3. Juli 2015

Filed under: Aktuelles,Berichte & Artikel — here @ 17:01

Wie Kinder zu Sextätern erzogen…

….sadistisch veranlagte Kinder und Jugendliche, mit frühkindlicher Sexualerziehung auf den Weg der Lust gebracht werden, die dann schon kleineren Kindern sexuelle Misshandlungen- Gewalt antun und als Sexverbrecher die Psychiater  austricksen,

…täuschen, belügen und hinters Licht führen….

Was teure Sextäter- Therapien (1000,– SF-(802.-Euro), in der Schweiz, im Tag 2007) in Wahrheit wert sind!

Als  10,11, 12 jährige begannen die jetzt(2007) 14,15, 16, 18 jährigen Sexualstraftäter mit Nichten,Neffen, Geschwistern, oder Nachbarskinder ihre Kinderschänder Karriere.

Es zeigt sich hier schon sehr früh welche sexuelle Anziehungskraft-Vorlieben von Kindern, ein Kinder-Sex-Triebtäter hat: Buben, oder Mädchen oder Beides.

Und die frühsexualisierende Aufklärung in Kindergärten und Volksschulen  verschärft das auch fördert! Die sexuellen Taten unter Kindern, da sie das, als normal ansehen! Wer das, als Elternteil zulässt fördert und riskiert damit, sehr viele sexuell  gestörte Kinder und Jugendliche.

Dank A.C. Kinsley dem Sexualwissenschaftler,(Er ließ 60 Sexverbrecher für seine Studien über Orgasmen bei Babys und Kleinkindern, Sexverbrechen an diesen verüben!) der heute noch, seine Anhänger hat deren Früchte in unserer Gesellschaft  unter den 68igern weit verbreitet ist und diese sitzen in hohen Positionen, an Universitäten, Justiz, und Politik, die den Sex mit Kindern straffrei sehen wollen.

Daher gibt es den Kuschelkurs für Sextäter, in:

  • Wohngruppen in den teuren Psycho-Sanatorien
  • und Vereinen wie Limen Wien,
  • Verein Neustart,
  • Männerberatungsstellen,
  • kath.Kirchen Betreuungen usw.

Nur nicht bestrafen liebe Gesellschaft habt doch Mitleid mit unserem sexuell sadistischen psychopathischen Trieben(„Wir können gar nicht anders, bestätigen uns doch die Experten!“), der uns zu Kinder treibt, da sie, die einfachsten Sexobjekte sind, die sich alles gefallen lassen müssen! Da sie uns von Haus aus schon, unterlegen sind!


MEHR ALS DOKTORSPIELE…

Ein deutsches Psycho-Sanatorium gab ARD  mit der Dokumentation am 18.10.2007  Einblick wie Kinder-Jugendliche Sextäter therapiert werden!

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Was tun mit jugendlichen Sexualstraftätern?

„Weit mehr als Doktorspiele”

Jugendliche Sexualstraftäter Vorspann des Berichts von ARD
18.10.2007 22h45

18 jähriger Sexualstraftäter erzählt:

Ich habe am Anfang begonnen, mir eine Situation auszusuchen, wenn ich mit meiner Schwester alleine bin und so. Das ich dann immer in ihrer Nähe bin und so, zusammen auf der Couch sitze und ich denke mir das immer weiter so. Und später hab ich dann auch angefangen sie auszuziehen, sie zu streicheln und halt auch, na wie soll ich das sagen, dann auch ihre Scheide anzufassen…

  1. Jungendstraftäter- Sextäter Patrik(15):
    Ich hatte mit meiner Cousine auch, ich hatte sie auch an der Scheide angefasst, meine Freundin die war 9, habe ich auch an der Scheide angefasst und einen Jungen an dem Penis angefasst, und seinen Penis in den Mund genommen.
  2. Sexualverbrecher Marcel(18)
    Meine Schwester, an der hab ich das ausgeübt, ist zu meiner Mutter gegangen, dann musste ich weg. Das war zuerst ein ziemlicher Schock, weil, ich hab nicht gedacht, dass so was dabei rauskommt, dass ich von zu Hause weg muss. Aber ich habe nicht so wirklich nachgedacht.

„WEIT MEHR als DOKTORSPIELE”

Was tun mit jugendlichen VERGEWALTIGERN?

Ein Film von Tilo Knope und Kirsten Waschkau/ARD

Psychiatrische Anstalt für jugendliche Sexualstraftäter in Deutschland Nordrhein-westfälischen Neukirchen!

Betreuerin: Michael, mach weiter!

Marcel:
Ja, wir werden hier aufgestellt, wir stellen uns hier alle hin, jeder Einzelne in die Umkleide zieht sich dann um,
Reporter:
Warum jeder Einzel?

Marcel:
Weil das mit einem Thema zu tun hat, deshalb dürfen wir nicht zusammen rein.
Filmeinspielung schwimmen in Hallenbad…

Reporter:
Auf dem ersten Blick ist den Jungs im Hallenbad nichts Besonderes anzusehen, doch von anderen in diesem Alter unterscheiden sie sich in einem Punkt

Betreuerin:
Jeder Einzelne von denen hat halt einen Übergriff begangen, einen sexuellen Übergriff halt. Entweder sie haben halt ihre Schwester missbraucht, oder eben ein Junge hat Jungs aus der Nachbarschaft Jüngere missbraucht. Immer eben deutlich jüngere Kinder. Und mit Druck. Ja.

Reporter:
Marcel(18) hat heute Küchendienst, mit den fünf anderen Jungen lebt der 18 Jährige in der psychiatrischen Einrichtung für jugendliche Sexualstraftäter im Nordrhein-westfälischen Neukirchen Flü. Die Voraussetzung hier her zu kommen um das aufwendige und teure Therapieprogramm zu durchlaufen ist bei allen gleich, es wurde Strafanzeige gestellt, meist von den eigenen Eltern.
Jetzt warten fast alle Unterständigen unter Aufsicht, auf eine Gerichtsverhandlung.

Marcel:
Ja, also meine Gerichtsverhandlung ist jetzt am 12.02.200, ja. Ich hab auch einen Rechtsanwalt bekommen mit dem treffe ich mich am 29.1. 200.

