgang, frage ich mich:
Warum der ganze Aufwand für einen Schwerststraftäter, wenn eine solche Tat das Endergebnis ist?
Sie Plädieren also dafür, Schwerststraftäter nicht mehr zu therapieren, also auch nicht mehr zu entlassen?
Susanne P.:
Das Problem ist doch, dass es den Behandlungsgedanken und Resozialisierungsgedanken gibt und dass dies immer mit einem gewissen Maß an Risiko verbunden ist. Wenn wir über einen Dieb reden, ist der gesellschaftliche Schaden, der dann zur Debatte steht, ein anderer als bei einem Sexualstraftäter respektive bei einem Mörder.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich würde diesen Job weitermachen, dann würde ich mit Sicherheit keinen Lebenslänglichen mehr aufnehmen. Aus der schlichten Tatsache heraus, dass man Menschen nur vor, aber nicht in den Kopf schauen kann.
Wenn man sich einmal so sehr geirrt hat wie ich, dann verändert das eben auch den Zugang zu Therapiemöglichkeiten, die Bereitschaft, Risiken einzugehen.
Und in diesem Zusammenhang kann ich nur sagen:
dass ich froh bin, dass nur ich Opfer wurde.
Was meinen Sie damit?
„Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, wenn er eine andere Frau so beschädigt hätte”
Susanne P.:
Ich habe mich ausführlich mit der Frage beschäftigt, was geschehen wäre, wenn dieser Mann auf Grund der Fehleinschätzung irgendwann entlassen worden wäre. Es mag sich merkwürdig anhören, aber ich denke, ich kann immer noch besser damit leben, etwas übersehen zu haben und dafür die Konsequenzen zu tragen, als dass eine andere Frau dies hätte tun müssen. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre, wenn er eine andere  Frau so beschädigt hätte. Und eine andere Frau hätte es womöglich nicht überlebt.
Weshalb glauben Sie das?
Susanne P.:
Dieser Mann hatte ja schon einmal eine Frau getötet, weil sie versucht hatte, um Hilfe zu schreien, als er sie vergewaltigte. Ich wusste jedes noch so kleine Detail aus seiner Akte, ich war seine Therapeutin. Und ich wusste, wenn ich schreien oder ihn verärgern würde, dann wäre das mein Ende.
Deshalb habe ich überlebt.
Aber es waren doch damals Hundertschaften von Polizei vor Ort.
Susanne P.:
Ja, das schon. Aber der Einsatz war meines Erachtens an Dilettantismus nicht zu überbieten.
Das müssen Sie erklären
Susanne P.:
Ein für mich entscheidender Punkt war beispielsweise, dass ein Kollege aus der Justizvollzugsanstalt, den ich übrigens sehr schätze, die Rolle des Erstsprechers übernommen hatte, also derjenige war, der als Erster mit dem Täter und mit mir sprach. Er sprach aber nicht nur als Erster mit mir, sondern führte über die ganzen Stunden hinweg die Verhandlungen, obwohl er kaum Erfahrung hatte.
Sie hatten während der sieben Stunden in Geiselhaft etwa zehn Telefonkontakte nach draußen. Hat nie ein Polizist oder Polizeipsychologe mit Ihnen gesprochen?
Susanne P.:
Nein, nur der Kollege.
Was hat Ihr Kollege so zu ihnen gesagt?
Susanne P.:
Na Ja, er fragte immer, wie es mir so ginge. Ich saß nackt und gefesselt auf dem Stuhl und sagte wahrheitswidrig, dass es mir gut ginge. Das musste ich ja.
Mit meiner Antwort hat man sich zufrieden gegeben. Man ist nicht auf die Idee gekommen, vielleicht mal einen Fachmann für solche Lagen ranzuholen.
Hätte ein Fachmann denn was ändern können?
Susanne P.:
Wir hatten in der Anstalt leider keine Codewörter, um bei solchen Lagen Situationen auf geheimem Weg mitzuteilen. Und die gibt es meines Wissens auch bis heute nicht. Aber natürlich haben Experten Techniken drauf, Fragen so zu verklausulieren, dass es einem Opfer auch in schwersten Situationen möglich ist zu vermitteln, dass es ihm eben nicht gut geht und was in etwa passiert.
Nun, Sie haben sich am Telefon gemeldet, waren also am Leben, und was  ansonsten geschieht, wird man draußen wohl geahnt haben…
Susanne P.:
Eben nicht. Ein Mehrfachvergewaltiger und Frauenmörder schließt sich sechseinhalb Stunden mit einer Frau allein auf sechs Quadratmetern ein und verbarrikadiert sich.
Aber keiner kam auf die Idee, dass da nicht nur Plauderstündchen abgehalten werden.
Woraus schließen Sie das?
Ich weiß noch genau, als ich aus dem Zimmer kam, erhielt ich eine medizinische Erstversorgung. Dann kam mein Kollege, der die ganze Zeit über die Telefonate geführt hatte. Aus meinem Blickwinkel sah es so aus, als würde er lachen, und ich fragte einen Arzt: Wieso lacht der denn?
Der Arzt antwortete: Der lacht nicht. Der weint. Ich schaute dann wieder meinen Kollegen an und sah ihn regelrecht zusammenbrechen- in diesem Moment hatte er erfahren, dass ich vergewaltigt worden war.
Das war aber schon sehr naiv, oder?
Susanne P.:
Total. Aber diese Naivität war Symptom des gesamten Polizeieinsatzes. Ich habe mich in diesem hermetisch abgeriegelten Raum über die ganze Zeit so alleine gelassen gefühlt. Der Täter erzählte immer irgendeinen Mist. Von der Polizei hörte ich nichts, ich hörte immer nur die Stimmen meines Kollegen. Und ich dachte:
Die haben mich hier total vergessen.
Das war Ihr Eindruck. Kann es nicht sein, dass einfach nicht mehr möglich war?
Susanne P.:
Man hätte ja auch mal mit einer Endoskopiekamera nach dem Rechten sehen können oder mit dem Mikrofon horchen. Dann hätte man sofort gewusst. Dass es  mir eben nicht  gutgeht und dass da was völlig aus dem Ruder läuft. Vielleicht wollten sie es aber auch nicht wissen. Denn wenn die Polizei gewusst hätte was geschieht, hätte sie einen Zugriff machen müssen. Und vielleicht hatte sie keine Lust dazu.
Aber ein Zugriff hätte für sie ja auch gefährlich sein können.
Susanne P.:
Das kann ich mir gut vorstellen. Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass die mich da rausholen. Ich kann nicht sagen, ob das zu risikoreich gewesen wäre. Ich hätte mir zumindest gewünscht, dass sie die Verhandlungsführung anders machen und zumindest signalisieren, wir wissen, was bei dir los ist, und wir kümmern uns um dich. Aber ich kam da raus- und sie sagten: Ups, die ist ja vergewaltigt worden. Interessant fand ich in dem Zusammenhang, dass sich in der Ermittlungsakte vorsorglich mehrere gleichlautende Stellungsnahmen von Polizisten finden, die sagen, sie hätten vor dem Büro gestanden und nichts gehört von den Geschehnissen da drin. Also so etwas finde ich schon ganz schön schräg.
Haben sich Justizministerium oder Polizei bei Ihnen entschuldigt?
Susanne P.:
Ich habe die üblichen Blümchen für Opfer bekommen. Ansonsten behandelt man mich mit Arroganz und als Persona non grata.
Weshalb denn das?
Susanne P.:
Nun, es gab mehrere Umstände, die tatbegünstigend waren, und dies kritisiere ich. Ich kenne bundesweit keine Abteilungen dieser Art mit einem Dienstzimmer, bei dem die Tür nach innen aufgeht und damit gut verbarrikadierbar ist. Ich hatte kein Personennotrufsystem- zwar einen Alarmknopf am Schreibtisch, aber wenn man an der Tür steht ist dieser Knopf wenig nützlich. Es existierten keine Codewörter für Gefahrenlagen.
