21. Juli 2010

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Volksbefragung ein Ziel der Plattform…

…Betroffene kirchlicher Gewalt”….

Missbrauchsopfer: Mit Volksbegehren Druck machen

21.07.2010 | 10:17 |   (DiePresse.com)

"Er zog uns die Kutte drüber und dann hatten wir das große G.... schon im Mund...

"Er zog uns die Kutte drüber und dann hatten wir das große G.... schon im Mund...

Die Plattform “Betroffene Kirchlicher Gewalt” fordert eine unabhängige staatliche Kommission, die die Missbrauchsvorwürfe prüfen soll. Im Herbst könnte ein Klage gegen Diözesen eingebracht werden.

Eine unabhängige staatliche Kommission soll die Missbrauchsvorwürfe in kirchlichen Institutionen untersuchen, fordert die Plattform “Betroffene Kirchlicher Gewalt”. Sollte dieser Forderung nicht nachgekommen werden, überlegt man, im Herbst ein Volksbegehren durchzuführen, erklärte ein Sprecher der Plattform.

Er ortet “große Zustimmung und gute Chancen”.

Die Opfer-Plattform will für die Betroffenen eine Entschädigung, “die diesen Namen auch verdient”, und die Öffnung von Kirchenarchiven. Generell sollte man die Rolle der katholischen Kirche im Staat überdenken und ihr die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle nicht allein überlassen, meinte der Sprecher. “Das Volksbegehren hätte Potenzial und würde die Politik an ihre Verantwortung erinnern”, zeigte er sich überzeugt.

Die Unterstützung sei groß, von 100.000 Unterschriften könnte ausgegangen werden. Die Durchführung wäre “frühestens” für Herbst vorstellbar: “Das Volksbegehren kommt dann, wenn es keine unabhängige Kommission gibt, wenn der Staat seiner Verantwortung nicht nachkommt. Dann wäre das sinnvoll.”

Ebenfalls im Herbst könnte die Plattform eine bereits angekündigte Klage gegen Diözesen, “denen man ein Versagen, Unterlassen, Vertuschen nachweisen kann”, einbringen.

Derzeit sei man in Verhandlung mit einem Prozessfinanzierer, um das Risiko für Betroffene abzudecken. Bei der Plattform “Betroffene Kirchlicher Gewalt” haben sich seit Einrichten der Hotline im Frühjahr 308 Personen gemeldet, 206 haben um rechtliche Unterstützung gebeten.

(APA)

Quelle: http://diepresse.com -online 21.07.2010

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