Reporter:
Und was könnte Dir jetzt da passieren, hat er Dir da was erzählt? Wie sieht das jetzt aus?

Marcel:
Ja das weiß ich jetzt nicht so ganz, kann sein dass ich eine Haftstrafe bekomme, aber mehr weiß ich jetzt nicht.
Reporter:
Hast Du Angst davor?

Marcel:
Ja!

Reporter:
Marcel ist der Einzige mit seinen 18 Jahren der selbst entscheidet, dass er offen Auskunft gibt er ist bereit dazu, auch uns seine schwierige Lebensgeschichte zu erzählen.
Wenn die Betreuer sich morgens abwechseln wird jeder Fall besprochen. Gerade war Marcels Mutter zu Besuch.

Betreuerin:
Es ist immer dasselbe, denn der Bruder war ja z.B.: mit, der war hier kein einziges Mal hier aufgetaucht, der war nur im Auto. Hätte Marcel das nicht erzählt, hätte keiner etwas gewusst, dass der Bruder mit war und ich habe nachgefragt, haben Sie noch ein paar Fragen zu der Verhandlung, Nein, es sei alles in Ordnung!

  1. Betreuerin:
    Nein, ihr könnt meinen Sohn mitnehmen, fug weg!

Betreuerin:
Das ist immer dasselbe Spiel, na. Ja!

Reporter:

Über 1 Jahr werden die Jungen 24 Stunden täglich betreut und therapiert. Sie sollen lernen was sie nie gekannt haben,

  • STOPP, sagen, wenn ihnen Übergriffe in den Sinn kommen.
  • Regeln einhalten,
  • Und Grenzen erkennen,

Denn Gefühle gegenüber ihren Opfern haben sie nicht entwickelt, der familiäre Hintergrund ist bei allen ähnlich.

Ein anderes Beispiel:

Betreuerin:
Eine totale Verwahrlosung, vielleicht ist die Mutter, auch in anderen Verhältnissen groß geworden, wenn man das von Marc z.B. hört, wie der, wenn der einmal in der Woche anruft, sich 10 Minuten lang, sich über Videos unterhalten wird und Play- Station Spiele unterhalten wird und so. Mark erzählt sie haben zu Hause 600 DVDs, so weiß man was der Junge gemacht hat.

Der Junge ist hier her gekommen, was der Junge gekannt hat war:

  • Ich kann Fernsehen gucken,
  • Ich kann Play Station spielen,
  • Und mit meinen Schwestern schlafen.
    Das ist das was der Junge an Sozialkompetenz mitgebracht hat und aufgeflogen ist das, weil er im Jugendheim erzählt hat: “Ich schlafe mit meinen Schwestern!”

Aufruf: SCHULE!

Reporter:
Alle 6 haben gemeinsam Schulunterricht, keine Mädchen. Wegen ihrer Übergriffe sollen sie unter Kontrolle sein. Die Lehrerin muss sich auf unterschiedlichste Bildungsvoraussetzungen und Fähigkeiten einstellen. 1 ging in der 9.Klasse des Gymnasiums, 3 sind leicht Lernbehindert. Marcel ist mit 18 Jahren der älteste hier.

Frage an Marcel:
Jetzt bist Du im Dezember 18 geworden?

Marcel:
Ja,

Reporter:
Und bist hier der Einzige der hier zu seiner Geschichte offen vor der Kamera uns was erzählst, dass finden wir sehr mutig. Wie ist es dazu gekommen, dass Du das machst?

Marcel:
Damit die Welt auch weiß, also die, die das auch sehen halt, das auch weiß, dass es nicht alle Sexualstraftäter schlecht sind, also das es auch gute Seiten gibt. Das man, wenn man halt Therapie macht, dass halt nicht nochmals zu machen und so, dass man nicht halt schlecht ist und nicht so, schlecht von jemandem denkt.

Reporter:
Der Wohntrakt steht unter Aufsicht, doch hat auch jeder der 6 Jungen, seinen eigenen Bereich. Mancher hat zum 1.Mal in seinem Leben eben auch ein eigenes Zimmer, einen Raum den er von innen auch abschließen kann. Der Raum des 15 jährigen Patriks sieht nicht anders aus als ein Zimmer eines anderen Jungen seines Alters auch. Selbst Spielzeugautos fehlen nicht. Patrik übt für seine therapeutische Hausaufgabe sein Wochenziel.

Mit Handpuppen führt er den Widerstreit seiner Gefühle vor:

Der Teufel sagt, du sollst in einen Laden gehen und was klauen, der Engel sagt, du sollst das nicht tun.
Der Teufel sagt, du sollst in den Laden rein gehen und da was klauen,

Therapeut Betreuer:
Patrik hat das in der Therapie erarbeitet und hat dort als Wochenziel diesen Dialog bekommen. Er sollte halt mit Engelchen und Teufelchen arbeiten. Er hat dann erst einmal die Engelchen und Teufelchen gebastelt und hat dann dazu den Dialog erarbeitet. Das ist seine Geschichte, sein Dialog also da ist nichts von uns, von irgendwelchen Therapeuten dabei. Das ist einfach alles von Patrik.

Patrik:

„Der Teufel sagt, ich soll ihre Brust anfassen und lecken, der Engel sagt, ich soll das nicht tun und weggehen.”
„Der Teufel sagt: ich soll die Vagina lecken und streicheln, der Engel sagt, ich soll das sein lassen und das nie wieder tun!”

Reporter:
Wie in den Kopf eines jugendlichen Vergewaltigers hineinsehen? Wie seine geheimen Antriebe erkennen? Für die Betreuer vor allem aber auch für Patrik selbst spiegeln sich in dem Puppenspiel seine sich widerstrebenden Wünsche.

Patrik:

Der Teufel sagt: Ich scheiß auf die K- Gefühle der Anderen und machst den „Übergriff. Der andere sagt”

Reporter:
Grenzen erkennen und Stopp sagen, dass sind Kernziele der Verhaltenstherapie! Marcel kennt die Ziele seit langem und weiß, was von ihm erwartet wird, wie ein Musterschüler.

Marcel: (eine Wolke worauf steht: ICH WILL keinen „Ärger” haben)
Das hier habe ich selbstgemacht, das ist mein Stoppsatz: Ich will keinen „Ärger” haben.
Das ist wenn ich in einer Risikosituation bin, das ich das dann halt mir selbst sage, dass ich dann halt aus der Risikosituation aussteigen kann.