Ganz offenbar war es um die Sicherheit in Bayerns angeblich sicherstem Gefängnis nicht gut bestellt. Und daran hat sich nichts geändert.
Ich erwarte keine Entschuldigung. Aber ich möchte, dass das, was mir passiert ist, für etwas gut ist- nämlich die Sicherheit in dieser Hochsicherheitsanstalt zu erhöhen. Ich meine, es ist doch geradezu absurd, dass man in einer JVA arbeitet, vergewaltigt wird über sieben Stunden- und keiner kriegt’s mit. Wenn ich gestorben wäre, hätten die das über Stunden auch nicht gemerkt.
Wollen Sie juristisch vorgehen?
Susanne P.:
Ja, klar. Mir bleibt gar nichts anderes übrig. In absehbarer Zeit muss ich wohl erst einmal eine Klage anstreben wegen Anerkennung des Dienstunfalls. Bis heute ist das nicht erfolgt. Ansonsten steht Staatshaftung zur Debatte.
Wie geht es beruflich weiter?
Susanne P.:
Ich bin gerne Psychologin. Wie das in Zukunft aussehen kann, weiß ich nicht und muss sich erst ordnen.
Weil Sie eingangs sagten, alles in Ihrem Leben sei neu: Sie haben auch einen neuen Nachnamen…
Susanne P.:
Ja. Am 17.April vergangenen Jahres habe ich geheiratet.
Nur 10 Tage nach der Tat?
Susanne P.:
Ich erinnere mich noch gut, dass ich zu der Ärztin, die mich im Krankenhaus untersucht hat sagte: Mensch, ich wollte doch in zehn Tagen heiraten. Für mich war völlig klar, dass solch eine Frau, wie ich es nun war, nicht geheiratet wird. Meinem Mann habe ich das auch so gesagt. Und er meinte nur: Jetzt erst recht. Wir hatten eigentlich ein großes Fest geplant und eine Hochzeitsreise. Das haben wir alles abgesagt und dann im kleinsten Kreis geheiratet.
Mein Sohn hat damals was sehr Nettes gesagt:”Siehst du Mama, das ist alles der Frau B. passiert. Jetzt bist du Frau P.” Das hat mir gut gefallen.
Interview: Petra Hollweg
Quelle: www.focus.de Ausgabe 11/2010 – S. 46 bis 48
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Fehleinschätzungen sind auf der Tagesordnung meinte eine Forensik-Leiterin Anneliese Ermer von der Schweiz.
Und das alles geht zu Lasten, von sexueller, körperlicher und seelischer Zerstörung weiterer Kindopfer? Dieser Preis ist zu hoch würde ich sagen und wann hören wir auf damit?
Fehleinschätzungen sind an der Tagesordnung…
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Die Gutmenschen die hier noch immer denken sie könnten alles…
Resozialisierung…
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24. März 2010
Papst wusste von allen Fällen?
“Der Papst wusste am meisten”
Der Schweizer Theologe Hans Küng hat Papst Benedikt XVI. vorgeworfen, wichtige Informationen über Missbrauchsfälle geheim gehalten zu haben. Niemand hätte mehr darüber gewusst als das katholische Oberhaupt.

Bischof Küng aus der Schweiz sagte öffentlich...
Foto © APTheologe Hans Küng
“Es gab in der ganzen katholischen Kirche keinen einzigen Mann, der so viel wusste über die Missbrauchsfälle, und zwar ex officio – von seinem Amt her”, sagte Küng im Schweizer Fernsehen.
Nach Angaben seines Büros vom Mittwoch bezog sich der Kirchenkritiker auf einen Brief, den Joseph Ratzinger im Mai 2001 in seiner damaligen Funktion als Chef der Glaubenskongregation geschrieben hatte.
Unter dem Teppich

Papst Benedikt XVI duldete sexuelle Misshandlungen -Gewaltverbrechen...
In dem 2005 bekanntgewordenem Schreiben seien die kirchlichen Würdenträger angewiesen worden, alle Voruntersuchungen zu Missbrauchsfällen an Ratzinger weiterzuleiten. Die Untersuchungen sollten geheimbleiben.
“Er kann doch nicht nur den Bischöfen den Zeigefinger machen – ihr habt das nicht genügend gemacht – er selber hat die Instruktionen gegeben - als Chef der Glaubenskongregation und auch als Papst wieder neu“, sagte Küng in dem Interview vom Sonntag.
Quelle: Die Presse.com 24.03.2010
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Zitat:
Der Papst behält die Kinderschänder in den Orten, Städten Pfarreien wo sie bisher waren, man hört gar nicht, dass diese Kinderschänder aus dem Kirchendienst ausgeschieden werden sollen und so macht die kath.Kirche so weiter wie bisher.
Keine verheirateten Priester , aber die Kinderschänder behält Papst Benedikt XVI., ist das nicht der verkehrte Weg, wo man doch weiß, dass Kinderschänder unkorregierbare Triebtäter sind, die immer wieder weitermachen?
Von erneuertem Umgang mit Kinderschändern in den eigenen Reihen ist hier nichts zu merken.
Abgesehen davon, dass der Papst sich bei den Opfern in Österreich noch gar nicht öffentlich entschuldigt hat.
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Kirchenopfer sprechen…
Kirchenopfer reden…
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Steiermark 3 Kinderschänder -Priester vorübergehend Dienstfrei gestellt
Dienstfrei gestellt 3 Priester…
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Die kath.Kirche und der Umgang mit den KINDERSCHÄNDERN….
Der St.Pölten -Bischof Küng meinte dazu im ORF -News…
Küng sagt…
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Diese Täter hatte die kath.Kirche am Anfang veröffentlicht und gehofft der Segen von oben lassen nichts mehr aufbrechen, aber ich denke dieser Orkanstum ist der stärkte der den Kirchenleuten entgegenbläst
Hier dachte man noch an Schadensbekämpfung...
kath.Kirche…
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HALT! Missbrauch ist traurige Realität…
Damit es erst gar nicht zu sexueller Gewalt kommt, sind Eltern und Schulen gefordert. Über das Wie streiten die Experten.

Die Skandalwerbung vom Verein "die Möwer" um viel Geld von Sponsoren zu bekommen...
Missbrauch und kein Ende. Seit Wochen kommt ein Fall nach dem anderen ans Tageslicht – jeder einzelne für sich gesehen eine menschliche Katastrophe.
Die Nachfrage nach Aufklärung in den Schulen und Kindergärten ist jedenfalls stark gestiegen, heißt es im Kinderschutzzentrum Möwe.
“Wir können die vielen Anfragen kaum bewältigen”, sagt Hedwig Wölfl, die Leiterin der Privatinitiative, und sie bedauert ausdrücklich, dass es von den Schulen selber kaum Angebote gibt, respektive die Schulen selbst bestimmen, wie Präventionsarbeit hinter ihren Mauern ausschaut.

Hedwig Wölfl vom Verein "die Möwe" med. Psychologin
“Nur Selbstverteidigungskurse anzubieten, ist zu wenig,” sagt Wölfl, “es reicht auch nicht, nur vor ,Fremdtätern’ zu warnen, wenn 80 bis 85 Prozent aller Missbrauchsfälle im sozialen Nahraum passieren – im Schlafzimmer daheim oder in der Sakristei.”
Nikolaus Pelinka, Sprecher von Bildungsministerin Claudia Schmied, kann auf KURIER-Anfrage die Sorgen der Möwe nur zum Teil nachvollziehen: “Prävention ist ein Schwerpunkt in der Lehrerausbildung, ist Teil des Lehrplans, und darüber hinaus gibt es tolle Programme gemein sam mit den Kinderschutz-Initiativen.” Ob ein Kind im Unterricht über die Gefahren sexuellen Missbrauchs aufgeklärt wird, bleibt aber letztlich den Schulen überlassen. Pelinka: “Natürlich obliegt es dem Lehrer, wie er den Unterricht gestaltet – da habe wir keine Kontrolle. Wir sind aber jeder Diskussion gegenüber offen, wenn es darum geht, das Angebot zu verbessern.”
