5. Juli 2010

Nachfrage wegen Kindern…

…von österreichischen Sexverbrechern an den  Grenzen zu unseren Nachbarleändern keine Seltenheit!

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Schein und Sein am Straßenstrich

Kompromittierende Fotos, Polizei-Kontrollen, Werbeverbot: Die Maßnahmen gegen das Rotlicht-Gewerbe an der Grenze zu Tschechien wirken nicht.

Mädchen uFrauen am Straßenstrich von Znaim und Umgebung...

Mädchen uFrauen am Straßenstrich von Znaim und Umgebung...

Vergeblich: Die Maßnahmen in Znaim und Ceskè Velenice halten die Frauen nicht vom Straßenstrich fern.


Mit dem Fotoapparat
machen sich Polizisten in Ceskè Velenice an der Grenze zu Gmünd im Waldviertel seit Monaten auf die Jagd nach Freiern in flagranti. Einige Zeit wurden die Fotos sogar auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht. In Znaim stört die Polizei immer häufiger das Geschäft der Frauen am Straßenstrich durch Kontrollen. “Es sind deutlich weniger Frauen auf der Straße und auch die Zahl der Kunden ist zurückgegangen”, erklärt Jaromir Koc, der Sprecher der Gemeinde Ceskè Velenice. Doch diese Aussagen sind mehr Schein als Sein. Denn beim Lokalaugenschein hat sich gar nichts verändert - an beiden Rotlicht-Hotspots.

Im Schritttempo kreisen Autos, hauptsächlich mit österreichischen Kennzeichen, durch die Stadt. Am Steuer Männer, die Ausschau halten. Lange suchen müssen sie nicht. Denn die Liebesdienerinnen stehen nach wie vor nicht zu knapp an der Straße.

Es hat sich nichts geändert. Die Kunden sind vorsichtiger geworden und etwas verunsichert. Aber weniger sind es nicht”, sagt eine 25-jährige Prostituierte. Seit vier Jahren arbeitet sie schon auf der Straße. Und die Männer lassen sich nicht abschrecken. “Der Trieb ist stärker als die Angst vor der Polizei.”

Und das, obwohl die Fotos nicht nur für die zu 80 Prozent österreichischen Kunden abschreckend wirken sollen. Auch die Frauen selbst werden bestraft, wenn sie von der Polizei erwischt werden.

“Wir müssen 2000 Kronen (77 Euro) Bußgeld zahlen”, erklärt die 25-Jährige. Bei Einnahmen von 20 bis 50 Euro pro Kunde stehen die Frauen am Ende des Tages oft mit leeren Hände da. Und dennoch machen sie weiter. “Viele bekommen keine Arbeit, sie habe keine Wahl”, sagt die Mutter von drei Kindern.

Es kommt aber noch eine besonders abscheuliche Facette hinzu. “Es gibt Männer, meist sind es jene mit viel Geld, die nach Kindern fragen”, erklärt sie. Und das sei keine Seltenheit mehr

Maßnahmenkatalog

Auch bei den Znaimer Stadtvätern verweist man auf Maßnahmen, die das Geschäft eindämmen sollen:

“Wir haben ein Werbe-Verbot für einschlägige Lokale im Stadtgebiet. Und wir organisieren Vorträge an Grund- und Mittelschulen, legen Bücher auf, machen Veranstaltungen und Besprechungen”, sagt Vizebürgermeister Marian Keremidsky. An der Beliebtheit der Rotlicht-Lokale ändert das nichts, sie kontern in immer kürzeren Abständen mit “neuen Mädchen”. Einzig die verstärkten Polizei-Besuche am Straßenstrich haben etwas Unruhe in die Branche gebracht.

Wenn ein unbekannter Mann stehen bleibt, frage ich sofort, ob er Polizist ist”, sagt die Prostituierte Maria. Schon öfters haben sie Polizisten mitgenommen, sie peinlichen Untersuchungen ausgesetzt.

Mag.Dr. Rainer König Hollerwöger Sexual & Gewaltforscher...

Mag.Dr. Rainer König Hollerwöger Sexual & Gewaltforscher...

Die unterschiedliche Sicht des Status quo zwischen Gemeindevertretern und Prostituierten kann sich Gewaltforscher Rainer König-Hollerwöger leicht erklären.

Die Gemeinden haben eine EU-Vorgabe, die Prostitution zu bekämpfen. Sie brauchen Erfolge. Aber sie bekommen es nicht in den Griff.”


Artikel vom 03.07.2010 15:40 | KURIER | Markus Wurtz, Michaela Reibenwein

Quelle: www.kurier.at -Sonntag 4.07.2010

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Spendenaufruf für eine Mutter die den Ausstieg wagte….


Spendenaufruf für Mutter…
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