Reporter:
Wie kann so eine Risikosituation aussehen?

Marcel:
Ach da gibt es viele, da habe ich zum einem, wenn man in einem Laden etwas Schönes gesehen hat, und das man gerade haben will aber kein Geld hat und man den Gedanken daran hat es zu klauen, dann sollte man sich den Stoppsatz aktivieren, also sich dann sagen und dann versuchen damit aufzuhören.

Reporter:
Was gibt es noch für Situationen?

Marcel:
Ja, Situation gibt’s noch, wenn ich z.B. ein kleines Mädchen sehe, das mich „anspricht” halt, dass ich halt, wenn ich Stopp sage beende. Das ist so ein Teil einer Risikosituation halt.

Reporter:
Marcel war erstmals im Herbst 2004 mit einem 6 jährigen Nachbarskind im Keller erwischt worden.

Marcel:
Ich habe Übergriffe gemacht und deshalb bin ich hier hingekommen.

Reporter:
Dann kamst Du hier her?

Marcel:
Dann kam ich hier her. Ja.
Da hat man hier ein Aufnahmegespräch und dann vorerst, also erst ein Vorstellungsgespräch, dann ein Aufnahmegespräch und dann bin ich dann in die Gruppe hier gekommen.

Reporter:
Was ist da passiert, wusstest du was das Wort Übergriff heißt, dass Wort kennt gar nicht jeder?

Marcel:
Ja ich hab’ halt ein kleines Mädchen sexuell missbraucht und deshalb bin ich hier!

Reporter:
Die Gefühle des Mädchens haben ihn wenig interessiert!

Marcel:
Vorher habe ich mir schon Gedanken darüber gemacht, dass es Scheiße ist, was ich gemacht hab. Ich hab mir halt Gedanken gemacht wie es ihr geht und hab darüber auch mit Frau B. Betreuern gesprochen und wir machen ja auch Gruppentherapie und sonst eigentlich nicht viel.

Betreuerin:
Ja, kommt runter!

Reporter:
Einmal wöchentlich kommen die Jungs zur gemeinsamen Gruppentherapie zusammen. Es geht um die Gefühle der Opfer die sich die Täter nicht vorstellen können, oder wollen.

Ein Blatt mit folgenden Übungen aufgelistet:
Mögliche Gefühle der Opfer:

ANGST

  • Dass die Übergriffe immer wieder passieren,
  • Dass der Bruder wegkommt,
  • Dass einem eh keiner glaubt,
  • Vor seelischen und körperlichen Schmerzen,
  • Vor dem Gefühl der Hilflosigkeit,

Eigene handgeschriebene Eintragungen…

ENTTÄUSCHUNG:

  • Das der Bruder mich…
  • Das der Bruder die …

Patrik:

  • Dass ich das mit ihr gemacht habe!
  • Wenn ich gesagt habe ich höre auf, dass ich wieder angefangen habe nach einiger Zeit!

WUT:
„Sie ist wütend auf mich”

WUT
„dass ihr keiner geholfen hat”

Reporter:
Die Jungen sollen sich ausmalen wie sich ihre Opfer gefühlt haben. Meist kleine Kinder vergewaltigt über lange Zeit nicht etwa ein oder zwei Mal, sondern in den meisten Fällen über Jahre! Fehlendes Mitgefühl ist das Kernproblem für die Therapeuten.

Betreuerin:
Gut und das machen wir hier nicht um euch zu „ärgern” hier, oder dich zu „ärgern”, sondern es geht darum etwas zu fühlen. Hm? Es geht darum Gefühle nach zu empfinden.

Marcel:
Er war doch mein Bruder.

Reporter:
Es war doch mein Bruder, Marcel weiß die Aufgabe sprachlich zu lösen, als ginge es um eine Textaufgabe im Deutschunterricht.

Marcel:
Wut auf mich, weil ich das getan habe. Da habe ich schon, ich wusste nur nicht, wie ich das jetzt schreiben sollte.

Therapeut:
Das verstehe ich nicht, das Zitat: “auf mich, weil ich das getan habe.” Also aus der Sicht des Opfers, ist das die Wut von Monik, die Du da beschreibst?

Marcel:
Jetzt weiß ich wieder nicht, was ich schreiben wollte. Ha, Ha, Monik, hat so habe ich das aufgeschrieben, dass Monik Wut auf mich hat, weil ich das getan habe. So habe ich das hier aufgeschrieben: Sie hat Wut auf mich, Monik hat Wut auf mich, weil ich das getan habe.

Therapeut:
Was Du in letzter Zeit ja deutlich machst, Du machst deine eigenen Gefühle auch sehr gut deutlich. Die nimmst Du wahr und wenn jemand das kann, seine eigenen Gefühle wahrnehmen, dann kann er auch Gefühle anderer wahrnehmen, deshalb hätte ich da mehr erwartet. Eben was Du in Einzeltherapie leistest, mit dem was bei Dir gerade aktuell dran ist, hätte ich gedacht, da steht jetzt mehr.

Reporter:
Marcel möchte einen Spaziergang im Kinderdorf- (kurz Kido) machen.

Betreuerin:
So wohin geht’s denn jetzt?

Marcel:
Ich gehe ins Kido!

Betreuerin:
Was möchtest Du machen im Kido?

Marcel:
Einfach etwas rumlaufen, wie immer,

Betreuerin:
Was heißt das, einfach rumlaufen?

Marcel:
Schauen wer draußen ist, bisschen herum laufen, vielleicht eine rauchen

Betreuerin:
Ok. Was ist denn wichtig, wenn Du draußen bist? Wo hast Du dich aufzuhalten?

Marcel:
Auf gepflasterten Wegen.

Betreuerin:
Und warum nicht in die Büsche?

Marcel:
Weil man uns da nicht sehen kann.