Der Justizsprecher der Grünen, Albert Steinhauser,

Tatort Kinderchat im Internet gefährdet sind Kinder zwischen 9 und 14 Jahren....
hat sich diese Woche für verpflichtenden Präventionsunterricht durch schulexterne Profis ausgesprochen. “Ob ein Kind in der Schule lernt, sich gegen sexuellen Missbrauch zu wehren, ist momentan dem Zufall überlassen – oder es liegt an der Eigeninitiative der Eltern.”
Steinhauser erteilt dem populistischen Ruf nach chemischer Kastration für Sexualstraftäter eine Absage.
“Dann ist es ja schon passiert.
Externe Experten in den Schulen, das wäre der effizienteste Schlag gegen Kindesmissbrauch.”
In den Klosterschulen seien es ja gerade die Lehrer gewesen, die Übergriffe begangen hätten. Und wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schüler getrübt sei, stehe das vernünftiger Präventionsarbeit ebenso im Wege.
Rudolf Luftensteiner ist Geschäftsführer der Vereinigung Ordensschulen und verantwortlich für 17 Ordensschulen in Österreich, in denen glücklicherweise bis dato kein Missbrauchsfall bekannt geworden sei, wie er erzählt.
Luftensteiner ist ebenso ein Verfechter externer Experten: “Die können schneller und vorbehaltlos abklären, ob an Missbrauchsvorwürfen etwas dran ist. Und auch die Jugendlichen tun sich leichter mit schulfremden Personen, weil die aus dem Beziehungsgefüge Lehrer/Schüler draußen sind.”
Finanzierungsfrage
Hedwig Wölfl von der Möwe kritisiert, dass derzeit die Qualität nicht gesichert ist. “Prävention an Schulen wird zwar verstärkt eingefordert, aber nicht gefördert oder bezahlt. Vom Unterrichtsministerium bekommen wir zwar einen Beitrag für die Eltern-Bildung, aber nicht für die Schüler-Workshops.” Präventionsarbeit an den Schulen muss demnach über Spendengelder finanziert werden. “Ganz selten zahlen Schulen oder Elternvereine einen Beitrag”, sagt Wölfl.
In Niederösterreich ist 2008 nach dem Fall F. in Amstetten ein Kinderschutzprogramm ins Leben gerufen worden. Jede Schule sollte seither jährlich zumindest ein Gewaltpräventionsprojekt machen.
“Das Angebot ist relativ flächendeckend”, sagt Andrea Richter, die Leiterin der Schulpsychologie, “die Lehrer sind fast alle schon in irgendeinem Projekt, etwa: wie stärke ich das Selbstwertgefühl der Kinder, oder wie lernen sie, Nein zu sagen.”
Also: Viele Projekte, viele Initiativen, viele Experten. Aber eine Garantie, dass jedes Kind das Know-how zur Vermeidung sexuellen Missbrauchs auf den jungen Lebensweg mitbekommt, die gibt es leider nicht.
Missbrauch: Was ist das eigentlich?
Abhängigkeit Missbrauch beginnt dort, wo Grenzen verletzt werden und die Abhängigkeit von Kindern und Jugendlichen ausgenützt wird – auch zur Befriedigung eigener sexueller Bedürfnisse.
Je patriarchaler und hierarchischer ein System ist, desto leichter findet Missbrauch statt. Man unterscheidet zwischen körperlichem, seelischem und sexuellem Missbrauch. Missbrauch beginnt aber schon dort, wo zum Beispiel Eltern nicht mehr mit ihrem Kind reden.
Hohe Dunkelziffer Trotz fortschreitender Enttabuisierung gibt es in Österreich noch immer eine Dunkelziffer an Fällen von Kindesmissbrauch. Geschätzt wird, dass 15 bis 20 Prozent aller Kinder bis zum 14. Lebensjahr sexuellen Übergriffen ausgesetzt sind. Tatort für diese Übergriffe ist meist die eigene Familie sowie der nähere Bekanntenkreis, wo 80 bis 85 Prozent der Übergriffe stattfinden.
Die Organisation Die Möwe wurde 1989 gegründet, um misshandelten Kindern und Jugendlichen durch kostenlose Therapie zu helfen.
Außerdem bietet man Unterstützung und Betreuung für Eltern, Angehörige, Lehrer, Ärzte und Erzieher.
50 Möwe-Mitarbeiter, Großteils Psychotherapeuten, betreuen im Schnitt 3600 Klienten pro Jahr, davon sind 75 Prozent weiblich.
In zwei Drittel der Fälle geht es um sexuelle, physische oder psychische Gewalt bzw. Missbrauch.
Im Jahr 2009 veranstaltete die Möwe 186 Präventions-Workshops in Schulen.
Derzeit gibt es fünf Kinderschutzzentren in Wien und NÖ.
Quelle: http://kurier.at -online 21.03.2010
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“MEIN KÖRPER GEHÖRT MIR…”
MEIN KÖRPER GEHÖRT MIR…
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Zitat:
Allein die Ansage: “Damit es erst gar nicht zu sexueller Gewalt kommt sind Eltern und Schulen gefordert….”
Daher gibt es heute 2010 noch immer Mütter die glauben: ” das passiert in Russland, aber doch nicht bei uns…”
Fürsorgerinnen, die nicht wissen, dass man heute als Mädchen die Freier im Internet suchen kann, wenn man Geld verdienen will mit seinem Körper…
Kinderschänder Ring Beteiligte und deren Verbrechensmaterialien würden nur Ausländer ins Netz stellen keine Österreicher….
und viele andere Dinge die mich zum Nachdenken brachten…
Wenn das, das Endresultate von Aufklärung für Eltern ist, na dann…
5 „die Möwe” -Kinderschutzvereine in Wien und N.Ö. mit 50 Mitarbeitern
á 10 Mitarbeiter für 40  Klienten im Monat , die im Jahr 2400 Fälle von sexueller Misshandlung – sexueller u. körperlicher Gewaltverbrechen bearbeiten.
Insgesamt 3600 Klienten für die 5 Kinderschutzvereine.
Wo Frau Wölfl sind hier die Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft? Wohin sind die Anzeigen von Kindern weitergeleitet worden?
Oder, sind hier auch die 2700 Kinderschänder -Gewalttäter vertuscht worden von Ihnen und Ihren Teams?
Natürlich „Zum Wohle des Kindes” oder nicht? Keines Falls um den Kinderschänder- – Groß – Vater  zu schützen vor Strafe. Einen Deal für die Geldquelle Therapie für Kind und Täter Vereine unterstützen sich, so ist das doch, oder?
Wenn Sie Frau Wölfl selbst zugeben, dass die meisten Übergriffe auf Kinder in der Familie passieren und deren engstem Umfeld, wozu dann die Projekte  „mein Körper gehört mir?”
Fremdtäter machen 0 , 5 % aus .
Wo sich doch, Frau Wölfl der heutige Kinderschänder sich die Kinder aus den Kinderchats holt, oder ist Ihnen das noch Neuland?
Würde ich Ihnen raten sich kundig zu machen.
Hier ein super Beispiel dafür...
Kinderschänder von heute manipulieren Kinder in Kinderchats z.B.: mit Modelangeboten und dass sie viel Geld damit verdienen können, sich vor der Webcam zu entkleiden und ihnen so Fotos von sich zukommen zu lassen. Und danach werden die Kinder damit zu Sex gezwungen, da der Kinderschänder ihnen droht es den Eltern zu sagen.
