8. April 2011

26 Jahre wußte die Fürsorge davon?

Inzest- Fall in Vorarlberg: Jugendwohlfahrt erhielt 1986 Hinweis

Der 64-Jährige wurde heute zu 15 Jahren Haft verurteilt. – ©VOL Live/Hofmeister

Feldkirch –  Bregenz. Wie Donnerstagabend bekannt wurde, war die Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft Bregenz in mehrfacher Hinsicht mit dem tragischen Fall befasst. Selbst das Gerücht eines Inzests wurde an die zuständigen Stellen herangetragen.

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  • “Mit Pflege der Kinder befasst”

    Gegen 18.30 Uhr hatte Bezirkshauptmann Elmar Zech die Ergebnisse seiner ganztägigen hausinternen Recherchen in diese Presseaussendung gegossen: “Das Land ist von den tragischen Geschehnissen des am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch behandelten Kriminalfalls tief betroffen. Wie bei unehelichen Kindern üblich, wurden in den Jahren 1985 und 1986 die Geburten der Kinder eines der beiden Opfer der Jugendwohlfahrt angezeigt. Diese war anschließend mit der Regelung der Pflege und Betreuung der beiden Kinder befasst.”
    Aber das ist nicht alles: „Im Jahr 1986 wurde der Jugendwohlfahrt ein Gerücht gemeldet, wonach ein Inzest stattgefunden haben könnte.” Zu diesem Zeitpunkt hatte das Martyrium der älteren der beiden Töchter des 64- Jährigen gerade erst begonnen. Die durchgeführten Erhebungen der BH Bregenz “haben aber keinen konkreten Verdacht ergeben”, so Zech. Hat die Jugendwohlfahrt damals einen Hausbesuch gemacht? Da weicht Zech erst aus: “Wir haben alle zweckdienlichen Ermittlungen angestellt.” Später sagt er, dass er erst erheben müsse, wie intensiv man damals wirklich nachgeforscht hat.

    Familiendienst nicht involviert

    Für das Vorarlberger Kinderdorf kam der Fall des 64- jährigen Vaters, der seine beiden Töchter jahrelang vergewaltigt hat und mit ihnen zwei Kinder zeugte, völlig überraschend. “Ich höre die Geschichte zum ersten Mal.” Geschäftsführer Christoph Hackspiel ließ augenblicklich vor allem im ambulanten Familiendienst recherchieren – Fehlanzeige. Offenbar war dieser Kriseninterventionsdienst zu keiner Zeit von der Jugendwohlfahrt der BH Bregenz eingeschaltet worden.

    “Es gilt Verschwiegenheit”

    Ob das Institut für Sozialdienste (IfS) bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Bregenzer Inzestfall zu tun hatte, war gestern nicht eruierbar. Das Team rund um Ruth Rüdisser- Rall kümmert sich jedenfalls aktuell um die beiden Töchter. Laut Geschäftsführer Stefan Allgäuer habe das IfS den Auftrag zur Prozessbegleitung erhalten. „Wir sind zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet”, betonte Ruth Rüdisser- Rall. (VN)

    Quelle: www.vol.at 8.4.2011

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    Zitat:

    WENN hier  noch immer den Opfern mit Verschwiegenheit geholfen wird, so ist das nur Eigenschutz der Behörden nicht Opferschutz!

    Weil, die Opfer heute erwachsene Frauen, denen vor 26 Jahren die Hilfe versagt blieb den Medien reinen Wein einschenken könnten und wieder ein großer Fürsorgeskandal öffentlich werden würde wie beim Fritzlfall, bei den Schwestern Silvi und Anita K. dem Fall Luca, dem Fall Thomas Klinger wo überall NIEMAND HINGESCHAUT HATTE, obwohl sie Meldungen bekommen hatten die “KINDERSCHÜTZER”.

    Das wollen die Behörden nicht und wollten diese Fälle  am besten ganz vertuschen!

    Daher ist es eine krasse  Einschränkung der Persönlichkeitsrechte von Opfern! Wir haben das Recht darüber zu sprechen und  unsere Rechte deren Selbstbestimmung wahrzunehmen!

    Wenn Opfer den Medien erzählen wollen, was ihnen alles angetan wurde,  so sollen sie darauf bestehen! Alles andere hilft nur Skandale zu vertuschen. Nur weil die Behörden damals schon versagten sollen Opfer nicht darüber reden dürfen?Und die Behörden es sind die Dreck am Stecken haben ihnen davon abraten.

    Es ist nur im eigenen Interesse des Amtes das dafür verantwortlich ist,  und so Schadensbegrenzung übt, dass die Opfer nichts erzählen, der Öffentlichkeit.

    Dieser Täter könnte bei guter Führung nach 71/2 Jahren wieder frei gehen und vielleicht eine Meldeauflage haben…. Das Haftentlastungspaket von 2008 will das so weil die Vereine wie :

    • Männervereine,
    • Verein Neustart,
    • Fürsorge,
    • Weißer Ring,
    • Kinderschutzentren,
    • Kinder &Jugendanwaltschaften hier schweigend zustimmten ohne einem Aufschrei! He, wo bleiben hier die Opfer?

    Alle Vereine gegen eine ANZEIGEPFLICHT waren! Und 2009 das nochmals verstärkten….

    Da frage ich mich wer arbeitet wirklich nun für Kinder und deren Schutz? Wer arbeitet für die Kindopfer deren Heilungschanchen  sich erhöhen, wenn die Peiniger einer gerechten Bestrafung zugeführt werden?

    Ihnen würde dadurch der Zeitraum zur Verfügung gestellt sich neu zu orientieren und vielleicht sich ein neues Zuhause einen sicheren Ort zu beschaffen. Da die Peiniger meist auf ihren alten Tatort zurückkehren verlassen die Opfer meistens diese Orte freiwillig um weiterleben zu können!

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