Betreuerin:
Das Laufbuch hat eigentlich so schon die Kontrolle und Sicherheit, da wird zum einen schon die Kontrolle, dass wir es letzten Endes nachvollziehen können,

  • wann die Jungs draußen waren,
  • und zum andern auch die Sicherheit für die Jungs.
  • Angenommen: Hier ruft jemand an und sagt:

Im Dorf ist ein Mädchen vergewaltigt worden, so können wir die Lauf-Bücher aufmachen und sagen ja von uns war keiner der Jungs im Dorf und hat letzten Endes einen Sicherheitsaspekt.
Das einfach klar ist, so ist es transparent, wann geht ihr raus, wann kommt ihr wieder. Bis jetzt haben wir es noch nicht benötigt, aber es ist schon gut es zu haben.

Reporter:
Eine viertel Stunde auf den Gelände des Neukirchner Kinderdorfes, mehr ist für Marcel nicht drin.

Andere Grüßen:
Morgen,

Marcel:
Hi, Morgen,

Reporter:
Marcel eine viertel Stunde ist ja nicht viel Zeit Ausgang, nicht?

Marcel:
Ne,.

Reporter:
Wo läufst du jetzt überall rum? Außerdem musst du immer auf den Wegen bleiben hier?

Marcel:
… ja, ich bin manchmal hier so. Bleibe hier vorne stehen, damit sie mich sehen, manchmal setze ich mich darüber hinweg und setze mich hier rein, das nennen wir den Dreieckstein, weil die Steine so aufgestellt sind wie ein Dreieck, dann gehe ich hier rein und rauche hier eine. Und bleibe dann die meiste Zeit hier.

Reporter:
Aha,

Marcel:
Da gehe ich einfach rein.

Reporter:
Marcel ist viel allein. Freundschaftliche Kontakte zu den anderen gibt es kaum.
Und wann hast Du die ganzen Regularien hier kennengelernt, das Leben hier …

Marcel:
Ja,

Reporter:
…und fandst es auch richtig, oder wie?

Marcel:
Ja, ich habe auch so gut mitgearbeitet, aber in Endeffekt, habe ich, mich verarscht.

Reporter:
Wieso?

Marcel:
Nun ja, ich habe wieder andere Übergriffe gemacht.

Reporter:
Während dessen?

Marcel:
Ja währenddessen, als ich zu Hause auf BO (Hafterleichterung- Selbstkontrolle) war. Und deshalb bin ich das 2.Jahr jetzt hier. Normalerweise ist hier nur, kann man nur 1Jahr sein, 1Jahr lang hier sein und da ich noch mehr Übergriffe gemacht habe und die Gerichtsverhandlung noch vor mir habe, anstelle bin ich nun 2 Jahre hier.

Reporter:
Und das war Deine Schwester?

Marcel:
Ja, genau.

Psychologe:

Der Marcel wanderte von Stufe, zu Stufe, zu Stufe, war fleißig in der Therapie, arbeitete super mit. Alle Wochenziele gingen frei von der Hand der war sehr beeindruckend, er ist so vom sozialen her, ein sehr umgänglicher Typ, freundlich, hilfsbereit, höflich, ja und er befand sich in Stufe 5 und hatte noch.

Reporter:
Also Stufe 5 heißt vor der Entlassung?

Psychologe:
… das heißt vor der Entlassung, er war 6 Wochen soweit ich das weiß, vor der Entlassung, wir hatten bereits in der Stelle für ihn, einen Platz herausgefunden für ihn, wo er gerne hin wollte. Das war eine Verselbständigungsgruppe in Kamplenenfreud(o.ä.) Ein Wunsch war klar, ich möchte auf keinen Fall nach Hause. Hm, Gründe nannte er: Ja, er hätte hier eben bessere Möglichkeiten, der Entwicklung.

In Stufe 4 z.B.:
Hatte er eine öfters Beurlaubungen, er war des Öfteren zu Hause, machte auch Urlaub mit der Familie in Holland. Also es lief erstmals unter Anführungszeichen, es lief alles wunderbar.
Bis eines Tages, die Familie kam und sagten ja, hm, der Vater hätte Marcel bei einer versuchten Vergewaltigung im elterlichen Haus beobachtet.

Betreuerin:
Ich hatte an einem Sonntag Dienst, der Marcel war ganz normal auf Wochenendbeurlaubung, ja, und da klingelt es an der Tür, da steht auf einmal Mutter, Stiefvater Marcels mit der kleinen Schwester.
Ja, wir haben ein Problem, wir haben den Marcel dabei erwischt wie er seine kleine Schwester missbraucht hat.

Psychologe:
Tja, und die, berichtete dann, die Mutter, ja, der Vater, der Stiefvater von Marcel wäre nach Hause gekommen, die beiden Kinder waren alleine zu Hause und hätte halt den Marcel in einer eindeutigen Position, mit heruntergelassener Hose vor seiner Schwester kniend, angetroffen.

Reporter:
Wie alt ist die Schwester gewesen?

Psychologe:
Die Schwester war 6, oder 7. 6, oder 7.

Betreuerin:
War vorher niemals ein Thema gewesen, es war immer nur ein fremdes Opfer gewesen und auf einmal steht das Mädchen da, mit der Barbiepuppe in der Hand und man denkt, so, huch.
gestern hat der Marcel seine Schwester vergewaltigt.

Reporter:
Die Schwester ist in psychologischer Betreuung und hat ausgesagt:

„Marcel hatte sie mindestens über 1 1/2 Jahr hinweg sexuell missbraucht.”

Trotz dieses Rückfalls verteidigt Kirsten Borkwart, die Therapie insgesamt!

Kirsten Borkwart:
Na, gut, weil wir einfach wissen, dass die Therapie obwohl es Rückfalle gibt, in vereinzelten Fällen, nützlich ist.

Na, und Therapie für Straftäter ist der beste „OPFERSCHUTZ” den wir bieten können.

Um eben weitere potentielle Opfer zu schützen! Und wir wissen z.B.: aus dem Ambulanten Bereich, hm. Dass die Therapie sehr geringe Rückfallsquotte nämlich ungefähr 3 % ergeben hat, bei jugendlichen Sexualstraftätern.

Reporter:
Der 15 jährige Daniel der wird heute von einem Mitarbeiter des Jugendamtes aus seiner süddeutschen Heimat besucht. Er hatte zwei Nachbarsjungen missbraucht. Jedes viertel Jahr wird üüberprüft, ob es mit ihm voran geht, anfangs bekam er kaum den Mund auf. Schon kleine Fortschritte sind wichtig! Auch Daniels Mutter ist heute dabei, gezeigt werden möchte sie nicht.