Ich hoffe doch, dass Sie das wissen und die heutigen Kinderschänder nicht vor Schulen oder eben ganz, ganz selten es tun, sondern der Spielplatz für Kinderschänder ist heute das Internet.
Und sagen Sie dann ehrlich, was hilft den heutigen Kindern Ihre Projekte aus dem Jahr 1974 von den USA nach Deutschland geschwappt und höchstwahrscheinlich aus einem Kinderschänder -Hirn entsprungen ist, oder? Â Da es kein Kind vor sexuellen Misshandlungen oder Gewalt schützt und da spreche ich nicht vom Bussi der Tate die es nicht will, denn das tun die Kinder schon lange nicht mehr.
Herr Justizsprecher Steinhauser auch Sie behaupten hier in diesem Bericht u.a. dass:
„wenn externe Experten in den Schulen wären, wäre das der effizienteste Schlag gegen Kindesmissbrauch.”
Da muss ich Ihnen ehrlich sagen, dass Sie keine Ahnung von sexuellen Misshandlungen- Gewaltverbrechen an Kindern besitzen, oder?
Denn das Übel muss man schon an dem Punkt anfassen und dass sind
- eben leider Großteils Männer, die sehr wohl wissen was sie tun.
- Sind sich ihrer Macht über Kinder sehr bewusst.
- Und überschreiten sämtliche gesellschaftliche Regeln machen sich das Kind zu seinem Sklaven mit brutalen Einschüchterungen oder Erpressungen um keinen Verrat vom Kind befürchten zu müssen.
- Deren Sexualität hat schon lange die „NORMALITÄT” überschritten und kümmert sich einen Dreck um das Kind, dem er sexuelle Misshandlungen oder sadistische Folter- Vergewaltigungen antut.
- Diese Männer gehen gezielt und alles Risiko einkalkuliert vor.
Seien Sie ehrlich zu sich selbst und fragen Sie sich ob hier einem Kind ein Schreien toben, zwicken kratzen und beißen viel helfen würde? Oder ob die Brutalität des Kinderschänders hier sofortige Abhilfe dem Theater des Kindes schafft?
Ich kann es ihnen sagen, da jedes Ex- Kindopfer mir bestätigt hat, dass es ihm gar nichts half. Es ist heute auch gar keine Kunst sich eines Kindes zu bemächtigen, da die von Ihnen zitierten externen Experten ihnen die Kinder geradezu abrichten für sie, sei es:
- Sexualaufklärung in den Kindergärten, denn hier benutzen die Kinderschänder eben die Kinder mit dem Schmäh, „was hast du im Kindergarten gelernt mein Mäuschen? Und führt ihm das alles in der Praxis vor unter dem Deckmäntelchen AUFKLÄRUNG!”
- „Mein Körper gehört mir” Theaterstücke begrüßen die Kinderschänder weil die Betreiber :
1.      Auf finanziellen Gewinn orientiert sind,(sieht man in dem oberen Bericht sehr deutlich)
2.      Kindern die Eigenverantwortung aufgebürdet wird zusätzlich zu der Verantwortung die ein betroffenes Kind individuell  schon vom Peiniger übertragen bekam.(Für ein Familienmitglied, für das Lieblingstier, dass er ihm nichts tut muss das Kind schweigen.) Und das betroffene Kind verstummt 100%.
Und dass, das Projekt für gleich 3 Klassen angeboten wird und immer wieder dasselbe Programm abläuft zeigt zwar von plumper ohne Hemmungen angebotene Geschäftstüchtigkeit  vom Verein die Möwe, deutlich auf.
Aber es hilft keinem einzigen Kind sich vor Kinderschänder zu schützen.
Denn steig in kein fremdes Auto und nimm nichts von Fremden, sagte mir die Pflegemutter schon 1956!
Dazu benötigte man keine sinnlose Kinder verunsichernde Geldverschwendungsaktionen an Schulen und Kindergarten.
Also Herr Steinhauser Ihre Populistische Botschaft mag bei unaufgeklärten, oberflächlich eingestellten, die Gefahr, Â die von Kinderschändern in Wahrheit bis zu ihrem Tod ausgeht, ignorierende Menschen auf fruchtbaren Boden fallen, bei mir als Ex-Kindopfer nicht!
Und daher rate ich allen SCHULEN Â und ELTERN sich für Selbstverteidigungskurse zu entscheiden denn das stärkt auch das Selbstwertgefühl der Kinder und kann auch in Zukunft als Sportart ausgeführt werden. Wenn ein Kind dazu Lust und Freude hat und ist eine Zukunftsorientierte sehr gute Investition für Ihr Kind.
Einen 10 jährigen Buben hat der Karatekurs vor ein paar Jahren vor den Übergriffen des Schulwarts in N.Ö. geholfen. Dass nenne ich effektive Investition und HILFE für Kinder!
Liebe Eltern aber Sie bleiben immer in der Verantwortung, da sich wenige Situationen so abspielen wo Kinder flüchten können und dann sich kein Kind selbst vor Kinderschändern schützen kann wenn die Intimsphäre in der Familie überschritten wird, oder in einem Internat der kath. Kirche, Jungschar, als Ministranten.
Die Betteltouren vom Verein die Möwe ist ja schon Jahre bekannt sogar mit Plakaten, die sehr anregend für Kinderschänder waren…
Da fragt man sich schon welche Experten hier wirklich am Werk sind?
Ich denke dabei immer wieder an Thomas Klinger der dort im Verein “die Möwe” in Therapie wegen sexuellen „Missbrauch” war und der Kinderschänder holte ihn dort ab nach der Stunde !
Bis er ihn dann mit 20 Messerstichen und Elektroschocker
ermordete….
So viel zu den Externen -Experten und wie gut sich diese in der Materie sexuelle Gewalt an Kindern auskennt.
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Das unterstütze ich als Ex-Kindopfer, da es nicht nur den Selbstwert stärkt sondern auch Hilfe in gewissen Situationen sein kann….
Es ist auch kein Allgemein anwendbarer Schutz vor KINDERSCHÄNDERN da wir ja nicht wissen wo sie sich aufhalten wie sie aussehen usw….
KINDER STARK MACHEN…
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Kinderschänder hören nicht auf und sind auch nicht therapierbar!!!
Kinderschänder hören nicht auf…
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Dienstfrei gestellt 3 Priester…
Drei steirische Pfarrer dienstfrei gestellt

Kapellarie suspendiert 3 Priester, aber für wie lange, bei diesem Priestermangel?
Die Diözese Graz-Seckau wird in Sachen Missbrauch nun aktiv. Verschiedene Vorfälle aus der Vergangenheit wurden neu aufgerollt, drei steirische Priester sind bereits dienstfrei gestellt.
Die drei Priester dürfen vorläufig keinen Dienst mehr versehen.
Betroffene Gemeinden wurden informiert
Am Sonntag wurden die Mitglieder der betroffenen Pfarrgemeinden in Graz-Puntigam, Gußwerk und im Pfarrverband Deutschlandsberg informiert. Die drei Priester dürfen vorläufig keinen Dienst mehr versehen – und zwar so lange, bis die Missbrauchsvorwürfe endgültig geklärt seien, sagte der Sprecher der Diözese Graz-Seckau, Georg Plank.
Ein Pfarrer gestand Missbrauch
In allen drei Fällen liegen die Vorfälle 15 bis 25 Jahre zurück. Der Pfarrer von Graz-Puntigam gestand den Missbrauch eines Jugendlichen vor über 20 Jahren ein.
Die zwei anderen Priester wurden bereits verurteilt: “In einem Fall war es Exhibitionismus, in einem anderen Fall war es eine damals noch strafrechtlich relevante homosexuelle Tat mit einem 17-Jährigen”, so Plank.
Die Pfarrer wurden laut Plank versetzt und therapiert.
