30. September 2015

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Aktivistin erschoß sich…

 

VERZWEIFELTE Aktivistin der SHG Opferintensive?

 

Sie hat ihr Leben mit ihrem Kind zusammen bebendet.

Sie hat ihr Leben mit ihrem Kind zusammen bebendet.

Frau 41 erschoss sich vor Fast food Restaurant

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Laut Medienberichten soll das so gewesen sein.

Selbst Opfer von sexueller –körperlicher-seelischer Gewalt. Sie wurde nur 41Jahre alt geworden, war im 4.Monat schwanger, wie mir Menschen aus Wien berichteten und es gab eine Trennung durch den Partner.

Sie kritisierte wie ich die heimische Justiz und die unverschämten Urteile in Prozessen von Sexverbrechen! Sie setzte sich ein für sexuell misshandelte Frauen und Kinderrechte. Wir kämpften für dasselbe Interesse, auf verschiedener Art im Umgang damit!

Wenn die Medien nun glauben, dass sexuell misshandelte, Gewalt erlebte Menschen die soweit kommen, dass sie auch in die Öffentlichkeit gehen, sich damit aufreiben und dann soweit kommen, dass sie sich umbringen, denke ich, dass dies nicht der Grund für diese Tat war.

Sondern, das Privatleben, darf hier nicht ausgelassen werden. Denn wenn man sich als öffentliche Aktivistin auch oft sagt: „Wozu tue ich mir das an, es führt ohnehin zu nichts, so kommt wieder ein Fall daher, der einem sagt, das mache ich noch, denn das kann nicht so weitergehen.“ Man wird durch Menschen immer wieder aufgerichtet die sagen: “Ihre Arbeit ist wichtig, jetzt können Sie nicht aufgeben.“ Und man macht weiter. Auch wenn sie sich zurückgezogen hat und „nur“ mehr die SHG begleitet hat, so ist das doch in Ordnung, da sich ja etwas in und mit der Frau bewegt. Aber es muss etwas passiert sein, was diese Frau zu diesem Entschluss brachte und dass sollte man im Privatleben suchen. Nicht in ihrer sinnvollen für sie stärkende Arbeit für andere Gleichgesinnte, da gleich betroffen von Sexverbrechen wie sie, die sie gerne machte. Und sie war auch Einfallsreich und sehr engagiert.

Denn auch ihr wird es so wie mir, manchmal sinnlos erschienen sein, der Kampf gegen eine Wand von Lobbyisten für Sexverbrechen, keine Änderung trotz ihres Einsatzes, gesehen haben. Diese Erkenntnis schockiert natürlich jeden betroffenen Menschen, aber es ist kein Grund sich deshalb das Leben zu nehmen. Das Leben nimmt man sich wenn das Leben sinnlos für einem geworden ist, wenn eine Trennung einem Überfordert und man mutlos wurde. Dann, ja dann kann es sein, dass man so ein öffentliches Zeichen setzt, wie es Frau Angelika K. jetzt uns vor Augen geführt hat.

Vielleicht wollte sie durch diese Trennung durch den Partner ein Zeichen setzen, dass sie ihr Kind dieser grausamen Welt nicht überlassen wollte. Denn laut Aussage von Freunden hat sie sich auf das Kind gefreut.

Also, wir wissen den echten Grund nicht und werden ihn auch nie erfahren.

Ich trauere einer Kämpferin, einer Aktivistin nach, die zu früh von uns gegangen ist!

Sie setzte ein öffentliches Zeichen und das kann wiederum viele Gründe haben. Einen  vielleicht auch der die Ignoranz, die intoleranz, die ablehnende Haltung der Gesellschaft uns betroffenen Menschen gegenüber hat. Die Justiz die sie wie ich immer wieder kritisierte.

Und wer nun hergeht und sie erneut verurteilt für ihre Tat, begreift vielleicht nicht, was alles geschehen sein muss, dass sie diesen Schritt ging. Zum Umbringen gehört nähmlich Mut.

Wenn sie nur ein Zeichen setzen wollte und hoffte noch gerettet zu werden, hat sie zu hoch gepockert. Aber es sei wie es ist. Wir werden es nie erfahren warum sie das tat.

 

Es ist das Begräbnis am 6.10.2015 um 11h am Jedleser Friedhof Wien 21 Audorfgasse 47!

 

Den Angehörigen spreche ich MEIN BEILEID aus.

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Weiß jemand mehr darüber kann man mir das mitteilen unter: Kommentare.

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Im Gedenken an Angelika Kreilinger…

Im Gedenken

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Fotos ,Zeichnungen & Texte © reisingehermine GEGEN SEXUELLE GEWALT

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