Betreuerin:
Jetzt schauen wir einmal nach vorne.
Siehst Du einen Unterschied zu dem, wie Du vor einem dreiviertel Jahr zu uns gekommen bist und zu dem wie Du heute bist? Zu dem ich weiß was ich kann und ich weiß wer ich bin. Hat sich da etwas verändert?

Daniel:
Schon.

Betreuerin:
Könntest Du das einmal beschreiben?

Daniel:
Hm, dass ich eben mehr rede, dass ich hm- dass ich halt meinen Ausgang Genie.

Psychologe:
Noch etwas zum reden, Du hast, Du redest tatsächlich mehr das ist richtig, Du redest aber auch anders.

Daniel:
Naja, lachen!

Psychologe:
Da wird er noch selber draufkommen. Also gut, Du redest, verständlich und Du redest deutlich lauter. Du redest nicht zu laut, aber Du redest so, dass man Dich verstehen kann. Hm, und Du sitzt auch ganz anders da.

Daniel:
Was habe ich verändert in der Zeit:

  • Ich habe gelernt keine Übergriffe mehr zu machen,
  • Ich habe gelernt wenn ich schlecht drauf bin, dass ich mit den Erziehern spreche, sprechen kann.
  • Das ich gelernt habe keine Scheiße zu bauen.
  • Das ich gute Noten schreibe in der Schule letztens habe ich eine 2+ geschrieben und ne 3 +, dass fand ich gut.
  • Es ist gut etwas zu verändern, ich will wieder nach Hause, dafür verändere ich was.
  • Das ich gelernt habe dass diese Übergriffe Scheiße sind.

Mutter:
Passt schon. Dass sollst nur so weitermachen.

Psychologe:
Jetzt ist er fast ein Jahr hier, ein Dreivierteljahr, beinah, fehlt er Ihnen zu Hause?

Mutter:
Ja, schon, er geht schon ab!

Psychologe:
Was sind Ihre Hoffnungen für Ihren Sohn jetzt? Was jetzt passieren wird?

Mutter:
Ich hoffe, dass er wieder zu mir nach Hause darf für immer, das möchte ich! Na, magst das auch?

Daniel:
Ja.

Reporter:
Tatsächlich will die Mutter ihren Sohn nicht wieder zu Hause haben. Sie ist Alkoholikerin, auch zwei Töchter leben nicht bei ihr. Daniel bekommt im Heim erstmals Taschengeld mit dem er ein Stück Kindheit nachholt, Spielzeug kaufen.

Reporter zu Daniel:
Also Du kannst jetzt wieder nach Hause, aber nicht zu Deiner Familie.

Daniel:
Also ich komme nicht zu meiner Familie.

Reporter:
Warum nicht?

Daniel:
Weil halt, die Mutter halt, also eine Einzimmerwohnung hat und da nicht richtig, kein richtiger Platz dafür ist.

Reporter:
Was macht Deine Mutter beruflich?

Daniel:
Also die Arbeit die tut nicht arbeiten.

Reporter:
Und Dein Vater?

Daniel:
Also meine Mutter ist halt, geschieden von meinem Vater.

Reporter:
Trotz der unglücklichen Familienverhältnisse sieht es für Daniel gut aus. In ein paar Wochen wird er in eine Wohngruppe in seiner Heimat ziehen. Seine Mutter kann er dann besuchen, wann immer er will.

Betreuerin:
Wenn man die Akten der Jungs liest, und die Eltern, oder die Familienanamnese sieht, einfach auch wirklich sieht, hm, es ist immer auch schon eine Form von Missbrauch schon gewesen, oder es gibt einfach überhaupt keine sexuellen Grenzen in Familien. Also wo ich sag, da macht, da hat jeder mit jedem Geschlechtsverkehr, das sind auch Sachen die sind, für so einen normal denkenden Menschen einfach schwer nachzuvollziehen. Auch für uns, die wirklich mit diesem Thema arbeiten, das man da überhaupt gar nicht versteht, was passiert da wirklich. Wir haben aber auch Familien, wo man sagen muss ok, dieser Junge war ein ungeliebter Sohn, der hat die Sündenbockrolle gehabt, ist deshalb sexuell übergriffig geworden. Also wir reden ja bei sexuellen Übergriffen geht’s in erster Linie nicht um die sexuelle Befriedigung sondern es geht um die Ausübung von Macht. Ich mache was, wogegen der Andere sich nicht wehren kann.

Reporter:
Sich wehren können, besonders über Sport sind die meisten Jungen gut erreichbar. Was sie lernen sollen ist Selbstkontrolle und Selbstbewusstsein.

Sporttraining Boxen!

Reporter:
Wenn die Jungen trainieren, vergessen alle Beteiligten, warum sie hier sind. Auch das Marcel ein Rückfallstäter ist und ihn über eine lange Zeit hintergangen hat, steht für seinen Mentor, Volker K: hier nicht im Vordergrund!

Trainer:
Dass war ein Nehmen und ein Geben.

Marcel:
Ja, klar.

Trainer:
Mach, das noch mal, ok?

Marcel:
Ja,

Trainer:
Gut welche Möglichkeiten hast heute gegen ihn erreicht gehabt?

Marcel:
Doppeldeckung!

Trainer:
Doppeldeckung und was sollst Du dabei noch sein?

Marcel:
Zurück, Raus aus dem Anderem.

Trainer:
Genau, raus.
Usw.

Reporter:
In diesem Kampf ist Marcel klar, der Schwächere, einzustecken gehört dazu. Das T-Shirt mit dem Logo des Therapeutischen Tic tragen die Jungen mit Stolz, die Betreuer, die sie sich für die Arbeit mit den jungen Sexualstraftätern einsetzen, zum Box- Instruktor haben ausbilden lassen wissen,

Täterarbeit ist der beste Opferschutz.