Bisher zwei Verurteilungen
Mittlerweile wurde die Altersgrenze auf 16 Jahre gesenkt. Beide Priester wurden damals verurteilt und versetzt, machten eine Therapie und standen unter verschärfter Beobachtung.
Das zeigte laut Plank Wirkung: “Nach unserem derzeitigen Wissensstand gab es nach diesen einmaligen Vorfällen keine neuen Fälle. Aber auch das wollen wir überprüfen, um wirklich sicherzustellen, dass die maximal mögliche Sicherheit gegeben ist.”
Die Dienstfreistellungen sind in den Orten unterschiedlich aufgenommen worden.
Priester springen ein
In den drei betroffenen Pfarren werden nun andere Priester einspringen. Die Nachricht von der Dienstfreistellung der Priester ist in den Gemeinden unterschiedlich aufgenommen worden, so Plank: “Es gibt zum Teil Solidarisierungen, wo die Menschen sagen, wir möchten für unseren Pfarrer sozusagen die Hand ins Feuer legen, es gab nichts mehr, und wir möchten ihn behalten”, so Plank.
Erhöhte Sensibilisierung
Zum Teil sei man da aber auch anderer Meinung, sagte Plank: “Es gibt auch Stimmen, die sagen, wir legen schon Wert darauf, angesichts der erhöhten Sensibilisierung, dass wir wirklich sicher sein können, dass hier keine Gefahr mehr besteht für Kinder und Jugendliche.”
Keine weiteren konkreten Verdachtsfälle
Die betroffenen Pfarrgemeinden bekommen auf Wunsch von der Diözese speziell ausgebildete Berater zur Seite gestellt. Weitere konkrete Missbrauchsverdachtsfälle gebe es derzeit nicht, sagte Plank.
Es werde aber allen Vorwürfen nachgegangen, die der Ombudsstelle der Diözese gemeldet wurden.
Die Nummer der Hotline: 0699/10 369 369
Hotline für Betroffene
Die Plattform “Betroffene kirchlicher Gewalt” hat zum Thema Missbrauch eigens eine Hotline eingerichtet. Unter der Nummer 0699/10 369 369 bekommen Missbrauchsopfer psychologische und rechtliche Unterstützung.
Quelle: www.steiermark.orf.at -online 23.03.2010
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Zitat:
Wer gibt hier ein Sicherheitsversprechen ab, obwohl gar nicht klar ist, ob diese drei Priester nicht doch irgendwo schon wieder rückfällig waren?
Ich würde für keinen Kinderschänder die Hand ins Feuer legen, da die Therapien nur im geschützten Raum d. h. in der Isolation – im Psycho – Sanatorium funktionieren, aber niemals in der wieder gewonnenen Freiheit!
Dass die kath. Kirche aus ihren Skandalen gar nichts gelernt hat zeigen diese Maßnahmen! Kein Rauswurf wie bei anderen Priestern sondern man behält sie und klammert sich noch an sie.
DIE KINDERSCHÄNDER BRUT in der kath. Kirche.
Mir wird schlecht bei solchen Argumenten!
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Die vertuschten Kinderschänder der kath.Kirche…
235 vertuschte Kinderschänder bis heute…
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152 vertuschte und verurteilte Fälle bis 2005 an Kinderschändern der kath.Kirche…
Wo arbeiten diese Kinderschänder heute mit Kindern und Jugendlichen?
152 Knaben-Mädchenschänder der kath.Kirche…
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Kirchenopfer sprechen…
Kirchenopfer sprechen…
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23. März 2010
Ombudsstellen der Kirche in Kritik…
Hotline für Opfer, Kritik an “täternahen” Ombudsstellen

Ministranten,Internatsschüler alle Kirchlichen Institutionen sind unterwandert...
23.03.2010 | 15:14 |Â Â (DiePresse.com)
Die Plattform “Betroffene Kirchlicher Gewalt” bietet Missbrauchs-Opfern Hilfe an. Die Opferschutz-Organisation “Weißer Ring” kritisiert, dass die kirchlichen Ombudsstellen zu nahe bei den Tätern angesiedelt seien.
Die Plattform “Betroffene Kirchlicher Gewalt” hat eine Hotline für Opfer von “sexueller, seelischer oder physischer Gewalt” durch die katholische Kirche eingerichtet. Ab Dienstag erhält man unter der Nummer 0699/10369369 von 9 bis 12 Uhr psychologische und rechtliche Unterstützung. Gleich am ersten Tag sind 50 Anrufe und sieben Mails eingegangen. Viele der angesprochenen Fälle liegen 20 und mehr Jahre zurück, allerdings dürfte es auch Vorfälle geben, die sich innerhalb der Verjährungsfrist ereignet haben, erklärte ein Sprecher der Plattform.
Anrufe kamen aus ganz Österreich, viele der Opfer haben sich überhaupt erstmals an eine Stelle gewendet. Berichtet wurde von Übergriffen unter anderem in Klosterschulen, bei Ministranten sowie bei der Jungschar.
Nach Angaben des Sprechers werden diese Vorkommnisse zunächst einmal notiert und weiter angesehen. Viele der Anrufer hätten auch Interesse an anwaltlicher Hilfe gezeigt. Zusätzlich habe großes Interesse an einer Vernetzung der Opfer untereinander bestanden.
Kritik an Ombudsstellen
Bisher konnten sich Opfer nur an die kirchlichen Ombudsstellen wenden. Und genau an diesen übt nun die Opferschutz-Organisation “Weißer Ring” massive Kritik:
Sie seien in der Nähe der Täter angesiedelt, was für Opfer wenig hilfreich sei, viele würden sich daher nicht melden.
Grundlage des Opferschutzes sei die Absonderung des Opfers vom Täter. Bei den Kirchlichen Ombudsstellen sei genau das nicht der Fall. Die Kirche solle sich einer der vielen Opferschutz-Organisationen bedienen, diese seien spezialisiert und könnten die Arbeit sofort aufnehmen.
(APA/Red.)
Quelle: http://diepresse.com – online 22.03.2010
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Zitat:
Bei Kinderschutzzentren und Fürsorgeämtern läuft es ganz gleich ab! Die Täter werden zu 97,84% von diesen Ämtern vertuscht! Nur max. bis zu 2, 16 % zur Anzeigegebracht und die Kinder so in den Täterfamilien belassen.
Der Verein „die Möwe” vergisst plötzlich ganz dass sie für Kinder und Jugendliche  zuständig sind und nicht für erwachsene  Ex-Kindopfer zuständig sind, aber wo Geld fließt, da sagen wir nicht NEIN, dazu, oder?
Überall werden die Nummern von Kinderschutzzentren plötzlich veröffentlicht. Ich möchte wissen was diese Therapeutinnen dort mit schwer traumatisierten Menschen anfangen wollen, oder, zählen ohnehin nur  Telefongespräche, damit man im nächsten Jahr wieder mehr Subventionen (Millionen -EURO – Beträge) verlangen kann.
Es wird einem ganz schlecht wenn man so viel Hilfsangebote beginnt und keiner hat Traumatherapeuten vorzuweisen, mit  einer Extra Ausbildung für traumatisierte Menschen.
Aber ja wir sparen bei den Opfern und das muss billig sein. Die müssen ja froh sein, dass sie überlebt haben, oder?
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So viel zum Expertenteam solcher Kinderschutzvereine wie “die Möwe” in Wien und N.Ö. verteilt…
Ich gedenke Thomas Klinger…
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Kinder stark machen,
Kinder stark machen…
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Neue Hotline
Neue Hotline für Kirchenopfer…
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Kirchenopfer machen Sammelklage…
Kirchenopfer machen Sammelklage…
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Bis heute sind noch mehr Kinderschänder aufgedeckt worden….