Denn gerade beim Boxen, wenn die Jungen mal die stärkeren, mal die Schwächeren sind, bildet sich ein Gefühl für Macht und für Gewalt heraus. Und das Kontrolle etwas Gutes und tolles ist.
Für die Betreuer sind die Jungen, ganz normale Jungs. Ihre sexuellen Ãœbergriffe nur eine der verschiedenen Fassetten ihrer eigenen Persönlichkeit auf die sie nicht reduziert werden sollen. Und der möglichst normale menschliche Umgang mit ihnen eröffnet ihnen zusammen mit der Therapie die beste Chance Rückfälle zu vermeiden!

Seit herauskam, dass Marcel dem Therapeuten seine Fortschritte, ein Jahr lang nur vorgespielt hatte, sind alle enttäuscht.

Nun muss er wegen der erneuten Vergewaltigung vor GERICHT, und wartet hier auf seinen Gerichtstermin. Die Therapieziele kennt er In- und Auswendig wiederholt routiniert was von Ihm erwartet wird, äußerlich ein höflicher netter Junge.

Psychologe:
Findest Du das gut dass Du hier her gekommen bist?

Marcel:
Ja.

Psychologe:
Warum?

Marcel:
weil ich hier an meinem Thema arbeiten kann,

Psychologe:
An was den?

Marcel:
Na, an den Übergriffen und so,

  • das das nicht noch einmal passiert,
  • dass ich so lerne, über mich zu sprechen,
  • was mir so im Kopf herumschwirrt,
  • Themen die mich beschäftigen z.B. jetzt die Gerichtsverhandlung, und so was
  • Halt, das ich darüber sprechen kann.

Psychologe:
Wo wäre das höchste Risiko, dass Dir so etwas noch einmal passiert?

Marcel:
Was meinen Sie jetzt genau?

Psychiater:
Na, wo würden Risikos auftauchen, dass Dir nochmals so etwas passiert, so ein Ãœbergriff?

Marcel:
Das kann einfach passieren im Alltag, halt passieren, das so eine Risikosituation kommt.

Psychologe:
Wie sieht die aus, diese Risikosituation?

Marcel:
Wenn halt, wenn ich z.B. meine Schwester wiedersehen würde, das könnte eine Risikosituation sein, oder wenn ich kleine Mädchen draußen sehe!

Psychologe:
Wie sehen die so aus dann? Traumbild?

Marcel:
Ja muss schon mm,

  • schlank sein,
  • so braune lange Haare, oder blonde lange Haare,
  • ovales Gesicht,
  • dann auch ein rundes Dekolletee,
  • und muss halt auch selbstbewusst sein,
  • nicht zu schüchtern, hm, ja, so sein halt.

Psychologe:
Mittlerweile ist es halt so, dass er halt klipp und klar sagt selber hier, hm, dass eben von ihm Gefahr ausgeht.

Redakteur:
Er sieht es selber so?

Psychologe:
Er sieht es selber so, ganz klipp und klar. Und Marcel äußerte z.B. mit einer erschreckenden Offenheit, psss, wo man erst Mal tief durchatmet.

Reporter:
Was sagt er dann?

Psychologe:
Marcel vertritt fest die Meinung, dass er eigentlich die Tat die er getan hat, nichts Schlimmes ihr getan hätte, er hätte sie ja nicht geschlagen. Also er sagt körperlich Gewalt Schläge wären doch weit aus schlimmer als ein sexueller Missbrauch, oder eine Vergewaltigung.

Reporter:
Der Termin für die Gerichtsverhandlung ist da. Es ist für ihn keine neue Erfahrung. Das er beim ersten Mal nicht verurteilt wurde, war die Bereitschaft zu einer Therapie! Als Wiederholungstäter kann er diesmal nicht damit rechnen, ohne einer Strafe davon zu kommen. Doch will er vor Gericht alles zugeben, damit seine kleine Schwester nicht aussagen muss. Und bereitet mit der Therapeutin den Prozess vor.

Therapeutin:
Hast Du nicht geraucht?

Marcel:
Doch das schon.

Therapeutin,
na, klar, okay,

Marcel:
Ja angefangen habe ich 2004 ungefähr. Angefangen hat es mit so spielen und zwar haben wir mit Monik und anderen Kollegen und Kolleginnen, meiner Schwester fangen und so gespielt haben. Also ich hab meist dann in diesem Moment meine Schwester gefangen und so was und hab bei der Berührung wenn ich sie berührt habe, dann habe ich eben immer eine Erregung bekommen. Und damit hat es halt angefangen und dann habe ich eben immer weiter geplant wie ich eben weiter gehen kann und hab dann angefangen halt die Situation auszusuchen wenn ich mit meiner Schwester alleine bin und so, dass ich so hm, immer in ihrer Nähe bin zusammen auf der Couch sitze, und so.

Therapeutin:
Hm,Hm,

Marcel:
Und dann denke ich das alles weiter und später habe ich sie angefangen auszuziehen und sie zu streicheln und halt auch, wie soll ich das jetzt sagen, Ähm, dann noch an der Scheide anzufassen, und?

Therapeutin:
Hm,

Marcel:
Und ich habe den Übergriffe gemacht als ich zu Hause war, für ein Wochenende, da habe ich mir immer die Situation ausgesucht, als wir alleine waren. Und?

Therapeutin:
Nun muss ich einmal nachhacken, denn eigentlich hattet ihr ja die Auflage, nicht alleine zu Hause zu sein,

Marcel:
Meine Mutter hatte sich nicht wirklich daran gehalten und mein Vater. Und da bin ich eben halt mit Monik immer alleine gewesen. mit meiner Schwester manchmal und da, habe ich eben die Übergriffe gemacht.

Therapeutin:
Wer hatte denn die Verantwortung dafür?

Marcel:
Ja, ich und meine Mutter und mein Vater.

Therapeutin:
Hm, ja, warum hast Du in der zeit nicht einmal gesagt, He Mama, ihr dürft mich aber nicht alleine lassen mit meiner Schwester.

Marcel:
Ja, weil ich das nicht wollte. Ich wollte das so haben!

Therapeutin:
Aha!

Reporter:
Was würden Sie hier für eine Entwicklung prognostizieren? Was man hier befürchten soll?

Psychologe:
Ja, auf alle Fälle geht von Marcel eine Gefahr aus, man durfte ihn nie mehr raus lassen!

Reporter:
Sondern?
Psychologe:
Ich glaube dass Marcel immer unter Aufsicht sein sollte.

Reporter:
Was heißt das nun konkret?

Psychologe:
Also wenn er jetzt konkret so 6 Monate Jugendstrafe bekommt,

Reporter:
und dann?

Psychologe:
Ich meine, man dürfe ihn gar nicht mehr herauslassen, ganz klar. Gar nicht, gar nicht!

Reporter: Glauben Sie ob der Richter das auch so übersehen wird an Hand dieses Falles, oder werden Sie das dementsprechend empfehlen? Oder wie?

Psychologe:
A-hm, bevor es zu einer Gerichtsverhandlung kam, war ja ein Gutachter hier, dieser Gutachter sagte: er hätte noch nie einen Täter gehabt, der so offen zum Einen, über seine Taten spricht und ja gleichzeitig eine

Gefahr für die Menschheit ist, so.

Also seine Pädosexuellen Neigungen sind dermaßen verfestigt, dass jetzt bezogen auf seine Schwester, die halt Opfer war, sondern kleine Mädchen allgemein. Und ich meine wenn jemand eine Erektion bekommt, wenn er ein kleines Mädchen berührt, das kommt nicht einfach nur so. Schön ist es dass er es sagt, er benennt es, da konnte man wieder mit ihm arbeiten, aber gleichzeitig merkt man natürlich puh, so im Innern, hu, wie wirst du den jemals raus lassen?

Reporter:
Ein anderer Jugendlicher wird heute das Heim verlassen. Während die anderen wie immer mittags von der Schule kommen wartet er auf die Abreise. Auch er wird nicht wieder in seiner Familie leben, eben in einer Pflegefamilie!
Warum kommst Du nicht in Deine Familie zurück?

Entlassener:
Weil ich dann wieder Übergriffe mache mit meiner Schwester.

Reporter:
Meinst du das wurdest du machen?

Entlassener:
Hm,

Reporter:
Kannst du nicht einfach sagen: “STOPP das mach ich nicht wieder?”

Entlassener:
Kopfschüttelnd: Weiß, ich nicht.

Reporter:
Wie kommt das? Ist das so stark der Drang?

Entlassener:
Das ist jetzt schwer für mich zu sagen, dass ich aufhören soll.

Reporter:
Wie alt ist Deine Schwester?

Entlassener:
Die ist jetzt 9.

Reporter:
Und wie lange ging das schon mit Deiner Schwester?

Entlassener:
Ich war 10, oder 11 Jahre, dann habe ich angefangen mit meiner Schwester angefangen Übergriffe zu machen, sie anzufassen.

Reporter:
Was haste gemacht?

Entlassener:
Ich habe sie an der Scheide angefasst, am Bauch, ja.

Reporter:
Und? Ist das jetzt für dich nur mit deiner Schwester so, oder würden dich auch andere kleine Mädchen interessieren?

Entlassener:
Ich hatte auch, mit meiner Cousine auch, ich hab die auch an der Scheide angefasst, meine Freundin sie war 9, habe ich auch an der Scheide angefasst und einen Jungen vom GEKO habe ich an dem Penis angefasst und den Penis in den Mund genommen.

Abschied des Entlassenen Jugendlichen, ein Abschiedsgeschenk von Betreuern, damit du ab und zu an uns denkst, ja. Verabschiedung des Jugendlichen mit: Ich wünsche Dir alles Gute! Und denk dran, ne? Marcel sagte: “Bau keinen Scheiß!” und alle guten Wünsche machten die Runde.
Psychologe am Schluss:
Alles Gute und denk daran: Bei diesem Satz:

ich weiß es nicht, den gibt’s nicht mehr, hast du nie wieder. Denn lass Mal hier!

Entlassener:
Weiß ich nicht, der ist begraben! Und geht zum Fahrzeug.

Reporter:
Abschied mit guten Vorsätzen. Alle hoffen dass er wie die meisten Anderen in seinem Leben nie wieder einen übergriff begeht, doch ob er es auf Dauer schafft, weiß man vielleicht erst nach Jahren.

Betreuerin:

Ich sage Mal, das ist so glaube ich, dass, wovor wir uns natürlich so scheuen, denn wir können letzten Endes nur Prognosen erstellen, letzten Endes muss ich mal deutlich machen, was aber perspektivisch wirklich passiert, da steckt man nicht drin!
Also das ist ja, schon auf, da sind unsere eigenen Grenzen ja auch gefragt. Und ich denke jeder nimmt das anders wahr.

Psychologe:
Ja, ob bei dem der nächste Ãœbergriff in 10 Jahren wieder an Jugendlichen passiert, dann hat er wenigstens 10 Jahre keine Opfer gemacht, das muss man einmal klar so benennen. Wenn die Therapie und diese Theater dazu beitragen, dass

er 10 Jahre keinen Überfall gemacht hat, dann ist das doch ein Erfolg!

Reporter:
Es ist so weit, heute wird ein Jugendschöffengericht in MÄ. ein Urteil sprechen. Marcels Mutter ist gekommen. Die Unterhaltung dreht sich wieder um Computerspiele.

Frage: Was kann den nun heute passieren bei Gericht?

Mutter:
Keine Ahnung!

Reporter:
Haben Sie mit dem Anwalt gesprochen, oder was?

Mutter :
Nein,

Reporter:
Ach sie kommen nun einmal gucken was dabei raus kommt?
Frage an Marcel: Wie siehst Du das? Was kann heute passieren?

Marcel:
Ja eigentlich nur, ja was kann mir passieren eigentlich? Das ich eine Strafe kriege.

Reporter:
Was könnte das sein?

Marcel:
Entweder eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten oder höher.

Reporter:
Meinst du höher kann es auch sein?

Marcel:
Ja, bis zu 10 Jahren!

Fahrt zu Gericht mit dem Anstaltsbus.

Reporter:
Marcel ist nervös. Auf seinem Wusch führt Volker Blümbaum sein Betreuer ihn, er wird als Zeuge dabei sein.

Und vom ersten Mal kennst du den Ablauf ja schon ein bisschen, oder wie ist das für dich?

Marcel:
Ja schon aber ich habe jetzt noch mit meinen Eltern darüber gesprochen, meinem Rechtsanwalt und ich weiß, wie der Ablauf so ist!