232 vertuschte Kinderschänder bis heute…
NEUE HOTLINE für Kirchenopfer…
Neue Hotline für Missbrauchsopfer
23. März 2010, 06:48
Psychologische und rechtliche Unterstützung von 9 bis 12 Uhr – Anzeigepflicht für Kirchenmitarbeiter wahrscheinlicher – Projektgruppe um Generalvikar Schuster soll Leitfaden für Diözesen erarbeiten
Die katholische Kirche in Österreich will in Gruppenarbeit die jüngst bekanntgewordenen Missbrauchsfälle aufarbeiten und solche künftig verhindern. Unter der Leitung des Wiener Generalvikars Franz Schuster hat sich am Montag ein Team von Experten erstmals zusammengefunden, um diözesenübergreifende Regeln zu erarbeiten. Eine Anzeigepflicht für Kirchenmitarbeiter wird dabei immer wahrscheinlicher. Als unabhängigen Gegenpol richteten Opfervertreter eine von der Kirche unabhängige Hotline ein.
Bis Ende Mai will die von der Österreichischen Bischofskonferenz eingesetzte zehnköpfige Projektgruppe – neben Schuster gehören ihr Psychologen, Juristen und Theologen an – ein Konzept ausgearbeitet haben, das den Bischöfen noch vor deren Sommervollversammlung in Mariazell vorliegen soll. Konkret wird laut Schuster ein Leitfaden, wie er bereits für die Erzdiözese Wien existiert, für alle Diözesen erarbeitet werden, bei Nicht-Einhaltung würden Sanktionen drohen. “Es muss für jeden gültig sein.”
“Klar” sprach sich Generalvikar Schuster auch für eine Anzeigepflicht bei weltlichen Stellen aus – womit auf die jüngsten Anweisungen von Papst Benedikt XVI. reagiert wird. Vier Untergruppen der Projektgruppe beschäftigen sich nun mit rechtlichen Aspekten, dem Umgang der Verantwortlichen im Anlassfall, mit der Koordination der Ombudsstellen und mit der Prävention. Als “vordringliche Aufgabe” definierte man auch die Erarbeitung einheitlicher Standards für die anonymisierte statistische Erfassung von Verdachts-und Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich.
Neue Hotline
Die neu gegründete Plattform “Betroffene kirchlicher Gewalt” will Opfer von sexueller, körperlicher und psychischer Gewalt durch Kirchenvertreter erfassen. Zu diesem Zweck steht ab sofort auch eine Hotline zur Verfügung:
Unter der Nummer 0699/10369369 erhält
man von 9 bis 12 Uhr psychologisch und rechtliche Unterstützung.
Die Initiative geht auch von ihrem Vorhaben einer Sammelklage gegen die Kirche nicht ab. Bis zu 80.000 Euro will man an Entschädigung herausschlagen. In Kirchenkreisen wird derzeit ein Opferfonds diskutiert, Kardinal Christoph Schönborn kann sich zumindest die Übernahme von Therapiekosten vorstellen, was aber im Einzelfall zu prüfen sei: “Normalerweise gehen wir davon aus, dass der Täter die Kosten übernimmt.”
“Lebensbedrohliche Situation” für katholische Kirche
Unterdessen wies ein prominenter Kleriker Vorwürfe gegen ihn zurück. Der Feldkircher Bischof Elmar Fischer konnte sich “beim besten Willen” nicht erinnern, in den frühen 1960er-Jahren drei Jugendliche in einem Sommerlager mit Ohrfeigen zu Boden gestreckt zu haben. Um nicht “anders behandelt” zu werden als andere, beauftragte er dennoch die Ombudsstelle der Diözese, die Anschuldigungen zu klären. Zwar sprach sich Fischer gegen Gewalt aus, ergänzte aber auch, dass – im Einzelfall – “solche Aktionen für junge Menschen hilfreich sein können”. In einem am Wochenende veröffentlichten Hirtenbrief hatte Fischer eingestanden, in einer anderen Situation einem Jugendlichen eine Ohrfeige verpasst zu haben.
Eine “lebensbedrohliche Situation” für die katholische Kirche ortet die Laieninitiative und pocht weiterhin auf eine umfassende Reform. Man rufe die Gläubigen auf, nicht auszutreten, sondern “loyalen Widerstand” durch “konsequenten Ungehorsam” zu leisten, meinte Obmann und Ex-Volksanwalt Herbert Kohlmaier. Die Situation werde durch die Missbrauchsfälle verschärft, die “nur ein Ausdruck, eine Wirkung eines prinzipiell nicht mehr funktionsfähigen Systems” seien. (APA)
Quelle: http://derstandard.at -online 23.03.2010
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Zitat:
Eine große Scheinheiligkeit die hier Kardinal Schönborn für Ex-Kindopfer von kath. Kirchen Kinderschänder anbietet:
Therapiekosten? Das bezahlt das Bundessozialamt mit der Wiedergutmachungsregelung vom 1.1.1999 und ich denke dass es sich die Kirche schon richten kann aus diesem Topf für ihre Kinderschänder zu bekommen.
Es ist auch krank und krass, das Kardinal Schönborn und der Papst Benedikt XVI. Â absolut nichts von Entlassungen der Kinderschänder aus dem kirchlichen Umfeld ausgesprochen wird für Kinderschänder.
Das müsste das erste große Signal für die Gläubigen sein.
Die kath. Kirche schließt aber Priester aus der kath. Kirche  Tätigungsbereichen ganz aus die heiraten wollen und zu ihrer Frau und den Kindern die sie mit ihnen haben, öffentlich stehen wollen.
Welch eine krasse Unterscheidung, man verachtet als kath. Kirche die Väter aus dem Priesteramt die zu ihren Frauen und Kindern stehen und wirft sie raus und die Kinderschänder auch die vor Jahren schon verurteilt wurden behält man in der Pfarre.
Beispiel dazu:
Drei Pfarrer einstweilen suspendiert
Laien  kämpfen um den Verbleib zweier Kinderschänder -Priester in ihren Gemeinden…
http://diepresse.com/home/panorama/religion/544836/index.do?_vl_backlink=/home/index.do
Das zeigt wie „aufgeklärt” überhaupt die Bevölkerung ist über die fiesen Manipulationen von Kinderschändern und dass sie niemals aufhören Kindern weiterhin sexuelle Gewalt anzutun.
Müssen in 10 Jahren wieder Skandalfälle aufgedeckt werden?
22. März 2010
Fürsorgeheime unter Beschuss…
Innsbruck
22.3.2010
Prügelorgien in Tirols Heimen
Exzessive Gewalt stand in Tirols Fürsorgeheimen bis in die 80er Jahre auf der Tagesordnung. Nun will das Land die Vergangenheit aufarbeiten, viele Akten sind aber unauffindbar.
Von Brigitte Warenski
Innsbruck – „Schlimme Buben” wanderten in die Isolierzelle, Kinder wurden stundenlang festgebunden, blutig geprügelt, gedemütigt. Wer nicht parierte, musste unter den Tisch und die anderen durften ihn mit Fußtritten traktieren. „Es waren bei den Erziehern Schlägertruppen am Werk, es gab exzessivste Gewalt, es wurde mit unvorstellbarer Brutalität vorgegangen. In einem Heim gab es auch sexuellen Missbrauch”, so Hort Schreiber über die dunklen Zeiten in Tirols Fürsorgeheimen.
Der Zeithistoriker, der die Steuerungsgruppe zur Aufarbeitung der Geschichte in Internaten, Heimen und Schulen rund um LR Gerhard Reheis initiiert hat, beschäftigt sich seit Jahren mit der Heimerziehung.
Was er zu erzählen hat, ist unfassbar:
In Kleinvolderberg/Volders, in Kramsach-Mariatal, in St. Martin/Schwaz und in Westendorf:
„In diesen „Straf- und Bewahrungsanstalten mit unausgebildeten Erziehern” landeten nicht nur Kinder aus problematischen Familien. „Viele wurden auch zu Unrecht eingeliefert”, so Schreiber.