Reporter:
Was wird ungefähr passieren? Also du wirst befragt und so,

Marcel:
Ja ich werde befragt und so. ich muss hat Aussagen weil ich die Übergriffe gemacht hab und so, und dann wird der Herr Fürster, der Dr. Fürster, der hat mich begutachtet. Der stellt dann noch sein Gutachten vor und dann kommt die Strafe das Urteil.

Reporter:
Das Gutachten kennst du selbst noch nicht?

Marcel:
Doch das Gutachten kenne ich schon!

Reporter:
Und wie sieht das aus? Was hat er geschrieben?

Marcel:
Das ich halt voll Schuld fähig war, und halt über meine körperliches Befinden und so was. Und geistiges Befinden.

Reporter:
Ist das nun gut oder nicht so gut für dich, das Gutachten?

Marcel:
Äh, eher nicht so gut, glaub, finde ich zumindest.

Reporter:

Voll Schuld fähig, Wiederholungstaten sogar, während der Therapie über viele Monate, keine guten Aussichten für eine milde Strafe. Außer Marcels Mutter und dem Betreuer ist die Leiterin der Tätertherapie dabei um über das Verhalten in der Therapie Auskunft zu geben. Immerhin wird Marcel alles zugeben.
Im Gericht dürfen wir Marcel nicht filmen. Die Verhandlung ist nicht öffentlich. Doch schon nach unerwarteten kurzen 1 1/2 – Stunden hat das Jugendschöffengericht ein Urteil gesprochen. Als erster kommt Marcels Pflichtverteidiger heraus.

Herr Rechtsanwalt, was ist da raus gekommen?

Rechtsanwalt von Marcel:
Das Gericht hat ein Urteil gesprochen, ich darf nur keine weiteren Ausführungen zur Sache machen ich war bis lang von der Schweigepflicht entbunden worden, mein Mandant hat mich gerade auf dem Flur nicht weiter entbinden lassen wollen, er hat die Schweigepflicht widerrufen, somit unterliege ich jetzt der Schweigepflicht. Ich kann nur soviel sagen dass wir jetzt mit dem Jugendamt Hessen und der Heimleitung beraten, wie wir mit dem Urteil umgehen! Grüße Sie,
Dankeschön!

Reporter:
Marcel wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, er ist geschockt und möchte ohne uns nach Neukirchen zurückfahren. Wir nennen die Strafe auf seinen Wunsch hin nicht.
Reaktionen am nächsten Morgen.

Psychologe- Marcels Betreuer:
Ich persönlich finde das Urteil nicht falsch. Das ist die Konsequenz, dessen was er getan hat. So, wenn ich ihn hier! Nein, ich finde sie nicht falsch! Ich finde sie gerechtfertigt. Und wenn dass hm, zu diesem Puzzle dazu gehört, dann ist das ein ganz wichtiger Teil! So sehe ich das.

Leiterin des Heimes:
Wir haben ja vor Gericht lange diskutiert, eam, kann es noch einen Erziehungsauftrag geben der Erfolgversprechend erfüllt werden kann, weil im Jugendstrafgesetz

der Gedanke der Erziehung VORRANG vor der Strafe hat.

Aber bei Marcel, gut der kriegt seit über zwei Jahren eine sehr intensive Betreuung und Behandlung ist das jetzt vielleicht einmal ausgereizt.

Reporter:
Marcel wie geht’s Dir heute?

Marcel:
Ein bisschen besser als gestern.

Reporter:
Na, ein bisschen verkraftet die Sache?

Marcel:
Hm,

Reporter:
Wie war das gestern im Gericht für dich? Womit hast du gerechnet und was ist passiert?

Marcel:
Also was ich für Strafe bekommen habe möchte ich nicht sagen, auf alle Fälle war es eine Strafe mit der ich nicht gerechnet hab.

Reporter:
War härter als du dachtest?

Marcel:
Ja.
Eine Rolle hat ja sicher gespielt, dass man im Gutachten sieht, das du voll Schuld fähig bist.

Reporter:
das du voll gefährdet bist?

Marcel:
Ja.

Reporter:
Das du voll Schuld fähig bist!

Marcel:
War. Ja.

Reporter:
Du warst ja auch geständig und hast deswegen auch, weniger Strafe gekriegt.

Marcel:
Ja, um etliche Jahre.

Reporter:
Wie ist es jetzt da für dich, ich meine, wie gehst du damit um, ich meine, wenn du jetzt sagen wurdest, ich tu das nie wieder? Das kann man ja einfach sagen, ja?

Marcel:
Kann man sagen, ob man es macht ist dann ein anderer Fall, man weiß nicht, was in der Zukunft passiert.

Reporter:
Da bist du dir selber unsicher?

Marcel:
Ja.

Reporter:
Das hat uns der, auch erzählt nicht? Das er nicht so weiß, ob er das nicht wieder macht.

Marcel:
Das kann man auch nicht mit Sicherheit sagen! Man kann und so dagegen etwas tun, aber ob man das so anwenden kann, ist eine andere Frage. Ich habs nicht geschafft.

Reporter:
Sind denn die Maßnahmen für dich hier nicht Hilfe gewesen? Diese Stopp Maßnahmen? Diese Stopp „ Sätze?”

Marcel:
Doch, so eigentlich schon. Hat aber in der Situation halt nicht viel gebracht.

An einer Tafel wo alle Insassen aufgeschrieben sind, streicht man nun die Namen von Probanden, die nicht mehr hier sind!

Reporter:
Marcel wird das Urteil annehmen und ins Gefängnis gehen. Seine eigene Hoffnung, dass die abschreckende Strafe ihn nachher davon abhält noch einmal Übergriffe zu unternehmen. Rückfälle kommen vor doch es gibt keine Alternativen für die Therapie, bei jugendlichen Sexualstraftätern, ist wegsperren keine Lösung! Denn jugendliche Täter sind es die noch umlernen, und so Krisensituationen so bewältigt werden können, vielleicht ein Leben lang?

Alle Rechte sind dem TV-Sender ARD vorbehalten!

Quelle:TV – ARD 2007

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Dr.Eher von Wien Floridsdorf der Begutachtungstelle von Sexverbrechern und die Zukunftsprognose…

Fußfessel: „Strafen schrecken Sextäter ab“

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