Wer als auffällig galt, z.B. zu jung sexuell ausschweifende Kontakte pflegte, wurde oft einfach ins Heim gesteckt, „die Eltern hatten da kein Mitspracherecht”. Von den 40er bis in die 80er Jahre kamen „viele, viele Kinder in Tirol – wir reden hier von einigen zehntausend – in die geschlossenen Fürsorgeanstalten, die vom Land Tirol und der Stadt Innsbruck geführt wurden”.
Besonders hart traf es jene Kinder, die immer wieder in die kinderpsychiatrische Beobachtungsstation in Innsbruck geschickt wurden.
„Das ist eine Terrorgeschichte. Da wurden Bettnässer mit Stromstößen an den Genitalien behandelt”, sagt Schreiber.
Die Lebensläufe der ehemaligen Heiminsassen sprechen Bände: „Wir haben massenweise Selbstmorde, Prostitution, psychiatrische Behandlung bis heute und es gibt Opfer, die selbst zu Tätern wurden.”
Dass die Träger der Einrichtungen – eben Land und Stadt – nichts wussten, lässt Schreiber nicht gelten. „Es war insofern bekannt, weil aus allen Heimen die Kinder massenhaft geflohen sind. Wenn sie von der Polizei aufgegriffen wurden, haben sie ihre Leidensgeschichte erzählt. Aber darum hat sich niemand gekümmert, weil sie ja von vornherein als Asoziale gesehen wurden.”
Dass heute von manchen diese systematischen Misshandlungen
als „normaler Erziehungsstil von damals” schöngeredet werden, kann Schreiber nicht verstehen.
„Wir reden hier nicht von Watschen. Wir sprechen über Prügelorgien, die schon gegen damaliges Gesetz verstoßen haben”, erklärt Schreiber.
Die Fürsorgeanstalten wurden in den 70er und 80er Jahren geschlossen, „zeitgleich dazu begannen sich auch die Erziehungsinstitutionen allgemein zu verändern”, sagt Schreiber. Für die Betroffenen hat sich damit nichts geändert:
„Viele von ihnen sind gebrochene Menschen.” Dennoch sei es enorm wichtig, jetzt die gesamte Heimvergangenheit aufzuarbeiten, wie sich die Steuerungsgruppe vorgenommen hat. „Wir bieten nämlich auch psychosoziale Hilfestellung an, sind für Fragen der Entschädigung da und wollen, dass sich Kirche, Land und Stadt bei den Betroffenen entschuldigen.”
Vorerst gehe es aber darum, „in alle Akten der Heime Einsicht zu nehmen, und das werde ich auch einfordern. Das wird nicht leicht, denn viele scheinen verschwunden zu sein”, so Schreiber. Die Betroffenen selbst sind derzeit erst einmal glücklich, „dass sie wahrgenommen werden, dass man sie ernst nimmt und nicht wie früher wie Dreck behandelt“.
Wie es mit eventuellen Schadenersatzansprüchen aussieht, ist noch ganz offen. „Es wird sicher die Frage auftauchen, inwiefern das Land und die Stadt als Träger der Institutionen in die Haftung genommen werden können”, erklärt Schreiber. Da es noch keine Plattform für ehemalige Heimkinder gibt, bittet Schreiber, dass sich diese an das Büro Reheis oder an ihn unter:
horst.schreiber@uibk.ac.at wenden.
Über die Fürsorge- und Heimerziehung hat der Wissenschafter auch einen Beitrag im Gaismair-Jahrbuch 2010 (StudienVerlag) geschrieben.
Quelle: Â Â www.tt.com -online 22.03.2010
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Wenn der Kinderschänder sich dich ausgesucht hat, musst du schon das Wissen besitzen von mir heute um diesen von seinem Vorhaben abzubringen und das sind 56 Jahre Erfahrungen neben den eigenen auch von anderen betroffenen Menschen…
Kinder stark machen…
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21. März 2010
Brief an den Täter…
“Debatte”: Brief an den täter
20.03.2010 | 18:15 | von Klaus Knoll (Die Presse)

Der Autor Klaus Knoll...
warum ich ihnen schreibe – mich zu behaupten gegen den anschlag auf mich, mein leben, meine seele. ich will, dass sie wissen, dass ich überlebt habe.
18.3.
sicher denken sie nicht so oft an mich. ich denke an sie fast jeden tag. sie müssen jetzt an die siebzig sein. was möchte ich ihnen sagen? dass sie in mir und in meinem leben, wie es sich anschließend entfaltet hat, die größten verwüstungen angerichtet haben? oder lieber, dass ich jetzt nach vierzig jahren bewässerung und gärtnerischer bemühung doch noch auf ein halbes gemüsebeet schauen kann?
warum gerade jetzt, fragen sie. ich weiß das auch nicht. wann, wenn nicht jetzt, war einer jener sätze, die mich in christa wolfs kindheitsmustern am meisten anrührten. wann also, wenn nicht jetzt? wenn sie tot sind? ja, das wär ihnen sicher lieber. vielleicht schreib ich ja gerade deshalb, weil z.b. heinz u. vor kurzem gestorben ist, mein damaliger lebensretter, und ich mein das nicht metaphorisch, der hat mir das leben gerettet – und gleichzeitig sie voll gedeckt. da hat es mir doch einen stich gegeben, dass ich ihm das jetzt nicht mehr werd sagen können. nie niemals nicht.
22.3.
wozu das alles? schuldeinsicht? da kannst lange warten. beim geschworenengericht vielleicht, wegen der strafminderung, aber sonst natürlich alles abstreiten und die autorität heraushängen lassen, wie der hanswurst von der wirtschaftsuni, das arme vergewaltigte schwein von groß- und hauptprofessor. das ja das seltsamste, wenn einmal der groschen gefallen ist, wie meine mutter sich ausdrückt. der groschen fällt, und von stund an hat man einen sechsten sinn für wer opfer ist und wer täter. den hätt ich schon früher brauchen können, den sechsten, hätt ich mir manches erspart, aber darum geht’s hier nicht. es geht nicht darum, wie oft und wie bös ich später noch und wieder opfer geworden bin. jetzt geht es darum, dass ich aufgehört hab opfer zu sein.
so richtig opfer, langzeitopfer wurde ich ja erst im jahr fünf, als alles vorbei war, endlich vorbei und ich so zerrüttet und fahrig im studium, dass ich keinen ganzen satz mehr aufnehmen konnte, die worte tanzten im hirn herum, nicht die buchstaben oder was, nur die worte machten diesen ringelreien, und am ende kam immer nix heraus, als was ich eh schon wusste, dass ich nicht ganz richtig bin im kopf. das blieb so, und ich hab mich folgerichtig schnurstracks vom internat auf die couch begeben zwecks analyse.
da kam aber auch nix raus, nicht einmal beim wilhelm-reich-geschulten bioenergetiker. beim ex-theologen sowieso nicht. und trotzdem ist diese rechnung nicht aufgegangen, dass jeder von ihnen vergewaltigte zögling selber wieder täter wird und die schuld weiter reicht, wie im anfang so auch jetzt und alle zeit und in ewigkeit, nix da!
was ist es denn, was diesen gang der ereignisse herbeigeführt hat? meine jetzige frau ist wesentlich beteiligt, der lange aufenthalt in fremden kulturen, mein bisschen mut und die reste von leben und lebendigkeit, die ich mir über die jahre gerettet hab, irgendwie gerettet und meistens verzögert, und deshalb kommt alles so spät in meinem leben, auch dieser brief.
23.3.
warum ich ihnen schreibe – mich zu behaupten gegen den anschlag auf mich, mein leben, meine seele. ich will, dass sie wissen, dass ich überlebt habe. dass ich nicht als der nächste fritzl durchs land renn und meinen wohnzimmerboden aufstemm. dass ich es verweigert habe, zielstrebig über jahrzehnte eine machtposition auszubauen, um es der welt heimzuzahlen. dass ich nach vierzig jahren ein halbwegs umfassendes verständnis davon hab, dass heimzahlen nix hilft. und wie sehr es ihnen noch recht geben würde, sozusagen übers grab hinaus.
dass ich überlebt habe, verdanke ich wesentlich und zuallererst der liebe meiner mutter. der starken, klaren, geraden liebe meiner mutter, auch wenn ich an ihr verzweifelt bin, als sie mir nicht glauben wollte, jahrelang. das bildst dir ein. bis ich die einbildung selber geglaubt hab. dabei ist es ja unmöglich, dass das opfer die traumatisierenden vorgänge klar und detailliert erinnert, schon aus neurologischen gründen. traumaforschung war aber in den siebzigern noch ganz am anfang, besonders in österreich, wo rückschau, gesellschaftliche auf- und durcharbeitung traumatisierender vorgänge sowieso nicht die größte tradition haben. das überleben hatte aber auch seinen preis: vierzig jahre heimatlos, je ferner je lieber. schon mit zwanzig wusste ich, dass ich mich in autoritären systemen nicht aufhalten kann. ich wusste das ganz sicher, auf eine komische art, so wie man weiß, dass man hämorrhoiden hat oder ein magengeschwür. man weiß das durch beharrliches wegschauen. so, wie ich wusste, was sie mir angetan haben. an-ge-tan, schönes distanzierungsvokabel, aber leider kompletter unsinn. ich hab den täter in mir, auch wenn’s mich reckt vor grausen, ich hab ihn ja physisch in mir gehabt. was hilft’s, dass ich ein kind war.
und dann hab ich, gegen alle ehelichen, therapeutischen und sonstigen ratschläge, nun doch ihre nummer gewählt. es hätt mir ja auch gleich klar sein können, der akzent, die schwierigkeiten mit der wortstellung im deutschen satz, aber nein, zweimal muss ich mir die ansage anhören, bis ich glauben kann, dass das wirklich sie sind. mein gott, was für ein würstl! diese dünne, ängstliche stimme, das zögern in jedem wort, von den rundlaufschwierigkeiten des uraltkassettenrekorders noch ins jenseitige gesteigert. speaking of which: was gedenken sie denn ihrem herrn schöpfer zu sagen am tag des jüngsten? zittern? wehklagen? ich hab halt nicht anders gekonnt? die triebe? wo wir doch beide wissen, und der herr schöpfer sicherlich auch, dass es da überhaupt nicht, betone, in keinster weise, um sexualität geht, bloß um aggression.
elias canetti versteht das am besten: töten, um zu überleben, und erst wenn er seinen fuß auf den körper des untergebenen setzt, weiß der präfekt, dass er wirklich lebt, weil jeder zögling eine bedrohung seines überlebens ist, so wie ich die ihre bin jetzt: die lebende, lebendige, frei herumspazierende bedrohung des systems schuld, sühne und vergebung und was sich sonst noch an schwachsinn zusammenbraut in einem jesuitengehirn, das aus selbstverschuldeter tausendjähriger nacht nicht herausfindet. hitler, stalin, lubicek*. und wenn man erst einmal angefangen hat mit dem umbringen, da gibt’s natürlich kein aufhören. (* Name von der Red. geändert)
25.3.
was ich wirklich wissen möcht von ihnen: was haben sie sich dabei gedacht? er wird es vergessen? es wird ihm eh nix tun? es iss mir wurscht, wenn es ihn umbringt? ich will ihn kaputt sehen? wie viel und welche arten lüge, vorwand, verleugnung es braucht, bis ein halbwegs erwachsener mensch so was tut, das hätt ich gern aus ihrem mund gehört. im großen ist es eh klar: heide, klassenfeind, untermensch, dreinhauen, wegnehmen, umbringen, in dieser reihenfolge, das instrumentarium der eskalation. einschränken zuerst und benachteiligen, wo’s nur geht, dann ein bisserl unterdrücken, schlagen, enteignen, mit dem umbringen aber unbedingt zuwarten, bis zumindest das einsperren allgemein akzeptierter brauch ist. das war ja bei ihnen auch so, hosentaschen zuerst, zuckerlkontrolle, dann schwanzbegrapschen unter der dusche, nächtliche gebetsstunden mit masturbation, nur die vergewaltigung kam nicht zum schluss, die war krönender beginn.
dann wollt ich noch wissen, ob sie meine beschädigung beabsichtigt haben oder bloß billigend in kauf genommen. aber es kommt ja schon wieder nicht mehr drauf an, was sie dazu sagen, weil in sie hineinschauen kann ich nicht und können sie selber vermutlich grad so wenig. wie sollte das auch gehen nach fünfzig jahren ordensleben in der jugendseelsorge mit ihren neigungen? es muss ja in ihrem kopf, in ihrer seele ziemlich wild ausschauen. wieso hat niemand mit dem fritzl mitleid? was für ein armes schwein! kann sich denn überhaupt irgendwer vorstellen, wie’s in dem zugeht? zuging? wieso interessiert das keinen? wieso interessiert das nur immer mich? weil bei der vergewaltigung das täter-ich in das opfer-ich hinüberschwappt, wie die anna sagt? das ist ja schon wieder so eine täter- und totschlagsprache wie beim pädophilenbericht. ich weise das zurück, da können sie gefälligst alleine schwappen, herr magister!
26.3.
das empörendste ist, dass sie so ein würschtl sind. man möchte wenigstens von einem riesen vergewaltigt worden sein, einem übermächtigen, übermännlichen überwältiger. was tut man mit so einer trauerfigur? in ihrer stimme höre ich noch vierzig jahre später, wie hoffnungslos, absolut aussichtslos es ihnen erschienen sein muss, auf dem freien markt der liebe irgendwas zu finden, in dem ausländerfeindlichen grätzel namens österreich praktisch unmöglich für einen kategorie-d-ausländer vom balkan. serbien muss sterbien!aber darum geht’s nicht, sagt die anna. laut anna geht es gar nicht um sexualität, sondern überhaupt nur um gewalt. also, im kirchlichen bereich bin ich mir da nicht so sicher. gerade weil die anna im namen ihres allmächtigen und allliebenden gottes als traumatherapeutin an dutzenden missbrauchs- und vergewaltigungsopfern herumgepfuscht hat und selber als zukünftige heilige innerhalb dieser kirche eine hervorragende stellung einnimmt, reizt es mich hier zum widerspruch. das sexuelle elend in den katholenkasernen schreit doch landesweit zum himmel, und es ist weiß gott nicht jeder abt so aufgeklärt wie der von w., dass er mit der gesamten bruderschaft in den puff nach l. fährt. dabei ist der puff ja auch keine lösung, sondern nur eine verlagerung von ausbeutung und gewalt ein stückl weiter nach draußen, außerhalb der klostermauern.
gestern wollt ich sie noch fragen, was sie sich dabei gedacht haben, wollte canettianisch meinen fragefinger in ihren antwortkörper bohren, fühlte mich überlegen, fantasierte telefonterror. aber darum geht’s ja nicht. es geht darum, dass ich weggehe, weg von ihnen, weg vom geschehenen. da ist honolulu grad weit genug. das hilft, aber nicht immer. es hat auch nicht geholfen, dass ich den leuten nicht in die augen schauen konnte, die ganze zeit. sagt sich so leicht, schließt aber drei ehefrauen mit ein, nur schnell beispielshalber. wie lebt, liebt, werkt man vierzig jahre ohne augenkontakt? was hätt ich mir alles ersparen können, welche wahrheiten sind mir entgangen? vor zwei jahren hab ich die leute von SNAP noch belächelt, als sie darauf bestanden haben, survivor zu sein, nicht victim. da war ich halt noch nicht soweit.
(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 21.03.2010)
Quelle: Â http://diepresse.com -online 21.03.2010
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Kirchenopfer reden,
Kirchenopfer reden…
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